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Thema: Wie der (Neo)kommunismus funktionieren könnte

  1. #171
    Toxisch Benutzerbild von John Donne
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    Standard AW: Wie der (Neo)kommunismus funktionieren könnte

    @Redwing

    Die "Diskussion" ist m.E. derart festgefahren, daß ihre Fortsetzung inhaltlich nicht lohnt.
    Offensichtlich haben wir völlig verschiedene Auffassungen davon, was ein Beweis und was eine Widerlegung ist.
    Dein Ansatz ist mir grundsätzlich zu ergebnisfixiert: Anders als man nach wohlmeinender Interpretation Deines Eingangsbeitrags vermuten durfte, geht es Dir nicht um eine theoretisch fundierte Kritik am Staatsaufbau der Bundesrepublik Deutschland. Aus diesem Grund interessiert Dich die hinter diesem Staat liegende Theorie (Staatsorganisationsrecht) sowie die abstrakte, von diesem konkreten Staat losgelöste Theorie, die das Verhältnis von Recht und Gerechtigkeit beschreibt (Rechtsphilosophie) und abstrakt eben auch den Rechtsstaat behandelt, auch gar nicht. Wie Du offen zugibst, zählt für Dich nur das Ergebnis. Deine subjektiven Einschätzungen gestehe ich Dir selbstverständlich zu, auch wenn ich sie nicht teile. Ich bin jedoch der Meinung, daß eine fundamentale Kritik, wie Du sie in Deinem Eingangsbeitrag ablieferst auch ein theoretisches Fundament haben sollte. Dieses vermisse ich bei Dir in vollem Umfang. Das verwundert nicht, denn Du kennst die entsprechenden Theorien nicht und bist, das gibst Du offen zu, an ihrer Kenntnis auch keineswegs interessiert, denn Deine Erwartungshaltung ist, daß sie Deine Mittel - und Du verlangst nach allen, da Deiner Auffassung nach der Zweck die Mittel heiligt - nicht rechtfertigen. Es ist müßig, über den Rechtsstaat zu diskutieren, wenn Du den Rechtsstaat nicht theoretisch abstrakt sehen willst und die entsprechende Lehre trotz Unkenntnis ablehnst und gleichzeitig behauptest, der Rechtsstaat sei eben das Staatskonstrukt, daß Du im Sinn hast.
    Im Ergebnis besteht die einzige Rechtfertigung für Deine Pläne in der Behauptung, daß, gäbe es wenier Medienpropaganda, die Mehrheit der Wähler Deiner Meinung wären und Dich legitimierten. Das Faktum, daß sie im Gegenteil als Ergebnis freier, gleicher und geheimer Wahlen die jetzige Regierung legitimiert haben, tust Du lapidar als Medienpropaganda ab. Dieses m.E. tendenziell paranoiden und quasi auf einer Verschwörungstheorie basierende Weltbild ist m.E. derart primitiv und abgeschlossen, daß es sachlichen Argumenten nicht mehr zugänglich ist. Jedes kritische Argument ist "Medienproganda" oder ihr Ergebnis und muß falsch sein, da das Ergebnis Dich nicht zufriedenstellt. Ich war und bin der Meinung, daß das Ergebnis am Ende stehen und nicht Ausgangspunkt aller Überlegungen sein sollte.
    Damit wird eine Diskussion, die diesen Namen verdient, unmöglich, abgesehen davon, daß sie ohne Bezug zu einer abstrakten Theorie für mich in erheblichem Maß an Reiz verliert. Auf rein persönliche Auseinandersetzungen habe ich keinerlei Lust und meine, daß diese auch nicht in öffentliche Stränge eines politischen Forums gehören.

    Schade, ich hatte nach Deinem Eingangsbeitrag eigentlich durchaus Potential für eine echte Diskussion gesehen. An einer Diskussion, die Du als Krieg siehst, besteht von meiner Seite kein weiteres Interesse.

    Grüße
    John
    putredines prohibet in amaritudine sua

  2. #172
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    Standard AW: Wie der (Neo)kommunismus funktionieren könnte

    Zitat Zitat von John Donne
    Die "Diskussion" ist m.E. derart festgefahren, daß ihre Fortsetzung inhaltlich nicht lohnt.
    Endlich Einigkeit!

