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Thema: Die Jagd: notwendiges Muss oder grausames Hobby?

  1. #521
    Leuchtender Arm Benutzerbild von Desmodrom
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    Standard AW: Die Jagd: notwendiges Muss oder grausames Hobby?

    Zitat Zitat von Mütterchen Beitrag anzeigen
    Desmodrom, Ich kann deiner Argumentation nicht folgen.Es wurde hier die Frage gestellt für wen der Wolf in Deutschland überhaupt einen Schaden bringen könnte. Jetzt habe ich mit einigen Beispielen belegt dass er für Schäfer eine zunehmende Problematik darstellt. Im Gegensatz zu Kelim-Teppichen hat die Schafhaltung in D eine sehr lange Tradition. Dass du für diesen angestammten Beruf kein Herz hast, ist deine Sache. Regionale Produkte interessieren dich offenbar auch nicht. Tatsächlich wird ja sehr vieles im Ausland viel billiger produziert.Natürlich darfst du gerne Erdbeeren aus China essen und deine Schafswurst darf auch in Australien produziert worden sein. Ich verstehe nur nicht wie du das dann mit deiner Rücksicht gegen die Natur in Einklang bringen möchtest, aber das ist mir eigentlich auch egal.
    Meine Meinung zu Wölfen inDeutschland werde ich jetzt nicht noch mal darlegen, das habe ich bereits getan, Du liest, scheint mir, so und so sehr selektiv mit.
    Nur mal zur Verdeutlichung, von was wir hier reden: Es gibt inzwischen nur noch unter 20.000 Schafhalter in Deutschland, davon sind keine 1.000 hauptberufliche Schäfer! Wenn wegen einer solchen absoluten Minderheit der Wolf aus dem Land gehalten werden soll, frage ich dich nach der Verhältnismäßigkeit und eventuell vielleicht unangebrachter Panikmache ausschließlich zum Nutzen von Wenigen, aber zu Lasten eines nicht umsonst von Mythen umrankten Tieres, dessen hiesiger Erhalt zumindest für mich wichtiger erscheint, als der möglichst billig zu produzierende, wollige Rohstoff für kulturbereichernde Dönerbrater...
    Aus den Reihen der Betroffenen ist dazu jedenfalls folgendes zu hören:

    Der Wegfall der Mutterschafprämie 2005 ließ die Bestände drastisch schrumpfen. Fehlender Nachwuchs und Überalterung gelten als weitere Probleme der Branche. Eigentlich bräuchten die Schäfer pro Jahr 20 Ausbildungs-Absolventen, um die altersbedingt ausscheidenden Berufskollegen ersetzen zu können. Der Preisverfall bei Wolle hat die Lage ebenfalls verschlechtert.
    "Die alleinige Ausrichtung auf die Fleischproduktion konnte und kann diese Dimension nicht ausgleichen", sagt Wendelin Schmücker. Der Stückerlös je Lamm kann nicht die Aufzuchtkosten decken. Es sind Pachten zu zahlen, Winterfutter zu bergen oder Zaunmaterial zu kaufen. Auch der PKW zur täglichen Tierkontrolle und zum Umweiden der Tiere braucht seinen Diesel.
    Mit 3500 Arbeitsstunden im Jahr wird der Stundenlohn immer bescheidener, bringt Schmücker die Lage der Schäfer auf den Punkt. Der Schäfer sieht auch die Politik auf Bundes- und Landesebene in der Pflicht. Man dürfe nicht immer nur auf Brüssel verweisen. "Wir wünschen uns zusätzlich eine Mutterschafprämie, einen Bürokratieabbau und Landesprogramme zur Unterstützung."
    Das zusätzliche Problem, der Wolf, der sich ungehindert in die besiedelte Kulturlandschaft bis nahe an die Dörfer ausbreitet, werde den Beruf des Schäfers weiter gefährden. Selbst wenn die Länderregierungen Entschädigungen und Präventionsmaßnahmen in unbegrenzter Höhe leisten würden, und damit zumindest die Kostenseite finanziell ausgeglichen würde, wird sich laut Schmücker kein Schäfer diesen Nervenstreß aussetzen.
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    Also ohne staatliche "Prämien" keine Schafe und damit also auch kein "Geschäft" mehr - aber der böse Wolf soll daran schuld sein...
    Warum gibt es eigentlich keine Köhler mehr? Oder Wagner, Sattler, Kupferschmiede??
    --- Wenn die Wahrheit nicht frei ist, ist die Freiheit nicht wahr. ---

  2. #522
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    Standard AW: Die Jagd: notwendiges Muss oder grausames Hobby?

