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Thema: Trump (USA) will mit Sanktionen u. Zölle die deutsche Autoindustrie kaputtmachen

  1. #51
    Qouwat-e-Akhouwat-e-Awam Benutzerbild von Rumpelstilz
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    Standard AW: Trump (USA) will mit Sanktionen u. Zölle die deutsche Autoindustrie kaputtmachen

    Zitat Zitat von Klopperhorst Beitrag anzeigen
    Sehr ärgerlich, dass das einzige deutsche Betriebssystem (ok, es ist ein Linux-Derivat) SUSE immer mehr ins Hintertreffen gerät.
    Provider wie Hetzner haben OpenSUSE aus ihrem Sortiment genommen.

    Es spielt hier auch immer die deutsche Befindlichkeit eine Rolle, jeden Ami-Scheiß zu übernehmen, statt mal etwas eigenes zu entwickeln.

    ---
    Es gab auch Anfang der 80er Jahre in der BRD noch deutsche PCs mit deutschem Betriebssystem. Ich habe mal eben auf die Schnelle danach gesucht im Internet, aber nichts gefunden. Vor einigen Jahren fand ich noch etwas. Vielleicht fehlt mir jetzt auch der Firmenname.

    Wir hatten an der Uni gewöhnlich PDP-Rechner und als neueste Workstations die PDP-11. Die wurden von einem IT-Menschen, einem Dr. Irgendwas, gewartet. Da der Professor unserer Arbeitsgruppe mit diesem IT-Menschen nicht auskam, kaufte er PCs einer Firma in Karlsruhe. Das waren PCs in der BRD gefertigt, ich glaube mit dem MC68000.

    Die gleiche Firma hatte ein Betriebssystem dazu, das hiess SORBAS, Structur-Oriented BASIC. Das war, obwohl es BASIC im Namen hatte, ein voll funktionsfähiges Betriebssystem wie CP/M oder MS-DOS.

    Ich kann mich deshalb noch daran erinnern, weil ich ein Programm in Assembler schrieb, das von anderen Programmen aufgerufen wurde. Da ich an der Uni mal gerade den obligatorischen FORTRAN-Kurs besucht hatte, hatte ich natürlich von Programmieren keine Ahnung, und schon gar nicht in Assembler. Ich kaufte mir dann zwar auch zwei Bücher, rief aber ständig in Karlsruhe bei dieser Herstellerfrma an. Der Mensch am anderen Ende der Leitung schien auch Entwickler zu sein, hatte merkwürdigerweise anscheinend viel Zeit, und löste in oft halbstündigen Telefonaten meine Anfängerprobleme mit Assembler 68000.


    Ich denke aber, es ist heute illusorisch zu glauben, dass wenn schon aus diesen Produkten keine Nachfolgeprodukte mehr kamen, dass heute sich noch einmal das Rad zurückdrehen lässt.

    Schon damals wurden uns bei der Schrumpfung und Auflösung von sog. High-Tech-Firmen nicht nur von der Politik Lügen erzählt, sondern auch immer von der Firmenleitung selber. Hauptargument war immer, dass so etwas nicht nachgefragt würde und diejenigen von uns, die über 35 waren, auch generell auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr gebraucht würden.

    Aber in England kam mir spätestens dann die Erleuchtung, als ich in einer Entwicklungsabteilung arbeitete, wo auf einmal ich unter dem Altersdurchschnitt war, und der Kunde war ausgerechnet noch ein Krankenhaus in Hamburg, in der BRD. Also nichts mit "zu alt" und "dich brauch in der BRD keiner".

    Gut, das ist nur ein Mosaiksteinchen. Aber es gibt noch soviele andere Mosaiksteinchen, mit denen man mühelos ein Bild zusammensetzen kann.

