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Thema: Häuser aus dem 3-D-Drucker

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    HPF Moderator Benutzerbild von Mütterchen
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    Standard Häuser aus dem 3-D-Drucker

    Ein Bekannter hat mir mithilfe seines 3-D-Druckers einen praktischen, kleinen Abtropfständer für meine Soda-Stream-Glasflaschen gedruckt.
    Mir war schon klar, dass bei dieser Drucktechnik noch Platz nach oben ist. Ich wusste aber nicht, dass man inzwischen ganze Häuser drucken lassen kann.
    Viel Infos habe ich nicht darüber, aber ich stelle das jetzt mal hier ein.
    Diese Technik kann man sicher noch optimieren und ausreifen lassen. Glaubt ihr, so was könnte die Art und Weise, wie gebaut wird, dauerhaft und einschneidend verändern?

    Als Beispiel habe ich hier vor allem das Bauunternehmen APIS COR anzubieten.

    ...

    Apis Cor ist ein in San Francisco, Moskau und Irkutsk ansässiges 3D-Druck-Unternehmen, welches in Stupino bei Moskau einen selbstentwickelten 3D-Drucker für den Bau eines Hauses verwendet hat. Der Bau des 37 Quadratmeter großen Gebäudes dauerte weniger als einen Tag.
    ...
    Die additive Fertigung mit einem 3D-Drucker steht für Apis Cor im Zentrum des Projekts. Der Apis Cor Drucker bedient sich eines Teleskop-Armes, der sich auf einer zentralen Plattform dreht und von dort aus das Haus aufbaut. Er ist auch mobil genug, um in einem LKW transportiert und dann an der entsprechenden Stelle aufgestellt zu werden.
    ...
    ...Apis Cor hat bereits mit einer Reihe von großen Unternehmen auf der ganzen Welt zusammengearbeitet. Zum Beispiel mit dem koreanischen Elektronikriesen Samsung, russischer Isolations- und Abdichtungsspezialist TekhnoNIKOL und die PIK-Gruppe, die größte Immobilien- und Immobilienbaufirma in Russland. Ein Vertreter für PIK bestätigte, dass er einen Apis Cor 3D Drucker gekauft hat und plant, die Technologie in naher Zukunft zu testen. Der Vertreter schätzte auch, dass 3D-gedruckte Gebäude in nur drei bis fünf Jahren alltäglich werden könnten.
    ...
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    WELT:

    ...
    Beim preiswerten Neubau von Wohnungen tun sich die Deutschen enorm schwer. Projektentwickler und Bauindustrie behaupten immer wieder, dass eine neue Wohnung heutzutage kaum noch für weniger als 2500 oder gar 3000 Euro pro Quadratmeter gebaut werden könne.

    Dass es auch anders gehen kann, hat jetzt ein amerikanisch-russisches Start-up unter Beweis gestellt. Ein 3-D-Druckroboter der Firma Apis Cor hat den Rohbau eines kompletten Hauses ausgedruckt. Inklusive aller Ausbauten – Türen, Fenster, Fassade und technischer Ausstattung – kostete das Haus am Ende gerade mal etwas mehr als 10.000 Dollar (umgerechnet rund 9500 Euro), wie die Firma auf ihrer Webseite vorrechnet.

    Während deutsche Baufirmen für diese Summe also gerade mal vier Quadratmeter herstellen können, baut Apis Cor für das gleiche Geld ein ganzes Haus zu einem Quadratmeterpreis von 260 Euro.
    ...
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    Hier noch zwei Filme. Leider nur in Englisch, wer wie ich ein bisschen besser mit Untertiteln klar kommt, kann diese einblenden.
    Letztendlich wird aber in dem Film in etwa das gesagt, was auch in den verlinkten Artikeln zu lesen ist.