    Zitat Zitat von Wurstsemmel Beitrag anzeigen
    Wenn du den Wolf abschiesst schadest du dem Wolf....demnach bist du ein Schädling.
    ......
    Aus seiner Sicht durchaus, nur habe eben ich das Gewehr und nicht er. Und in der Natur ist es nun mal so daß der Stärkere recht hat.

    .......
    Im Ernst.. In einer gesunden Natur wäre Platz für den Wolf. Daran das die Natur nicht gesund ist dürfte hauptsächlich,wenn nicht allein,der Mensch verantwortlich sein.
    Vielleicht sollten wir versuchen die Natur ein ganz klein wenig zu heilen bzw weniger kaputt zu machen.
    Davon ab gebe ich dem Wolf hierzulande keine Chance. Ich denke das "wir" nicht in der Lage und Willens sein werden uns auf Dauer mit ihm zu arrangieren.
    ......
    Wir sind ein Industrieland mit einer Kulturlandschaft, bedeutet, man nützt diese um Erträge zu erwirtschaften.
    Wir haben schon lange keine Wildnis mehr. Wer Wildnis will muß nach Kanada oder sonst wo hin.

    .......
    Vor gar nicht allzu langer Zeit habe ich eine Unterhaltung zwischen 2 Jägern anhören dürfen....O-Ton des einen "Ich hätte richtig Bock mal wieder einen Fuchs zu schiessen"....klingt nach Spass.
    Der Sommerfuchs ist leider nicht zu gebrauchen, für den Winterfuchs gibt es die Aktion Fellwechsel. Ich schieße mehrere im Jahr. Nur so kann man Bodenbrütern das Leben etwas erleichtern. Würde man Füchse nicht schießen würden sich diese schon stapeln.
    Für eine Trennung von Kulturen und Religionen.

  3. #523
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    Standard AW: Die Jagd: notwendiges Muss oder grausames Hobby?

    Zitat Zitat von Zyankali Beitrag anzeigen
    vielleicht sollten manche mal verstehen, daß die paar nutztiere nichts sind im vergleich dazu, was es letztendlich bringt...
    Was bringt er denn?
    Für eine Trennung von Kulturen und Religionen.

  4. #524
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    Standard AW: Die Jagd: notwendiges Muss oder grausames Hobby?

    Zitat Zitat von Desmodrom Beitrag anzeigen
    Aha! Frage mal den Wald, wen der wohl für den größereren "Schädling" hält: Den Wolf oder euch und eure in Massen gezüchteten Ziele?! ......
    Nicht die Meinung des Waldes ist wichtig, sondern die dessen Besitzer.

    .......
    Wer einer "Gemeinschaft" angehört, welche im Umkehrschluss auch nicht davor haltmacht, Neozoen nur zum "Vergnügen" der Trophäenjagd in einer artfremden Umwelt auszusetzen, hat doch längst jedes Recht einer Beurteilung von gut oder böse verspielt. ......
    Na, dann sag mal wer sie ausgesetzt hat.
    Wer hat den Waschbären ausgesetzt?
    Wer hat den Biber ausgesetzt?
    Wer den Mink, Maderhund, etc?

    .......
    Exemplarisch sei an dieser Stelle das Muffelwild genannt, von euch ehemals aus Korsika oder Sardinien importiert und aufgrund seines imposanten Gehörns zum Abschuß massenvermehrt, welches nun durch den toitschen Forst stolpert und durch die nicht artgerechte Bodenfeuchte vielerorts unter massiven Qualen seine Hufe durch Fäulnis einbüßt. ......
    Ausrotten und gut. Wo ist das Problem?

    .......Ja, ihr seid schon große "Freunde der Natur", in erster Linie aber der euren, eben klassischen Natur von wahren Schädlingen gegenüber einer Schöpfung, welche vorallem leicht auf die Spezies "Mensch" verzichten könnte, den Wolf aber sehr wohl vermissen würde...
    Wir sind die Spitze der Schöpfung, und es ist nun mal ganz Natur daß der Stärkere recht hat.
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  5. #525
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    Standard AW: Die Jagd: notwendiges Muss oder grausames Hobby?