    "Und wenn wir es nicht mehr erleben werden, Vater, so wissen wir doch eins, dass es die nach uns erleben werden, nicht? Und das ist doch auch ein Trost."
    (aus dem Film 'Heimkehr', 1941)


    Der neue Slogan der Regierung
    (resolución ministerial N° 113-2018-pcm, Lima, 26 de abril de 2018)

  2. #52
    Psilosoph Benutzerbild von Affenpriester
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    Standard AW: Trump (USA) will mit Sanktionen u. Zölle die deutsche Autoindustrie kaputtmachen

    Zitat Zitat von ABAS Beitrag anzeigen
    Deutsche Industrielle sind klever. Man wird die Automobilproduktion auf Tofuproduktion und
    Herstellung anderer gesunder Lebensmittel fuer Frutarier, Veganer und Vegetarier umstellen.
    Der Kapitalist ist clever ... der verdient selbst noch an dem Untergang der Menschheit. Er fühlte sich im Feudalismus wohl, erfand die Sklaverei und den Rassismus, der sie legitimiert, schaffte das wieder ab und schuf die Demokratie ... es war immer er, der daran verdiente. Es sind schon immer dieselben Unterdrücker gewesen, die Systeme erschaffen, sich Ideologien und Religionen bedienen ... um die anderen unten zu halten. Das Beste kommt allerdings immer zum Schluss ... bis dahin ändern sich nur Zeitgeist und Systeme, aber nie die, die es erfinden, um uns zu unterjochen.

  3. #53
    Mitglied Benutzerbild von Doppelstern
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    Standard AW: Trump (USA) will mit Sanktionen u. Zölle die deutsche Autoindustrie kaputtmachen

    Zitat Zitat von BlackForrester Beitrag anzeigen
    Zur Ehrlichkeit gehört aber auch - Daimler, BMW und VW produzieren auch in den USA und haben dami tzigtausende Arbeitsplätze geschaffen. Der einzige US-Autobauer, welcher in Deutschland produziert ist Ford. Weder GM noch Chrysler haben jemals in Deutschland eigene Produktionsstätten aufgebaut (Opel wurde ja von GM gekauft). Das mag mit daran liegen, dass US-Modelle jetzt nicht unbedingt der große Absatztreiber in Deutschland sind - dies liegt doch aber wohl dann an Ford, GM und Chrysler und nicht an den deutschen Autobauern.

    Wobei ich Dir durchaus recht gebe - gleiche Spielregeln für Alle, denn nur so funktioniert ein Markt - diese Spielregeln haben dann aber in allen Bereichen zu gelten, nicht nur bei den Zöllen...
    Das mit den Arbeitsplätzen ist sicherlich richtig. Aber die Deutschen Autobauer haben es nur aus Eigennutz heraus gemacht. Denn würde man die Autos alle von Deutschland in die USA exportieren, würde sie kein Mensch kaufen, weil sie dann einfach zu teuer wären. Und da der nordamerikanische Markt ein sehr großer Markt ist, den man nicht einfach ignorieren wollte, haben sie hier direkt 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

    Und das die US-Hersteller in Deutschland für ihre Modelle einen nur sehr kleinen Markt vor fanden, hatte traditionelle Gründe. Die US-Autos waren von je her sehr Hubraumstark. In Deutschland konnte sich das kaum jemand leisten, weil die KFZ-steuer schon sehr kostenintensiv war. Außerdem haben die alten Vergaser Motoren richtig gut was weg gesoffen. Dann war der Sprit in Deutschland im Vergleich zu den USA richtig teuer. Deswegen waren die Amerikaner gut beraten sich frühzeitig Opel unter den Nagel zu reißen, um auch in Good old Germany Fahrzeuge zu verkaufen.

    Also im Prinzip haben GM mit Opel und Ford USA mit Ford Deutschland auch Arbeitsplätze geschaffen.

    Dennoch existiert mit den Zollgebühren + anschließender Mwst. ein großes Ungleichgewicht, was Trump einfach beseitigen möchte. Ist auch sein gutes Recht !
    Sie sind wie eine Wolke: wenn sie sich verziehen, kann es doch noch ein schöner Tag werden.

