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Thema: Fachlicher Infostrang zu den mutierten Coronaviren SARS Cov19 und SARS Cov2

  1. #81
    1813 Benutzerbild von Ansuz
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    Standard AW: Fachlicher Infostrang zu den mutierten Coronaviren SARS Cov19 und SARS Cov2

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    Wer abweichende Meinungen als moralischen, zu sanktionierenden Fehltritt betrachtet, schwimmt zwar im Zeitgeist mit, bestätigt jedoch das Ende der Diskursfähigkeit und somit von Freiheit und Vernunft.

  2. #82
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    Standard AW: Fachlicher Infostrang zu den mutierten Coronaviren SARS Cov19 und SARS Cov2

    Während der Coronapandemie sind laut Statistischem Bundesamt überdurchschnittlich viele Menschen in Deutschland gestorben. Für die jüngeren Daten nutzen die Statistiker die Sterbefallmeldungen der Standesämter. Derzeit liegen damit vorläufige Daten bis 12. April vor.

    Demnach liegen die Sterbefallzahlen in Deutschland seit 23. März „über dem Durchschnitt der jeweiligen Kalenderwochen der Jahre 2016 bis 2019“. In der letzten Märzwoche seien mindestens 19 385 Menschen gestorben, zwischen 30. März und 5. April mindestens 20 207 und zwischen 6. und 12. April mindestens 19 872.

    Im Vergleich starben in der letzten Woche, für die Daten vorliegen, knapp 2.000 Menschen beziehungsweise elf Prozent mehr als im vierjährigen Durchschnitt für diese Woche. Vergleicht man einzelne Jahre, waren es zwischen 6. und 12. April 18 Prozent mehr Tote als 2017 und 4 Prozent mehr als 2018. Die aktuelle Entwicklung ist auffällig, weil die Sterbefallzahlen in dieser Jahreszeit aufgrund der ausklingenden Grippewelle üblicherweise von Woche zu Woche abnehmen“, urteilen die Statistiker. „Dies deutet auf eine Übersterblichkeit im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie hin.“

    „Im europäischen Vergleich ist der Umfang der Übersterblichkeit in Deutschland bislang gering“, rechnet das Statistische Bundesamt vor. Belgien, Frankreich, Großbritannien, Italien, die Niederlande, Österreich, Schweden, Schweiz und Spanien hätten „zum Teil wesentlich höhere Sterbezahlen im Vergleich zum Durchschnitt der Vorjahre“. Keine auffälligen Veränderungen gibt es demnach lediglich in Norwegen und Tschechien.

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    Geändert von KTN (24.05.2020 um 09:35 Uhr)

  3. #83
    No Loitering! Benutzerbild von Haspelbein
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    Standard AW: Fachlicher Infostrang zu den mutierten Coronaviren SARS Cov19 und SARS Cov2

    Hier ein kurzer Verweis auf eine Analyse von J.P. Morgan: [Links nur für registrierte Nutzer]

    What does a second infection wave look like? We scanned for countries whose infection rates (a) dropped sharply from prior higher levels, (b) showed a sustained equilibrium at lower levels, and then (c) rose again. We calibrated our model to pick up different kinds of second waves, so it sometimes flags countries which are not really a concern yet. Examples are shown in the chart on the right: second wave infection levels are rising in these countries but are still low in absolute terms. Djibouti and Iran are the only two countries we found with material second waves. So, despite various stages of reopening taking place across Asia and Europe, we’re not finding widespread reported evidence yet of material second waves of infection.
    Zusammenfassung: Man findet kaum einen Anstieg von Infektionen nach einer Lockerung des Lock-Downs, mit der Ausnahme von zwei Staaten.

    Prinzipiell kann dies zwei Ursachen haben: Entweder wirkt der Lock-Down nicht so wie gedacht, oder man erfasst die Infektionen zu einem geringeren Grade als bisher angenommen.
    Der einzige Weg, mit einer unfreien Welt umzugehen, ist, selbst so absolut frei zu werden, dass allein Deine Existenz ein Akt der Rebellion ist.