    Ich muß sagen, daß ihr euch als eines ehrwürdigen, wenn auch dunklen Lords unwürdig erwiesen habt, John Donne. Ich erkenne dir den Titel wieder ab. :2faces: Im Ernst, ich bin etwas enttäuscht von deinem billigen Abgang hier. Habe ich noch heroisch, wie es der ehrwürdige Kriegerkodex verlang, die wenigen positiven Aspekte an dir betont und begrenzte Eingeständnisse gemacht, erhebst du dich hier arrogant über mich und schiebst alle Ursachen für das letztliche Scheitern der Diskussion auf mich. Ich sage ja: Du hattest nie in Erwägung gezogen, selber den Kürzeren zu ziehen oder Eingeständnisse zu machen. Ein dementsprechend schlechter Verlierer bist du nun.

    Na ja, und das mit dem "Krieg"- ich bin halt Schriftsteller. Ich pepp den ganzen Mist mit gelegentlicher Theatralik etwas auf. Das kann natürlich etwas unseriös wirken, doch die Inhalte sprechen eine andere Sprache. Bin halt ein Freak- aber ein intelligenter! :]

    Na ja, deine letzten, abgesonderten Vorwürfe, sind natürlich grober Unfug. Ich zweifle diesen Staat auch in seiner theoretischen Basis an, doch das praktische Resultat ist noch weit erschreckender und wird natürlich ebenfalls kritisiert. Und ich weiß nicht, was daran falsch sein soll, darauf zu pochen, daß theoretische GRundsätze auch praktisch umgesetzt werden. Was nützt einem all die Theorie und all der Plan, wenn es nicht zum Tragen kommt? Insofern finde ich in der Tat, daß das Ergebnis letztlich am meisten zählt. Und ich habe wirklich genug, von dieser verlogenen Heuchlerpolitik!

    Falsch ist auch die Behauptung, ICH hätte kein theoretisches Modell. Nur, weil ich nicht komplett alles von Anderen nachplappere sondern mir auch selber Gedanken mache, heist das nicht, ich hätte keinen Plan. Du siehst mein Modell im Kopftext. Natürlich ginge es noch etwas detailierter, aber das Wichtigste wird dort zusammenfassend erläutert. Einiges ist konform mit dem klassischen Kommunismus; einiges wäre etwas anders. Und natürlich könnten ich oder Andere da auch noch kleine Ergänzungen einbringen, aber als grobe Grundrichtung bzw. grobe Zusammenfassung ist das Modell schon recht gut. Das kannst du gerne alles anders sehen- es juckt mich nicht. Ich stehe fest genug dahinter und habe es genug durchdacht, daß mich die oberflächliche Kritik eines Systempapageis nicht gleich umfallen läßt.

    Und so geht nun, Bürger John Donne! Ihr habt diese einst ruhmreiche Schlacht unrühmlich beendet- ganz im Gegensatz zu mir.

    Das wars jetzt für mich- es reicht auch erstmal. Ich werde wohl auf keinen Fall mehr reagieren, sollte noch eine Reaktion kommen- wenn ich durchhalte.

    Revolution until Solution! :su:
    Geändert von Redwing (13.04.2006 um 03:21 Uhr)

  3. #173
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    Standard AW: Wie der (Neo)kommunismus funktionieren könnte

    Zitat Zitat von Redwing
    Ich werd trotzdem noch mal nachforschen- aber im gemütlichen Tempo eines Kommunisten. :]
    Wie angekündigt, wenn auch etwas verspätet! Hier ist ein Link, der hoffentlich dauerhaft besteht:

    [Links nur für registrierte Nutzer]

    OK, hier ist von 40% und 365 Familien die Rede, doch auch diese Zahlen sind sehr aussagekräftig bez. der extremen, sich verstärkenden Gefälle und der damit einhergehenden Instabilität und Ungerechtigkeit des Systems.
    Würden die Zahlen übrigens nicht der Wahrheit entsprechen, so wären sie in der Zeitung wohl kaum unkommentiert veröffentlicht worden (nach unten scrollen). Das ist einfach Fakt, und es gibt sicher auch noch weitere Quellen.

    Nichtsdestotrotz werde ich nun den Abflug machen. Aber das war einfach ein unfinished Business- jetzt finished.:cool2:

    Revolution is Evolution!
    Geändert von Redwing (13.09.2006 um 05:47 Uhr)

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