  4. #54
    Erleuchter und Erloeser Benutzerbild von ABAS
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    Standard AW: Trump (USA) will mit Sanktionen u. Zölle die deutsche Autoindustrie kaputtmachen

    Zitat Zitat von Affenpriester Beitrag anzeigen
    Der Kapitalist ist clever ... der verdient selbst noch an dem Untergang der Menschheit. Er fühlte sich im Feudalismus wohl, erfand die Sklaverei und den Rassismus, der sie legitimiert, schaffte das wieder ab und schuf die Demokratie ... es war immer er, der daran verdiente. Es sind schon immer dieselben Unterdrücker gewesen, die Systeme erschaffen, sich Ideologien und Religionen bedienen ... um die anderen unten zu halten. Das Beste kommt allerdings immer zum Schluss ... bis dahin ändern sich nur Zeitgeist und Systeme, aber nie die, die es erfinden, um uns zu unterjochen.
    Fuer die Masse des gemeinen Dummpoebels ist ein totalitaere Diktatur das Beste, weil der
    Poebel die Knute braucht. Ich bevorzuge allerdings eine sozialistische totalitaere Diktatur
    weil die in Vergleich zur kapitalistischen totalitaeren Diktatur die bessere Wahl ist und die
    Kapitalisten in einer sozialistischen totalitaeren Diktatur keine Kapitalsouveraenitaet sondern
    die " Arschkarte " haben.
    Dispara, cobarde, (que) solamente vas a matar a un hombre!

    Schiess! Feigling, (weil) Du wirst blos einen Mann toeten!

  5. #55
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    Standard AW: Trump (USA) will mit Sanktionen u. Zölle die deutsche Autoindustrie kaputtmachen

    Zitat Zitat von Doppelstern Beitrag anzeigen
    Das mit den Arbeitsplätzen ist sicherlich richtig. Aber die Deutschen Autobauer haben es nur aus Eigennutz heraus gemacht. Denn würde man die Autos alle von Deutschland in die USA exportieren, würde sie kein Mensch kaufen, weil sie dann einfach zu teuer wären. Und da der nordamerikanische Markt ein sehr großer Markt ist, den man nicht einfach ignorieren wollte, haben sie hier direkt 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen.
    Sicher spielt Eigennutz da mit eine Rolle - man produziert in den USA halt kostengünstiger als in Deutschland.

    Zitat Zitat von Doppelstern Beitrag anzeigen
    Und das die US-Hersteller in Deutschland für ihre Modelle einen nur sehr kleinen Markt vor fanden, hatte traditionelle Gründe. Die US-Autos waren von je her sehr Hubraumstark. In Deutschland konnte sich das kaum jemand leisten, weil die KFZ-steuer schon sehr kostenintensiv war. Außerdem haben die alten Vergaser Motoren richtig gut was weg gesoffen. Dann war der Sprit in Deutschland im Vergleich zu den USA richtig teuer. Deswegen waren die Amerikaner gut beraten sich frühzeitig Opel unter den Nagel zu reißen, um auch in Good old Germany Fahrzeuge zu verkaufen.
    Du musst aber bedenken - auch der Markt für die deutschen Hersteller in den USA war bzw.ist nicht unbedingt riesig und es hat sich alles über Jahrzehnte hin entwickelt. BMW, VW und Daimler produzieren ja auch erst im Prinzip seit wenigen Jahren und nicht seit Jahrzehnten in den USA.
    Auch werfe ich einmal ein - die US-Autobauer haben - infolge des großen Marktes und wohl auch Mentalitätsbedingt - seit jeher weniger einen Blick für den Weltmarkt, sondern eigentlich immer nur den eigenen US-Markt im Blickfeld gehabt. Gut, vielleicht noch Kanada und Mexiko - aber sonst?

    Zitat Zitat von Doppelstern Beitrag anzeigen
    Also im Prinzip haben GM mit Opel und Ford USA mit Ford Deutschland auch Arbeitsplätze geschaffen.
    Bei Ford stimme ich Dir zu - bei GM habe ich da so meine Probleme. Ich würde VW (ein Konzern nach Muster von GM) auch nie unterstellen in Spanien, in der Tschechei, in Italien Arbeitsplätze geschaffen zu haben, nur weil man sich in den Ländern Unternehmen unter den Nagel gerissen hat.

    Zitat Zitat von Doppelstern Beitrag anzeigen
    Dennoch existiert mit den Zollgebühren + anschließender Mwst. ein großes Ungleichgewicht, was Trump einfach beseitigen möchte. Ist auch sein gutes Recht !
    Bei den Zöllen wirst Du jetzt kein Widerspruch ernten - bei der MwSt. schon. Ob Du nun auf ein deutsches Produkt, ein französisches Produkt, ein japanisches Produkt oder eben auf ein US-Produkt in Deutschland 19% MwSt. bezahlst bleibt sich gleich und da kann ich kein Ungleichgewicht feststellen.
    Die Frage ist bei den Zöllen allerdings - will Trump hier Ungleichgewichte beseitigen (dann stellt sich die Frage warum Trump z.B. aus TTIP ausgestiegen ist) oder geht es um Protektionismus der US-Wirtschaft.