    Sowieso kann man sich fragen, ob es nicht Zeit ist, an vielen Stellen umzudenken. Es ist noch gar nicht so lange her, da wurden Häuser für Generationen gebaut. Massiv und stabil. Die Frage ist nur, braucht man so was noch?
    Eigentlich gefällt mir der Gedanke, mein Haus mal loszuwerden, wenn erst alle Kinder aus dem Haus sind. Wer weiß wo sie landen, ich halte sie bestimmt nicht im Saarland fest.
    Und so ein kleines, schnuckeliges Häuschen als Alterssitz für 10-12 Tausend wäre gar nicht schlecht. Es muss ja nicht für die Ewigkeit halten. Vielleicht kann man das Druckmaterial dann zermahlen, wieder verflüssigen und neu verwenden.



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    Nachtrag: ich habe gerade noch diesen Artikel gefunden über den Bau eines größeren Gebäudes. Diese Technik ist also nicht nur für winzige Kabinchen einsetzbar.
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  2. #2
    HPF Moderator Benutzerbild von Deutschmann
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    Standard AW: Häuser aus dem 3-D-Drucker

    Zitat Zitat von Mütterchen Beitrag anzeigen
    ....

    Sowieso kann man sich fragen, ob es nicht Zeit ist, an vielen Stellen umzudenken. Es ist noch gar nicht so lange her, da wurden Häuser für Generationen gebaut. Massiv und stabil. Die Frage ist nur, braucht man so was noch?
    Eigentlich gefällt mir der Gedanke, mein Haus mal loszuwerden, wenn erst alle Kinder aus dem Haus sind. Wer weiß wo sie landen, ich halte sie bestimmt nicht im Saarland fest.
    Und so ein kleines, schnuckeliges Häuschen als Alterssitz für 10-12 Tausend wäre gar nicht schlecht. Es muss ja nicht für die Ewigkeit halten. Vielleicht kann man das Druckmaterial dann zermahlen, wieder verflüssigen und neu verwenden.
    Ich glaube die Amis haben da schon das ideale Konzept. Nennt sich Mobil-Home oder so.
    Riesiger Wohnwagen auf den entsprechenden Platz gestellt und man lebt relativ sorgenfrei und kostengünstig.

  3. #3
    HPF Moderator Benutzerbild von Mütterchen
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    Standard AW: Häuser aus dem 3-D-Drucker

    Zitat Zitat von Deutschmann Beitrag anzeigen
    Ich glaube die Amis haben da schon das ideale Konzept. Nennt sich Mobil-Home oder so.
    Riesiger Wohnwagen auf den entsprechenden Platz gestellt und man lebt relativ sorgenfrei und kostengünstig.
    Das ist eine Möglichkeit, aber soweit ich weiß doch eine deutlich teurere in der Anschaffung. Mir geht es aber auch gar nicht nur um kleine Häuser oder Tiny-Houses, wie das in neudeutsch heißt. Sondern allgemein um die Bautechnik, es scheint ja schnell zu gehen. Und vielleicht auch ökologisch.
    Inwieweit das jetzt eine interessante Alternative zu Fertigbau ist weiß ich nicht. Tiny Houses kann man ja auch in sehr kurzer Zeit fertigstellen, bzw. sie werden ja fix und fertig geliefert und an Ort und Stelle abgeladen.
    Sind aber auch teurer:


    ...

    Ein paar Preisbeispiele von deutschen oder europäischen Herstellern:

    Ein 28 Quadratmeter großes Rolling Tiny House kostet je nach Ausstattungswünschen zwischen 45.000 und 54.600 Euro.
    Tiny House Design bietet ein individuelles Tiny House ab 46.000 Euro an.
    Das Modell “Nordic Fjöll” von der Tischlerei Tiny House Diekmann bietet 25,3 Quadratmeter Wohnfläche und ist ab 59.800 Euro zu haben. Dieser Anbieter hat auch die Tiny Houses von Tchibo gebaut, die 2018 für 40.000 bis 60.000 Euro verkauft wurden.
    Beim österreichischen Hersteller Wohnwagon kostet das bezugsfertige, vollautarke und 15 Quadratmeter große Modell Karl 90.500 Euro, und ein vollautarkes, 33 Quadratmeter großes Tiny House namens Fanni gibt es für 140.000 Euro.
    ...