    Albert Camus

  4. #84
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    Standard AW: Fachlicher Infostrang zu den mutierten Coronaviren SARS Cov19 und SARS Cov2

    Zitat Zitat von Haspelbein Beitrag anzeigen
    Hier ein kurzer Verweis auf eine Analyse von J.P. Morgan: [Links nur für registrierte Nutzer]



    Zusammenfassung: Man findet kaum einen Anstieg von Infektionen nach einer Lockerung des Lock-Downs, mit der Ausnahme von zwei Staaten.

    Prinzipiell kann dies zwei Ursachen haben: Entweder wirkt der Lock-Down nicht so wie gedacht, oder man erfasst die Infektionen zu einem geringeren Grade als bisher angenommen.
    Sie sagen nicht, welches Modell sie verwenden, oder habe ich das überlesen?

  5. #85
    No Loitering! Benutzerbild von Haspelbein
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    Standard AW: Fachlicher Infostrang zu den mutierten Coronaviren SARS Cov19 und SARS Cov2

    Zitat Zitat von Differentialgeometer Beitrag anzeigen
    Sie sagen nicht, welches Modell sie verwenden, oder habe ich das überlesen?
    Nein, es ist eher eine Veröffentlichung denn ein Whitepaper. Der Vorteil ist jedoch, dass ich J.P. Morgan als eine relativ neutrale Quelle in dieser Hinsicht ansehe. Ebenso haben sie genug Fachwissen, dass sie dies zweifelslos modellieren können. (Sie werden ebenso gewisse Dinge unter rechtlichen Aspekten gar nicht veröffentlichen können.)
    Der einzige Weg, mit einer unfreien Welt umzugehen, ist, selbst so absolut frei zu werden, dass allein Deine Existenz ein Akt der Rebellion ist.

    Albert Camus

  6. #86
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    Mad AW: Fachlicher Infostrang zu den mutierten Coronaviren SARS Cov19 und SARS Cov2

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    Terrorexperten des Europarats warnen laut einem Zeitungsbericht vor einer wachsenden Gefahr von Anschlägen mit Biowaffen nach der Corona-Pandemie.

    auf so etwas warte ich schon lange.

    das nächste ding wird angestoßen und vorbereitet.

    ist das jetzt die "2. welle", die so vorsichtig unter die leute gebracht wird?
    schrittchen für schrittchen wird uns die sprache genommen.
    ein volk, dem die sprache genommen wird, hat irgendwann nichts mehr zu sagen
    Die Menschenrechte sind erfunden worden, um die 10 Gebote zu verdrängen. (shahirrim)
    Manche Wege sieht man nicht kommen, die plant man auch nicht, die geht man aber. , danke an dich

  7. #87
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    Standard AW: Fachlicher Infostrang zu den mutierten Coronaviren SARS Cov19 und SARS Cov2

    Ueberlebensdauer von Coronaviren auf Oberflaechen und bei unterschiedlichen Temperaturen.

    19.02.2020
    Wie lang Coronaviren auf Flächen überleben


    Coronaviren können bei Raumtemperatur bis zu neun Tage auf Oberflächen wie etwa Türklinken oder Krankenhausnachttischen überleben und infektiös bleiben. Das berichten Forschende aus Greifswald und Bochum und erklären, wie man solche Coronaviren inaktivieren bzw. reduzieren kann.

    Wie lange leben Coronaviren auf Oberflächen wie Türklinken oder Krankenhausnachttischen?

    Mit welchen Mitteln lassen sie sich wirksam abtöten? Forschende aus Greifswald und Bochum haben diejenigen Antworten, die auf gesicherten wissenschaftlichen Fakten basieren, zusammengestellt und aktuell veröffentlicht (siehe Journal of Hospital Infection, Online-Veröffentlichung am 6.2.2020).

    Das neuartige Coronavirus (Sars-CoV-2) macht weltweit Schlagzeilen. Da es keine spezifische Therapie dagegen gibt, ist besonders die Vorbeugung gegen Ansteckungen bedeutend, um die Krankheitswelle einzudämmen. Wie alle Tröpfcheninfektionen verbreitet sich das Virus auch über Hände und Oberflächen, die häufig angefasst werden. „Im Krankenhaus können das zum Beispiel Türklinken sein, aber auch Klingeln, Nachttische, Bettgestelle und andere Gegenstände im direkten Umfeld von Patienten, die oft aus Metall oder Kunststoff sind“, erklärt Prof. Dr. Günter Kampf vom Institut für Hygiene und Umweltmedizin der Universitätsmedizin Greifswald.