    Wenn es Trump also um Ungleichgewichte beseitigen geht - warum sagt Trump dann nicht einfach - wir halten es mit den Zöllen genauso wie ihr. Erhebt Ihr Zoll X bei der Einfuhr auf ein Produkt Y, dann erheben wir den gleichen Zoll X bei der Einfuhr auf das Produkt Y. Weil es am Ende um mehr als nur Zölle geht...würde ich ´mal jetzt denken.

  6. #56
    HPF Moderator Benutzerbild von Leibniz
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    Standard AW: Trump (USA) will mit Sanktionen u. Zölle die deutsche Autoindustrie kaputtmachen

    Zitat Zitat von BlackForrester Beitrag anzeigen
    Was in Teilen durchaus richtig ist - ABER - was machen die Yankees denn seit Jahrzehnten im aktuellen Fall. Ob nun Airbus direkte staatliche Subventionen erhält oder Boeing indirekte staatliche Subventionen, weil man im Rüstungssektor überhöhte Preise an Boeing bezahlt - in Summe bleibt dies gleich.

    Ideal wäre - man einigt sich auf den Abbau von Subventionen und sorgt für gleiche Regeln und Bedinungen, dann setzt sich der / die Beste durch und man braucht keinen staatlichen Protektionimus - dies würde Trump aber auch nicht gefallen. Denn in einigen Wirtschaftsbereichen (vor allem bei produzierenden Gewerbe) ist die US-Wirtschaft schon längstens nicht mehr konkurrenzfähig.
    Richtig. Das hat er IM Erika und Macron angeboten. Die haben abgelehnt, was natürlich nicht in der Lügenpresse abgedruckt wurde.
    危機

  7. #57
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    Standard AW: Trump (USA) will mit Sanktionen u. Zölle die deutsche Autoindustrie kaputtmachen

    Zitat Zitat von Leibniz Beitrag anzeigen
    Richtig. Das hat er IM Erika und Macron angeboten. Die haben abgelehnt, was natürlich nicht in der Lügenpresse abgedruckt wurde.
    Da unterschlägst jetzt aber, dass Trump z.B. TTIP nicht wollte - es dünkt mir dass da beide "Fronten" ihre Spielchen spielen anstatt sich auf ein vernünftiges Regelwerk zu einigen (gut, vielleicht ist Trump auch nicht so dämlich sich auf die Dame aus deer Uckermark zu verlassen, für welche völkerrechtsverbindliche Verträge und Regularien eh nur besseres Toilettenpapier sind).

  8. #58
    Mitglied Benutzerbild von Doppelstern
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    Standard AW: Trump (USA) will mit Sanktionen u. Zölle die deutsche Autoindustrie kaputtmachen

    Zitat Zitat von BlackForrester Beitrag anzeigen
    Sicher spielt Eigennutz da mit eine Rolle - man produziert in den USA halt kostengünstiger als in Deutschland.

    Du musst aber bedenken - auch der Markt für die deutschen Hersteller in den USA war bzw.ist nicht unbedingt riesig und es hat sich alles über Jahrzehnte hin entwickelt. BMW, VW und Daimler produzieren ja auch erst im Prinzip seit wenigen Jahren und nicht seit Jahrzehnten in den USA.
    Auch werfe ich einmal ein - die US-Autobauer haben - infolge des großen Marktes und wohl auch Mentalitätsbedingt - seit jeher weniger einen Blick für den Weltmarkt, sondern eigentlich immer nur den eigenen US-Markt im Blickfeld gehabt. Gut, vielleicht noch Kanada und Mexiko - aber sonst?
    USA, Kanada und Mexico ist ja von der Einwohnerzahl her so groß wie die ganze EU. Reicht im Normalfall um ordentlich Profit zu machen. Australien gehört auch noch dazu. Wenn man sich auf alle Märkte stürzt, dann ergeben sich nationale Befindlichkeiten, die man mit in die Fahrzeugentwicklung stecken muß. Ein one world Modell wird es aber nicht geben. Einen großen Cadillac für Indien oder Nordkorea vom Band laufen zu lassen, macht nur Probleme und keinen Profit, aber Profit ist das einzige was die großen Drei in Amerika wollen.