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  4. #4
    HPF Moderator Benutzerbild von Deutschmann
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    Standard AW: Häuser aus dem 3-D-Drucker

    Zitat Zitat von Mütterchen Beitrag anzeigen
    Das ist eine Möglichkeit, aber soweit ich weiß doch eine deutlich teurere in der Anschaffung. Mir geht es aber auch gar nicht nur um kleine Häuser oder Tiny-Houses, wie das in neudeutsch heißt. Sondern allgemein um die Bautechnik, es scheint ja schnell zu gehen. Und vielleicht auch ökologisch.
    Inwieweit das jetzt eine interessante Alternative zu Fertigbau ist weiß ich nicht. Tiny Houses kann man ja auch in sehr kurzer Zeit fertigstellen, bzw. sie werden ja fix und fertig geliefert und an Ort und Stelle abgeladen.
    Sind aber auch teurer:


    ...

    Ein paar Preisbeispiele von deutschen oder europäischen Herstellern:

    Ein 28 Quadratmeter großes Rolling Tiny House kostet je nach Ausstattungswünschen zwischen 45.000 und 54.600 Euro.
    Tiny House Design bietet ein individuelles Tiny House ab 46.000 Euro an.
    Das Modell “Nordic Fjöll” von der Tischlerei Tiny House Diekmann bietet 25,3 Quadratmeter Wohnfläche und ist ab 59.800 Euro zu haben. Dieser Anbieter hat auch die Tiny Houses von Tchibo gebaut, die 2018 für 40.000 bis 60.000 Euro verkauft wurden.
    Beim österreichischen Hersteller Wohnwagon kostet das bezugsfertige, vollautarke und 15 Quadratmeter große Modell Karl 90.500 Euro, und ein vollautarkes, 33 Quadratmeter großes Tiny House namens Fanni gibt es für 140.000 Euro.
    ...




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    Dann verweise ich mal nach China. Die haben ein ganzes Krankenhaus in kürzerster Zeit hingestellt. In Modulbauweise aus Containern. Auch ne Alternative.

  5. #5
    HPF Moderator Benutzerbild von Mütterchen
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    Standard AW: Häuser aus dem 3-D-Drucker

    Zitat Zitat von Deutschmann Beitrag anzeigen
    Dann verweise ich mal nach China. Die haben ein ganzes Krankenhaus in kürzerster Zeit hingestellt. In Modulbauweise aus Containern. Auch ne Alternative.
    Ja, das weiß ich, ging auch blitzschnell. Nur weiß ich nicht, was du mir jetzt damit sagen willst. Dass es keinen Bedarf für Häuser aus dem Drucker gibt?

  6. #6
    HPF Moderator Benutzerbild von Deutschmann
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    Standard AW: Häuser aus dem 3-D-Drucker

    Zitat Zitat von Mütterchen Beitrag anzeigen
    Ja, das weiß ich, ging auch blitzschnell. Nur weiß ich nicht, was du mir jetzt damit sagen willst. Dass es keinen Bedarf für Häuser aus dem Drucker gibt?
    Nein. Weil ... es fehlt die Heizung, die Wasserinstallation, die Elektroinstallation, der Innenausbau. Quasi alles was ein normales Haus auch braucht. Und - mit was werden die Häuser gedruckt? Plastik mit dem Grundstoff Erdöl? Also meiner Meinung ökologischer Nonsens.

  7. #7
    Selberdenker Benutzerbild von FranzKonz
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    Standard AW: Häuser aus dem 3-D-Drucker

    Zitat Zitat von Mütterchen Beitrag anzeigen
    Ja, das weiß ich, ging auch blitzschnell. Nur weiß ich nicht, was du mir jetzt damit sagen willst. Dass es keinen Bedarf für Häuser aus dem Drucker gibt?
    Als der Kaminkehrer vor ein paar Jahren meinen Edelstahlkamin abnehmen sollte, wollte er irgendwelche Papierchen sehen, die ich nicht hatte. Ich rief also beim Hersteller an und fragte danach. Der nette Mann am Telefon fragte mich was ich denn damit wolle, und ich sagte ihm dass der Kaminkehrer das fordert. Er klärte mich auf, dass an dem Kamin ein Prüfsiegel angebracht sei, dass würde genügen. Dem Kaminkehrer genügte es nicht.