    Gemeinsam mit Prof. Dr. Eike Steinmann, Inhaber des Lehrstuhls für Molekulare und Medizinische Virologie der Ruhr-Universität Bochum (RUB), hatte er für ein geplantes Fachbuch bereits umfassende Erkenntnisse aus 22 Studien über Coronaviren und deren Inaktivierung zusammengestellt. „In der aktuellen Situation schien es uns das Beste, diese gesicherten wissenschaftlichen Fakten vorab zu veröffentlichen, um alle Informationen auf einen Blick zur Verfügung zu stellen“, so Eike Steinmann.

    Die ausgewerteten Arbeiten, die sich unter anderem mit den Erregern Sars- und Mers-Coronavirus befassen, ergaben zum Beispiel, dass sich die Viren bei Raumtemperatur bis zu neun Tage lang auf Oberflächen halten und infektiös bleiben können. Im Schnitt überleben sie zwischen vier und fünf Tagen. „Kälte und hohe Luftfeuchtigkeit steigern ihre Lebensdauer noch“, so Kampf.

    Tests mit verschiedensten Desinfektionslösungen zeigten, dass Mittel auf der Basis von Ethanol, Wasserstoffperoxid oder Natriumhypochlorit gegen die Coronaviren gut wirksam sind. Wendet man diese Wirkstoffe in entsprechender Konzentration an, so reduzieren sie die Zahl der infektiösen Coronaviren binnen einer Minute um vier sogenannte log-Stufen - also zum Beispiel von einer Million auf nur noch 100 krankmachende Partikel. Wenn Präparate auf anderer Wirkstoffbasis verwendet werden, sollte für das Produkt mindestens eine Wirksamkeit gegenüber behüllten Viren nachgewiesen sein („begrenzt viruzid“). „In der Regel genügt das, um die Gefahr einer Ansteckung deutlich zu reduzieren“, meint Günter Kampf.

    Die Experten nehmen an, dass die Ergebnisse aus den Untersuchungen über andere Coronaviren auf das neuartige Virus übertragbar sind. „Es wurden unterschiedliche Coronaviren untersucht, und die Ergebnisse waren alle ähnlich“, sagt Eike Steinmann.

    Quelle: Ruhr-Universität Bochum


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    Coronavirus: Experte erklärt, bei welcher Witterung die Ansteckungsgefahr am höchsten ist

    Die Verbreitung des Coronavirus Sars-Co-2 auf der nördlichen Halbkugel wird durch die Jahreszeit begünstigt. Ein Experte erklärt die Gründe und warum mit dem Frühling alles besser werden kann. Das neue Coronavirus Sars-CoV-2 zählt wie Influenza-Erreger zu den respiratorischen Viren, bei denen eine Ansteckung über die Atemwege erfolgt. Entsprechend spielt die Witterung für die Infektionsgefahr eine Rolle: Bei kühlen oder kalten Temperaturen sowie trockener Luft stecken sich Menschen eher an. Das hat im Wesentlichen drei Gründe, wie Dieter Hoffmann, Virologe an der TU München, erläutert:

    Menschen halten sich verstärkt in Räumen auf

    Im Winter halten sich Menschen eher in geschlossenen Räumen auf, wo die Ansteckungsgefahr größer ist: In der Regel ist der Kontakt enger – wenn die Menschen sich im Freien im Sommer nicht gerade im Biergarten oder auf großen Veranstaltungen aufhalten. Weiter ist der Luftaustausch in Räumen geringer, die Menschen bewegen sich insofern länger in gegebenenfalls virengeschwängerter Luft. Und die ist auch noch trockener, was zum nächsten Punkt führt.