    [Bei Ford stimme ich Dir zu - bei GM habe ich da so meine Probleme. Ich würde VW (ein Konzern nach Muster von GM) auch nie unterstellen in Spanien, in der Tschechei, in Italien Arbeitsplätze geschaffen zu haben, nur weil man sich in den Ländern Unternehmen unter den Nagel gerissen hat.
    Diese Unternehmen waren aber Verlustbringer, die auf kurz oder lang eh konkurs hätten anmelden müssen. Jetzt gibt VW als neue Führung diesen Arbeitnehmern Sicherheit und ein pünktliches Gehalt/Lohn. Im Prinzip ist es die Erhaltung der Arbeitsplätze.


    Bei den Zöllen wirst Du jetzt kein Widerspruch ernten - bei der MwSt. schon. Ob Du nun auf ein deutsches Produkt, ein französisches Produkt, ein japanisches Produkt oder eben auf ein US-Produkt in Deutschland 19% MwSt. bezahlst bleibt sich gleich und da kann ich kein Ungleichgewicht feststellen.
    Wenn du z.Bsp. in Delaware wohnst, dann kommen auf einen Mercedes, der in die USA importiert wurde, lediglich die
    2,5 % Zoll drauf und keine weiteren Steuern, also Warenwert + 2,5 %

    Für ein US-Car bezahlst Du dagegen in Deutschland den Warenwert + Frachtkosten + 10% Zoll + 19 Mwst.


    Die Frage ist bei den Zöllen allerdings - will Trump hier Ungleichgewichte beseitigen (dann stellt sich die Frage warum Trump z.B. aus TTIP ausgestiegen ist) oder geht es um Protektionismus der US-Wirtschaft.
    Er will sein Land schützen, ganz klar. Außerdem wollte er den Deal, den Obama eingefädelt hatte, wieder kippen.

    Wenn es Trump also um Ungleichgewichte beseitigen geht - warum sagt Trump dann nicht einfach - wir halten es mit den Zöllen genauso wie ihr. Erhebt Ihr Zoll X bei der Einfuhr auf ein Produkt Y, dann erheben wir den gleichen Zoll X bei der Einfuhr auf das Produkt Y. Weil es am Ende um mehr als nur Zölle geht...würde ich ´mal jetzt denken.
    Geändert von Doppelstern (13.10.2019 um 18:29 Uhr)
    Sie sind wie eine Wolke: wenn sie sich verziehen, kann es doch noch ein schöner Tag werden.

  9. #59
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    Standard AW: Trump (USA) will mit Sanktionen u. Zölle die deutsche Autoindustrie kaputtmachen

    "VW wird es am härtesten treffen"

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    Sonntag, 13. Oktober 2019 Handelskrieg, Brexit, SUV-Hass "VW wird es am härtesten treffen"


    Der Handelskrieg zwischen den USA und China schwächt den Autoabsatz im Reich der Mitte, kein gutes Zeichen für Weltmarktführer VW.
    (Foto: picture alliance/dpa)