    Ich konnte durch das Telefon sehen, wie der Mann einen gequälten Gesichtsausdruck bekam und die Hände über dem Kopf zusammenschlug. Drauf sprach er:

    Wir haben ein vereinigtes Europa, 16 Landesbauordnungen und 32.000 Bezirkskaminkehrermeister. Und jeder will etwas anderes.

    Glaubst Du wirklich, Dein Kaminkehrermeister nimmt Dir einen ausgedruckten Kamin ab?

    Ich fürchte, allein das Papier, das Du in Deutschland vorlegen musst, ist teurer als in Russland oder Amiland ein ganzes Haus.
    „Die Windflügel sind Sakralbauten für ein neues Glaubensbekenntnis.“ (Hans-Werner Sinn)

  8. #8
    Mitglied Benutzerbild von SprecherZwo
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    Standard AW: Häuser aus dem 3-D-Drucker

    Zitat Zitat von Mütterchen Beitrag anzeigen
    Das ist eine Möglichkeit, aber soweit ich weiß doch eine deutlich teurere in der Anschaffung. Mir geht es aber auch gar nicht nur um kleine Häuser oder Tiny-Houses, wie das in neudeutsch heißt. Sondern allgemein um die Bautechnik, es scheint ja schnell zu gehen. Und vielleicht auch ökologisch.
    Inwieweit das jetzt eine interessante Alternative zu Fertigbau ist weiß ich nicht. Tiny Houses kann man ja auch in sehr kurzer Zeit fertigstellen, bzw. sie werden ja fix und fertig geliefert und an Ort und Stelle abgeladen.
    Sind aber auch teurer:


    ...

    Ein paar Preisbeispiele von deutschen oder europäischen Herstellern:

    Ein 28 Quadratmeter großes Rolling Tiny House kostet je nach Ausstattungswünschen zwischen 45.000 und 54.600 Euro.
    Tiny House Design bietet ein individuelles Tiny House ab 46.000 Euro an.
    Das Modell “Nordic Fjöll” von der Tischlerei Tiny House Diekmann bietet 25,3 Quadratmeter Wohnfläche und ist ab 59.800 Euro zu haben. Dieser Anbieter hat auch die Tiny Houses von Tchibo gebaut, die 2018 für 40.000 bis 60.000 Euro verkauft wurden.
    Beim österreichischen Hersteller Wohnwagon kostet das bezugsfertige, vollautarke und 15 Quadratmeter große Modell Karl 90.500 Euro, und ein vollautarkes, 33 Quadratmeter großes Tiny House namens Fanni gibt es für 140.000 Euro.
    ...




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    140 Mille für 33 Quadratmeter soll günstig sein?

  9. #9
    HPF Moderator Benutzerbild von Mütterchen
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    Standard AW: Häuser aus dem 3-D-Drucker

    Zitat Zitat von SprecherZwo Beitrag anzeigen
    140 Mille für 33 Quadratmeter soll günstig sein?
    Öhem...nein.

  10. #10
    Mitglied Benutzerbild von Rhino
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    Standard AW: Häuser aus dem 3-D-Drucker

    Ob so ein Trailerpark langfristig billiger ist, moechte ich allerdings bezweifeln. Das ganze duerfte wesentliche haeufiger instand gesetzt werden muessen.
    Die Mobile-Homes sind in etwa das gleiche Konzept wie wie Bueros und Diensgebaeude auf Grossbaustellen und bei Bergwerken. Der Vorteil ist, dass man die leichter verschieben kann als ein Ziegelsteinhaus.
    Wahrheit Macht Frei!

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