    Kalte, trockene Luft lässt Tröpfchen länger fliegen

    Beim Nießen oder Husten entstehen unzählige Tröpfchen, die Viren und Bakterien enthalten können. In trockener Zimmerluft werden Tröpfchen durch Verdunstung rasch kleiner und fliegen deshalb länger und weiter, bevor sie auf Oberflächen landen. Dadurch werden sie über größere Flächen gestreut, die potenzielle Ansteckungsherde sind – das Coronavirus ist eine Tröpfchen-, mutmaßlich auch eine Schmierinfektion. Letzteres bedeutet, eine Ansteckung ist auch über unbelebte Flächen wie Klinken oder Telefonhörer möglich. „Oder die Viren erreichen den Gesprächspartner auch noch in drei Metern Entfernung, wo er sich direkt durch Aufnahme der Tröpfchen ansteckt“, erläutert Hoffmann.

    Schleimhäute empfindlicher

    Im Winter sind Schleimhäute zudem anfälliger für Viren. Wird schnell viel kalte Luft eingeatmet, versucht der Körper, die Wärme im Inneren zu konzentrieren, weshalb Extremitäten und auch die Schleimhäute der Atemwege schlechter durchblutet werden. Das wiederum hat zur Folge, dass die Abwehrzellen nicht so schnell dorthin gelangen, wo ein fremdes Virus eindringt. „Die Abwehr ist geschwächt“, so Hoffmann.

    Viren überleben im Winter länger

    Daneben gibt es noch einen allgemeinen Faktor, warum der Winter Infektionen begünstigt: Viren überleben bei Kälte länger. Auch UV-Strahlung kann die Hülle zerstören – der sind Viren im Sommer viel stärker ausgesetzt als im Winter.
    „Man kann davon ausgehen, dass das Virus saisonal auftritt und die Verbreitung der Infektion abnehmen wird, wenn es wärmer wird“, resümiert Hoffmann, der am Institut für Virologie für das Diagnoselabor verantwortlich ist. Deswegen werde nun auch versucht, die Verbreitung des Virus zu verlangsamen – in der Hoffnung, dass mit Beginn der warmen Phase ab Ende März/April die Infektion abnimmt. Geht der Plan auf, gewinnen die Forscher über den Sommer Zeit, um einen Impfstoff oder antivirale Wirkstoffe zu entwickeln. Mit einem Anstieg wäre dann wieder – je nach Witterung – ab September/Oktober zu rechnen.

    (Anm. d, Red,; Nach Erscheinen des Artikels stellte sich heraus, dass nicht sicher ist, ob und wie empfindlich das Virus auf Wärme reagiert. Es könnte - wenn wohl auch abgeschwächt - auch im Sommer auftreten)


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    Kann das neuartige Coronavirus über Lebensmittel und Gegenstände übertragen werden?
    Aktualisierte Fragen und Antworten des BfR vom 14. Mai 2020


    Nach dem Ausbruch der Atemwegserkrankung COVID-19 durch eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) und der daraus resultierenden Epidemie in verschiedenen Regionen Chinas breitet sich das Virus derzeit weltweit aus. Verunsicherte Verbraucherinnen und Verbraucher haben beim Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) angefragt, ob das Virus auch über Lebensmittel, importierte Produkte wie Kinderspielzeug, Mobiltelefone, Gegenstände wie Türklinken, Werkzeuge etc. sowie Geschirr und Besteck auf den Menschen übertragen werden kann.
    Vor diesem Hintergrund hat das BfR die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema zusammengefasst.


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    Technologie
    Optischer Sensor für Coronaviren


    28.04.2020 - Sensor könnte als alternative Methode für die klinische Diagnose genutzt werden. Gewöhnlich forscht Jing Wang an der Empa und an der ETH Zürich mit seinem Team daran, Luftschadstoffe wie Aerosole und künstlich hergestellte Nanopartikel zu messen, zu analysieren und zu vermindern. Doch die aktuelle Herausforderung, vor denen zurzeit die ganze Welt steht, ändert auch die Ziele und Strategien in den Forschungslabors. Der neue Fokus: ein Sensor, der SARS-CoV-2 – das neue Coronavirus – schnell und zuverlässig feststellen kann.

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  8. #88
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    Standard AW: Fachlicher Infostrang zu den mutierten Coronaviren SARS Cov19 und SARS Cov2

    Zitat Zitat von KTN Beitrag anzeigen
    Während der Coronapandemie sind laut Statistischem Bundesamt überdurchschnittlich viele Menschen in Deutschland gestorben. Für die jüngeren Daten nutzen die Statistiker die Sterbefallmeldungen der Standesämter. Derzeit liegen damit vorläufige Daten bis 12. April vor.

