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Thema: Einwanderung ins Sozialsystem

  1. #201
    HPF Moderator Benutzerbild von Leibniz
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    Standard AW: Einwanderung ins Sozialsystem

    Zitat Zitat von Klopperhorst Beitrag anzeigen
    Das ist eine Frage der Wirtschaftstheorie.
    Grundsätzlich sollte man allen Wirtschaftsweisen unvoreingenommen gegenübertreten, auch der Planwirtschaft.
    In jedem Unternehmen selbst existiert eigentlich Planwirtschaft. Was heisst das denn? Es bedeutet, dass die Ressourcen (Einkauf) verplant werden, einer mutmaßlichen, prognostizerten Nachfrage (Verkauf). Dazu gehört natürlich auch das Planen neuer Produkte, also Forschung & Entwicklung.
    Ein Eckpfeiler der wirtschaftlichen Zyklentheorie ist die Idee der Überproduktion, also Produktion, die nicht mehr nachgefragt wird und somit die Preise senkt, Arbeitslosigkeit generiert, Schließungen zur Folge hat.
    Oder eben eine falsche Produktion, also z.B. veraltete Technik, die nicht mehr am Markt nachgefragt wird.

    Überproduktion kann man aber heute durch IT und weltweite Vernetzung verhindern. Man kann heute sehr viel besser als früher Marktanalysen durchführen und somit planen.
    Daher ist es überhaupt noch nicht ausgemacht, ob Planwirtschaft an sich problematisch ist.
    Meiner Meinung nach ist sie nur problematisch, wenn sie nicht gewinnorientiert ist, also keinen Anreiz für den Planer gibt, damit Geld zu verdienen.
    Dann wird nach Schema F geplant, nicht mehr weiterentwickelt (weil zu aufwendig und keinen Gewinn abwerfend) und der Markt mit Waren überflutet, die niemand wirklich will.

    ---
    Ich musste auch einen Moment darüber nachdenken, um die richtige Antwort darauf zu finden. Planwirtschaft ist wie vieles andere ein Etikett, was ohne genaue Definition nichtssagend ist.

    Die zentrale Eigenschaft, die freie (kapitalistische/marktwirtschaftliche) Wirtschaftssysteme von unfreien (sozialistischen/planwirtschaftlichen) unterscheidet, ist die Verteilung von Vermögenswerten. Im Besonderen Produktionsgüter werden in sozialistischen Gesellschaften von einer inhärent imperfekten Zentralverwaltung verteilt. Also beispielsweise wie diverse EU-Fonds und andere Einrichtungen aus der Sowjet-Ära.

    Die freie Wirtschaftsordnung orientiert sich dagegen an den evolutionären Prinzipien der Natur. Der Wirtschaftsteilnehmer hat in geringem Umfang die Möglichkeit, produktive Vermögenswerte in seine Bilanz zu nehmen, die er mit Eigen- und Fremdkapital finanziert. Sind die vertriebenen Produkte und Dienstleistungen nachgefragt und erfüllen besser als alle anderen Angebote die Bedürfnisse der Menschen, sammelt die Bilanz mehr Eigenkapital an und der stetige Cashflow stellt mehr Kreditwürdigkeit her.

    Die erste erfolgreiche Stufe lässt sich mithilfe verschiedener Arten von Kapital solange durch die Bilanzverlängerung mit weiteren Produktionsmitteln ausbauen, bis entweder eine Sättigung eintritt, oder andere Wettbewerber eine bessere Leistung anbieten und Marktanteile vereinnahmen.

    Damit bricht die letzte Stufe des Unternehmens an. Eine Phase stagnierender und zunehmend sinkender Umsätze. Die generierten Cashflows sind langfristig nicht mehr imstande, die benötigte Kapitalstruktur zu bedienen. Dadurch kommt es unweigerlich zum Zahlungsausfall bzw. der Insolvenz. In fortschrittlichen Ländern wie den USA werden die Vermögenswerte in überschaubarer Zeit verwertet. Entweder im gleichen Unternehmen mit einer anderen Kapitalstruktur oder in einem anderen Unternehmen, das die Möglichkeit hat, die Vermögenswerte einer besseren Verwendung zuzuführen.

    Das ist auch das Problem der Planwirtschaft. Sie wird niemals imstande sein, die Effizienz der natürlichen Evolution, die in der kapitalistischen Wirtschaftsordnung verwirklicht wird, auch nur annähernd zu erreichen.
    危機

  2. #202
    Mitglied
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    Standard AW: Einwanderung ins Sozialsystem

    Zitat Zitat von amendment Beitrag anzeigen
    Meine Gegenmaßnahmen bezüglich einer möglichen, dystopischen Zukunft lauten wie folgt:
    ...
    ...
    ...
    ...
    ...
    Das Problem sind doch nicht die fehlenden Lösungsvorschläge für die Mißstände, von denen es genug gibt und die eh allesamt auf der Hand liegen. Das Problem ist der Staatsapparat, die Staatsklasse und ihre Millionen Lakaien, die die allseits bekannten Lösungen unserer Probleme verhindern. Das, was wir als "Probleme" betrachten und was unser Volkes zugrunde richtet ist doch in Wirklichkeit seit langem das primäre Ziel dieses Staates. Die katastrophalen Mißstände und die Umvolkung sind doch keine Unfälle und Pannen sondern erwünscht und der durch die Volksverräterklasse gekaperte Staat und Staatsapparat sind nur noch Instrumente, die diesem Zweck dienen.

    Die alte BRD als Staat der Deutschen existiert nur noch dem Namen nach. Der heutige Staat ist nicht mehr unser Staat, die Machteliten sind nicht mehr die Eliten des deutschen Volkes sondern eine Raubtierclique, die sich vom Volk vollständig losgesagt hat und Staat und Volk als auszubeutende Masse betrachtet. Das ist das Problem.

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