    Zitat Zitat von schastar Beitrag anzeigen
    ...
    Der Sommerfuchs ist leider nicht zu gebrauchen, für den Winterfuchs gibt es die Aktion Fellwechsel. Ich schieße mehrere im Jahr. Nur so kann man Bodenbrütern das Leben etwas erleichtern. Würde man Füchse nicht schießen würden sich diese schon stapeln.
    Mal wieder glatt gelogen: Auch für den Fuchs gilt, wie eben für die Schweine, Krähen etc., erhöhter Druck durch die Jagd führt zu einem unkontrolliertem Anstieg der Population!
    Diverse Untersuchungen zum "Argument" der Bedrohung von Bodenbrütern widerlegen dieses massiv! Seine Hauptnahrung sind Kleinsäuger und Insekten zusammen mit Beeren und Früchten, wäre das anders, wären sämtliche Bodenbrüter schon seit Jahrtausenden ausgestorben. Als bräuchte die Natur ausgerechnet euch, um sich zu regulieren - das genaue Gegenteil ist der Fall...
    --- Wenn die Wahrheit nicht frei ist, ist die Freiheit nicht wahr. ---

  6. #526
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    Standard AW: Die Jagd: notwendiges Muss oder grausames Hobby?

    Zitat Zitat von schastar Beitrag anzeigen
    ...



    Na, dann sag mal wer sie ausgesetzt hat.
    Wer hat den Waschbären ausgesetzt?
    Wer hat den Biber ausgesetzt?
    Wer den Mink, Maderhund, etc?



    ...
    Na wer wohl? Jäger...
    Waschbären und Minks sind aus Pelzfarmen entflohen, der Marderhund wandert inzwischen aus seinem Verbreitungsgebiet in Osteuropa ein, wo er allerdings zur vorletzten Jahrhundertwende ebenfalls von Jägern als Pelzliefernat erst eingebürgert wurde...

    Wir sind die Spitze der Schöpfung, und es ist nun mal ganz Natur daß der Stärkere recht hat.




    Das glaubst vielleicht Du, aber wer zuletzt lacht wird sich noch erweisen...
    --- Wenn die Wahrheit nicht frei ist, ist die Freiheit nicht wahr. ---

  7. #527
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    Standard AW: Die Jagd: notwendiges Muss oder grausames Hobby?

    Zitat Zitat von schastar Beitrag anzeigen
    (...)
    Alles was du hier von dir gibst, bestätigt nur, dass ihr Hobbyjäger eine Bande von schießwütigen Egozentrikern seid, denen das Handwerk so schnell wie möglich gelegt werden sollte.

  8. #528
    Mitglied Benutzerbild von Wurstsemmel
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    Standard AW: Die Jagd: notwendiges Muss oder grausames Hobby?

    Zitat Zitat von schastar Beitrag anzeigen

    Der Sommerfuchs ist leider nicht zu gebrauchen, für den Winterfuchs gibt es die Aktion Fellwechsel. Ich schieße mehrere im Jahr. Nur so kann man Bodenbrütern das Leben etwas erleichtern. Würde man Füchse nicht schießen würden sich diese schon stapeln.
    Mag ja richtig sein .aber wenn jemand "Bock drauf hat" etwas tot zu schiessen soll er mir bitte nicht erzählen es ginge ihm um Hege und Pflege.
    War beim Arzt.
    Diagnose: Islamintoleranz.

  9. #529
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    Standard AW: Die Jagd: notwendiges Muss oder grausames Hobby?

    Zitat Zitat von SprecherZwo Beitrag anzeigen
    Alles was du hier von dir gibst, bestätigt nur, dass ihr Hobbyjäger eine Bande von schießwütigen Egozentrikern seid, denen das Handwerk so schnell wie möglich gelegt werden sollte.
    So vielen sollte das Handwerk gelegt werden. Und es wird nichts. Ja. Aergerlich.
    Wer bei Ärger Leine zieht - so manchen schönen Tag noch sieht.






  10. #530
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    Standard AW: Die Jagd: notwendiges Muss oder grausames Hobby?

    Zitat Zitat von Desmodrom Beitrag anzeigen
    Sie könnten immerhin dafür sorgen, dass die Mufflons unserer Natur wieder entzogen werden und deren Qualen damit ein Ende fänden. Aber dann gäbe es eben auch keine so massiven Trophäen mehr...

    Ich sammle keine Trophäen, ich mach ein Bild, das reicht. Nicht weil ich wert auf die Trophähe lege sondern weil ich dann weiß wann ich was erlegt habe. Ich selber erlege auch mehr Geißen und Kitze als Böcke. Nur durch die Entnahmen der Weibchen kann man eine Gruppe nachhaltig dezimieren.

    Und als Ragout ist es egal ob männlich oder weiblich, schmeckt beides.
    Für eine Trennung von Kulturen und Religionen.

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