    Demnach liegen die Sterbefallzahlen in Deutschland seit 23. März „über dem Durchschnitt der jeweiligen Kalenderwochen der Jahre 2016 bis 2019“. In der letzten Märzwoche seien mindestens 19 385 Menschen gestorben, zwischen 30. März und 5. April mindestens 20 207 und zwischen 6. und 12. April mindestens 19 872.

    Im Vergleich starben in der letzten Woche, für die Daten vorliegen, knapp 2.000 Menschen beziehungsweise elf Prozent mehr als im vierjährigen Durchschnitt für diese Woche. Vergleicht man einzelne Jahre, waren es zwischen 6. und 12. April 18 Prozent mehr Tote als 2017 und 4 Prozent mehr als 2018. Die aktuelle Entwicklung ist auffällig, weil die Sterbefallzahlen in dieser Jahreszeit aufgrund der ausklingenden Grippewelle üblicherweise von Woche zu Woche abnehmen“, urteilen die Statistiker. „Dies deutet auf eine Übersterblichkeit im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie hin.“

    „Im europäischen Vergleich ist der Umfang der Übersterblichkeit in Deutschland bislang gering“, rechnet das Statistische Bundesamt vor. Belgien, Frankreich, Großbritannien, Italien, die Niederlande, Österreich, Schweden, Schweiz und Spanien hätten „zum Teil wesentlich höhere Sterbezahlen im Vergleich zum Durchschnitt der Vorjahre“. Keine auffälligen Veränderungen gibt es demnach lediglich in Norwegen und Tschechien.

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    Wieder mal den eigenen Link nicht gelesen:

    Tim Friede, Leiter des Instituts für Medizinische Statistik der Universitätsmedizin Göttingen, hält die Aussagekraft solcher Wochenvergleiche für begrenzt. Generell gebe es bei den Sterbefallzahlen „eine hohe Varianz“, sagte Friede der Deutschen Presse-Agentur. Auch wenn die Zahlen seit Beginn der Coronakrise höher seien, so sei man doch „deutlich unter den Maxima anderer Jahre. Die Mortalitätszahlen liegen im Rahmen dessen, was wir auch in den vergangenen Jahren gesehen haben.“
    Setzen 6+!
    Linksfaschistische Seiten wie AFDWATCH, INDYMEDIA, Zentrum für politische Schönheit etc. immer nur per VPN oder zumindest TOR anklicken!

    Der E-Golf schafft 2018 das, was der VW-Käfer schon 1960 konnte: Mit 100 km/h über die Autobahn zuckeln! Leider ohne Heizung wg. Reichweite.

  9. #89
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    Standard AW: Fachlicher Infostrang zu den mutierten Coronaviren SARS Cov19 und SARS Cov2

    Das Forschungszentrum für Molekulare Medizin (CeMM) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) analysiert gemeinsam mit der Medizinischen Universität die Mutationswege und Entwicklung der Virenstämme. Allein in der österreichischen Variante wurden bereits 12 Mutationen gefunden.

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    Linke: da gibt es Leute, da fängst du mit Kopfschütteln an und hast am Ende ein Schleudertrauma

  10. #90
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    Standard AW: Fachlicher Infostrang zu den mutierten Coronaviren SARS Cov19 und SARS Cov2

    Fachartikel ueber Infektiologie:

    INFEKTIOLOGIE
    Infektionskrankheiten im Kommen
    Warum wir uns nicht hätten ausruhen dürfen


    Infektionskrankheiten stellen seit Jahrhunderten eine bedeutende Herausforderung für den menschlichen Fortschritt und das Überleben dar. Jedes Jahr beherrscht eine andere Epidemie die Medien – verursacht durch ein neu entdecktes oder neu erstarktes Virus. Ein Rückblick und die Frage: Was kommt als Nächstes? | Von Isabelle Viktoria Maucher

    Infektionskrankheiten zählen bis heute zu den führenden Todesursachen weltweit [1]. Sogenannte emerging infections (EIs), also entstehende Infektionen, sind solche, die neuartig innerhalb einer Population auftreten oder die sich nach einer Phase der Ruhe plötzlich rasch verbreiten [1, 2]. Im Jahr 1981 wurde nach der Influenza-Pandemie der Jahre 1918 bis 1920, die ca. 50 Millionen Menschenleben forderte [3, 4], eine neue Infektionskrankheit entdeckt: Das Acquired Immune Deficiency Syndrome (AIDS), das als neuer „globaler Mörder“ eine riesige Bedrohung darstellte [1].