    Der Handelsstreit zwischen den USA und China eskaliert. Der Brexit endet im Chaos. Dazu noch Rezessionsängste und Klimawandel: Das sind keine einfachen Zeiten für die deutsche Autoindustrie. Kurzarbeit, Werksschließungen, Massenentlassungen - welche Konsequenzen drohen? n-tv.de fragt den Autoexperten Helmut Becker.
    n-tv.de: Der Handelsstreit zwischen China und den USA dauert an, die Konjunkturaussichten verdüstern sich: Wie ist es um die deutsche Automobilindustrie bestellt?
    Helmut Becker: Die Lage für die deutsche Automobilindustrie hat sich rapide verschlechtert. Die Gemengelage an Problemen ist einmalig. Das war in dieser Form nicht zu erwarten. Erstens sind da die von außen kommenden, externen Störfaktoren wie der Handelsstreit zwischen den USA und China oder das Brexit-Geschacher. So etwas lässt sich nur schwer prognostizieren. Zweitens gibt es die internen strukturellen Probleme in Bezug auf die politisch geforderte Umstellung der Verbrennertechnik auf Elektroautos. Und drittens sind da die konjunkturellen Probleme, die wiederum absehbar waren, da der Höhepunkt der weltweiten Autokonjunktur im letzten Jahr bereits überschritten wurde.
    Erste Autohersteller wie etwa Opel verordnen Kurzarbeit. Bei den Zulieferern sieht es noch düsterer aus. Selbst Branchengrößen schlagen Alarm: Conti schließt ein Werk, bei Bosch sind Jobs gefährdet. Sind das die Vorzeichen einer Entlassungswelle?
    [Links nur für registrierte Nutzer] [Links nur für registrierte Nutzer] 02.10.19
    [Links nur für registrierte Nutzer]


    Das ist zu befürchten. Denn nur die angesprochenen konjunkturellen Probleme lassen sich bis zu einem gewissen Maß über interne Arbeitszeitmodelle a la 2008/09 abfedern: Wenn die Nachfrage zurückgeht und die Produktion angepasst wird, verlängert man beispielsweise einfach den Werksurlaub oder gibt Freischichten, die später via Überstunden wieder hereingearbeitet werden. So hat Konjunktur früher funktioniert. Das ist nun vorbei.
    Aber die Automobilindustrie sieht sich doch zusätzlich noch einem strukturellen Umbruch gegenüber?
    Richtig, das ist die zweite Komponente, mit der sich die Unternehmen auseinandersetzen müssen: weg vom Verbrenner, hin zur Elektromobilität. Damit fallen dauerhaft, ich betone dauerhaft, ganze Beschäftigungszweige weg, die Kompensation fehlt und so kommt es dann zu Entlassungen.
    Gibt es dazu bereits konkrete Zahlen?
    Nur grobe Schätzungen. Im radikalsten Fall, worst case sozusagen, also wenn die Verbrennertechnologie komplett abgeschafft würde und wir nur noch vollelektrisch fahren, könnte es 250.000 Jobs bei den Herstellern und in der Zuliefererindustrie treffen. Dazu kämen aber noch weitere Zigtausende Arbeitsplätze beispielsweise bei den automobilnahen Dienstleistungen - bis hin zum Bäcker um die Ecke. Einkommensmäßig betroffen wäre es eine Stadt wie München, die plötzlich vom gesamtwirtschaftlichen Lohnzettel verschwinden würde.
    Aber wird es diesen worst case geben?
    [Links nur für registrierte Nutzer] [Links nur für registrierte Nutzer] 09.10.19
    [Links nur für registrierte Nutzer]


    Nein, sicherlich nicht. So weit wird es nicht kommen, denn die reine Elektromobilität, so hochgepriesen sie auch derzeit ist und so einseitig sich die Politik auf die Batterie-Elektromobilität festgelegt hat, wird sich so radikal nicht durchsetzen. So schnell wie die Politik oder Volkswagen das will, wird es die Umstellung vom Verbrenner hin zum Elektroauto nicht geben.

  10. #60
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    Standard AW: Trump (USA) will mit Sanktionen u. Zölle die deutsche Autoindustrie kaputtmachen

    Zitat Zitat von Doppelstern Beitrag anzeigen
    Wenn du z.Bsp. in Delaware wohnst, dann kommen auf einen Mercedes, der in die USA importiert wurde, lediglich die
    2,5 % Zoll drauf und keine weiteren Steuern, also Warenwert + 2,5 %

    Für ein US-Car bezahlst Du dagegen in Deutschland den Warenwert + Frachtkosten + 10% Zoll + 19 Mwst.
    Diese 19% MwSt. bezahlst Du aber ob das Kfz nun importiert wird oder in einem deutschen Werk vom Band läuft - ebenso wie Du in Delaware scheinbar keine MwSt. bezahlst - egal ob das Kfz importiert wird oder nicht. Daher verzerrt eine MwSt. den Wettbewerb nicht noch kann man über die MwSt. Proktionismus betreiben.

    Dies geht nur über Zölle

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