    ...

    Aktuell stellen Infektionskrankheiten ein wachsendes Problem für die Weltbevölkerung dar. Immer wieder neu auftretende Erkrankungen mit dem Potenzial, sich rasch auszubreiten, beunruhigen viele Menschen. Trotz Antibiotika, Virustatika und Impfstoffen bleibt die Mortalität für Infektionskrankheiten hoch. In den vergangenen zehn Jahren ist praktisch jedes Jahr ein neuer Krankheitserreger identifiziert worden [7].

    Gründe für das Auftreten von Infektionen

    Hygiene. Schlechte sozioökonomische sowie hygienische Bedingungen und unzureichende medizinische Versorgung in Entwicklungsländern sind Ursachen für eine einfache Verbreitung von Infektionskrankheiten. Offene Wasserbehälter, wie sie in Entwicklungsländern zur Versorgung mit Trinkwasser üblich sind, stellen ideale Brutstätten für Mückenlarven dar, die mit Erregern infiziert sein können. Bei schlechter Abwasseraufbereitung kann es außerdem zu Infektionen mit Enterobakterien und –Viren kommen [8]. Durch verbesserte Lebensumstände, medizinische Weiterentwicklung und bessere Hygiene der Industrieländer, konnten im Verlauf des 20. Jahrhunderts viele Infektionskrankheiten zurückgedrängt werden [9].

    Globalisierung. Durch die Ausweitung von Handelsbeziehungen und steigende Tourismuszahlen wird eine Verbreitung von Infektionen begünstigt. Auch der Import von Affen für Forschungszwecke hat in der Vergangenheit wiederholt zu Infektionen wissenschaftlicher Angestellten geführt [8]. Ein Erreger kann nur dann sein Verbreitungsgebiet erweitern, wenn es ihm gelingt, geografische Barrieren, die Populationen trennen, zu überwinden [8].

    Tierhaltung. Oft ist der Mensch für die Entstehung und Ausbreitung von Infektionen selbst verantwortlich. So sind Zustände in der Tierhaltung eine wesentliche Quelle für die Entwicklung neuer Erreger [7]. Durch unsachgemäße Haltung kann es zu einer Reassortierung, also einer Kombination genetischer Eigenschaften von Viren, kommen. Das ist vor allem wahrscheinlich, wenn Geflügel und Schweine in gleichen Gehegen gehalten werden, so wie es in Südchina üblich ist [7]. Durch Massentierhaltung wird zusätzlich eine schnelle Verbreitung des Erregers begünstigt, wie der Fall des Influenza-Ausbruchs in einer niederländischen Geflügelfarm im Februar 2003 zeigte [8].

    Transfusionsmedizin. In den Jahren 1911 und 1915 tauchten erste Berichte über Malaria- und Syphilis-Erkrankungen auf, die in direktem Zusammenhang mit Bluttransfusionen standen [8]. Durch strenge Auswahlkriterien bei der Blutspende und die Testung auf Infektionen konnte das Risiko einer Übertragung reduziert werden [8, 10]. Die Gefahr bleibt für neue Erreger, auf die nicht getestet wird.

    Antibiotika. Zunehmende Resistenzen gegen Antibiotika bereiten aktuell großes Unbehagen. Die Resistenzentwicklung ist vor allem die Folge eines unsachgemäßen Einsatzes von Antibiotika in der Humanmedizin und in der Tiermast. Multiresistente Erreger stellen hierbei vor allem in Krankenhäusern ein großes Problem dar, da immunsupprimierte Patienten besonders gefährdet sind [9].

    Klimawandel. Vektoren, die eine Infektionskrankheit über die Blutbahn auf den Menschen übertragen können, sind lebende Organismen wie Moskitos, Zecken oder Spinnen [11]. Sie verursachen etwa 17% aller Infektionskrankheiten und führen zu mehr als eine Million Todesfälle jährlich [11]. Malaria ist Ursache für mehr als 600.000 Todesfälle pro Jahr weltweit, wobei vor allem Kinder unter fünf Jahren betroffen sind [11]. Der Lebenszyklus eines Vektors hängt erheblich von klimatischen Faktoren ab [12].

    ...

    Neue Erreger. Viren haben aufgrund ihres plastischen Genoms die Fähigkeit, sich schnell zu verändern. Da sie keine Korrektursysteme besitzen, die Punktmutationen oder Deletionen erkennen, werden durch Einbau falscher Nukleotide genomische Veränderungen begünstigt. Gerade Punktmutationen sind in Bezug auf Immunogenität gefürchtet, vor allem dann, wenn hochkontagiöse Mutanten entstehen, die leicht zu einer Epidemie führen können [8]. Ein weiteres Problem stellt das Überspringen von Speziesbarrieren dar. Durch die Reassortierung von Gensegmenten können Pandemien ausgelöst werden [8].

    ...

    Infektionskrankheiten der vergangenen Jahre
    BSE – Höhepunkt 2000


    Die bovine spongiforme Enzephalopathie (BSE), die schwamm*artige Veränderung des Gehirns bei Rindern, ist zum ersten Mal im Jahr 1986 beschrieben worden [15]. Verursacher scheinen Prionen, also atypisch gefaltete Proteine, zu sein. Für diese sogenannte Prionen-Theorie erhielt 1997 Stanley Prusiner den Nobelpreis für Medizin. Als Grund für den BSE-assoziierten Infektionsausbruch wurde angenommen, dass infizierte Rinder in die menschliche Nahrungskette gelangt waren und so eine Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (vCJD) auslösen konnten [16].

    ...

    SARS – Höhepunkt 2003

    Das schwere akute Atemwegssyndrom (severe acute respiratory syndrome, SARS) wird von einem Coronavirus verursacht. Coronaviren sind potenziell tödliche Pathogene, von denen in den letzten zehn Jahren immer wieder neue Arten identifiziert wurden. Im Frühjahr 2003 kam es zu einer SARS-Epidemie, die mit einer Mortalität von 10 bis 50% abhängig vom Alter der Infizierten gekennzeichnet war [20 – 23]. Das Virus breitete sich zunächst in China aus und wuchs schließlich zu einer weltweiten Pandemie heran [24]. 8000 Menschen wurden infiziert, fast 10% der Erkrankten starben [25]. Das Coronavirus ist in der Lage, sich schnell anzupassen und stabil auf andere Arten übertragen zu werden; vermutlich entwickelte es sich in Fledermäusen [23].

    ...

    MERS – Beginn 2012

    Zwischen dem 2. Juli 2016 und dem 17. Juli 2016 wurden der WHO neun neue Fälle mit Middle East Respiratory Syndrome Coronavirus (MERS-CoV) aus Saudi-Arabien gemeldet; zwei Patienten starben [36]. MERS-CoV ist ein zoonotisches Virus, das vom Tier auf den Menschen übergehen kann [37]. Seinen Ursprung hat es vermutlich in Fledermäusen und wurde dann auf Kamele übertragen [37].

    ...

    Ebola – Höhepunkt 2014

    Der erste Ebola-Fall, der zu einem Ausbruch im Norden von Zaire in Zentralafrika führte, wurde 1976 beschrieben. Der Erreger wurde Zaire-Ebola-Virus (EOBV) genannt [40]. Zur gleichen Zeit führte ein unverwandtes Virus, das Sudan-Ebola-Virus (SUDV), 850 Kilometer entfernt im Süden Sudans zu einer Epidemie und tauchte hier 1979 wieder auf [39]. Nach zwei Jahrzehnten Ruhe kehrte Ebola 1994 bis 1997 in Zaire und Gabon zurück [41, 42]. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts wurden immer wieder Fälle von EOBV und SUDV in Uganda und im Kongo beschrieben, die mit einer Mortalität von 80 bis 90% bei EOBV und 50% bei SUDV einhergingen [41]. 1994 wurde ein neuer Serotyp entdeckt, der zuerst Côte-d‘Ivoire-Ebola-Virus genannt und später in Tai-Forest-Virus (TAFV) umgetauft wurde [43, 44]. Der vierte Ebola-Subtyp, das Reston-Virus (RESTV), tauchte zwischen 1989 und 1990 in den USA auf [45] und fand sich 1992 in einem Ausbruch in Italien wieder. Schuld war der Import eines infizierten Affen von den Philippinen [47]. 2007 kam es zu einem Ausbruch hämorrhagischen Fiebers in Uganda, der dem fünften Subtyp, dem Bundibugyo-Virus (BDBV), zu verschulden war [48].

    ...

    Zika – Höhepunkt 2015

    Die explosive Ausbreitung neuer Zika-Virus-Infektionen ist Anlass dafür, dass die WHO den globalen Gesundheitsnotstand ausgerufen hat [56]. Dieser ermöglicht die notwendige internationale Zusammenarbeit, um dem Ausbruch der Krankheit entgegenzuwirken [57]. Das Zika-Virus ist kein unbekannter Feind. Es wurde im Jahr 1947 zum ersten Mal aus einem Affen des Zikawaldes in Uganda isoliert [58, 59]. Es ist ein Arbovirus aus der Klasse der Flaviviridae. Arboviren sind dadurch gekennzeichnet, dass sie sich in Wirbeltieren vermehren und durch blutsaugende Insekten übertragen werden [60]. Zur Klasse der Arboviren gehören ebenfalls die Erreger von Gelbfieber, Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Dengue-Fieber [61].

    ...

    Schlussbetrachtung

    Die Menschheit ist ständig von Infektionskrankheiten bedroht, die teilweise tödlich verlaufen. Yersinia pestis verursachte den „schwarzen Tod“ in Europa und tötete ein Drittel der Bevölkerung [74]. Der Cholera-Ausbruch 2010 bis 2013 nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti ist ein Beispiel dafür, wie große Infektions-Ausbrüche durch eine zerstörte Infrastruktur entstehen können [75]. Das SARS- und MERS-Coronavirus sowie die Vogelgrippe-Viren haben zu Epidemien mit erheblichen gesundheitlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen geführt [49, 76 – 79]. Politische Instabilität kann eine weitere Konsequenz von Epidemien sein. Obwohl einige Infektionen, wie Pocken und Polio, fast ausgelöscht wurden, bleiben viele Krankheiten bestehen, für die es zurzeit wenig bis keine Hoffnung gibt, sie unter Kontrolle zu bekommen [80]. Mehr noch: Infektionen, von denen geglaubt wurde, sie im Griff zu haben, gewinnen ihren verlorenen Einfluss zurück (z. B. Tuberkulose). Neue Infektionen kommen erschwerend hinzu: Nach dem US National Institute of Health wurden zwischen 1988 und 2008 allein 16 neue Infektionskrankheiten identifiziert [80 – 82], fünf weitere wurden als wiederaufgetretene Infektionskrankheiten charakterisiert. Aber der Mensch ist nicht machtlos: Impfstoffe und Antibiotika gegen Infektionen, einwandfreie Trinkwasserversorgung, Therapeutika gegen virale und parasitäre Infektionen, infektionssichere Transfusionen, hohe Hygienestandards, Maßnahmen zur Vermeidung einer Ausbreitung (WHO als Frühwarnsystem) sind Möglichkeiten, die vor Infektionen schützen (siehe auch Kommentar auf S. 64).
    Das Wichtigste ist es, eine vorausschauende Strategie zu entwickeln. Wissen über das, was in der Vergangenheit geschehen ist, muss genutzt werden, um auf Zukünftiges vorbereitet zu sein [83]. |

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    Antworten: 12
    Letzter Beitrag: 06.03.2012, 09:19
  3. SARS Seuche doch schlimmer!?!
    Von Banned im Forum Gesellschaft / Soziales / Arbeit / Bildung / Familie
    Antworten: 26
    Letzter Beitrag: 26.04.2006, 00:55
  4. Die SARS Seuche
    Von Ex-Admin im Forum Gesellschaft / Soziales / Arbeit / Bildung / Familie
    Antworten: 23
    Letzter Beitrag: 21.12.2003, 09:15

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