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Thema: Wie könnte man für mehr Demokratie sorgen?

  1. #21
    Mitglied Benutzerbild von Deutscher Michel
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    Standard AW: Wie könnte man für mehr Demokratie sorgen?

    Zitat Zitat von Fenstergucker Beitrag anzeigen
    Ist ja alles schön und gut, aber geht in die falsche Richtung. Ich wollte eine Diskussion über meinen Ansatz. Ganz einfach, weil ich denke, daß die Parteipolitik das eigentliche Problem ist und die handelnden Personen, nicht die Parteien im Vordergrund stehen sollten.

    Könnten wir für jedes Staatsamt die entsprechenden Personen wählen, so mein Kalkül, müssten sich die Parteien - wenn sie ihre Leuten durchbringen wollen - entsprechend gute Kandidaten aufstellen. Die müssten, um wiedergewählt zu werden, für's Volk und nicht für die Partei arbeiten. Da wäre auch ein Verbot der Wiederwahl kontraproduktiv, weil ich denke, daß einer, der mal gewählt wurde, auch wiedergewählt werden will. Das funktioniert aber dann nicht, wenn er gegen das Volk arbeitet. Ein weiterer Vorteil wäre, daß auch kleine Parteien zum Zug kämen, wenn sie einen guten Kandidaten haben.
    Ich finde den Vorschlag gut und denke, ein erster richtiger Ansatz in diese Richtung wäre es, das Listenwahlrecht abzuschaffen. Dann wäre der Anreiz für die Parteien größer, Kandidaten aufzustellen, die bestimmte Kompetenzen für die Posten mitbringen und sie würden sicherlich damit werben, wenn erstmal eine Partei so vorgehen und nicht nur "hochgeschlafene" Parteisoldaten aufstellen würde. Außerdem würde man so totale Rohrkrepiererinnnen nicht quasi mitwählen müssen.

    Ein weiterer wichtiger Ansatz wäre, das Subsidiaritätsprinzip auch wirklich zu leben.

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    Im Moment ist es so, daß ich das Gefühl habe, daß immer mehr politische und juristische Gestaltung von EU- Institutionen, nationalen und internationalen Nicht- Regierungsorganisationen und Medien ausgeht. Demokratische Teilhabe für mich kann ich da immer weniger erkennen und diesen Eindruck würde die Einführung einer "Weltregierung" weiter verstärken.

    Ein großer Vorteil subsidiaritärer Strukturen wäre es, daß man durch die größere Nähe zu deutlich mächtigeren Politikern eine bessere demokratische Einflußnahme für den Einzelnen möglich wäre, wenn er sich dann quasi nur auf sein Fahrrad zu schwingen müßte, um denen mal richtig die Meinung zu geigen. Bei Frau von der Leyen gestaltet sich das für mich im Moment noch deutlich schwieriger...

    Wichtig und richtig ist in diesem Zusammenhang, daß in der Regel kompetentere Entscheidungen, die vor Ort von Leuten getroffen werden, die sich auskennen, besser sind, als die von irgendwelchen Bonzen, die tausende Kilometer entfernt sitzen.

    Weitere wichige Punkte wären die Zurückweisung von Frauenquoten, wie sie in mehreren Landesparlamenten gerade schleichend eingeführt werden und die Möglichkeit, Volksentscheide z.B. über eine Mindestanzahl an Unterschriften erzwingen zu können.

    Natürlich kann auch eine kluge Einwanderungspolitik zur Verbesserung der Demokratie beitragen, weil Leute mit gleicher oder ähnlicher Sozialisierung eher gute Kompromisse finden, als Leute, die aus sehr verschiedenen Kulturkreisen kommen.

    Zitat Zitat von Fenstergucker Beitrag anzeigen
    Nachteil ist wohl, daß man sich für Politik interessieren muß, weil jeder Minister, jeder Staatssekretär gewählt werden soll. Aber das kommt dann vielleicht von alleine .....
    Klar, das ist reine Theorie und wird so wohl niemals kommen, aber man wird ja davön träumen dürfen!
    Großes Interesse an Politik ist von der Obrigkeit leider nicht gewünscht und es wurde über die Rolle der Medien hier ja auch schon Einiges geschrieben.

    Weitere wichtige Punkte für das allgemeine Desinteresse sind meiner Meinung nach die Zerstörung des Bildungsideals und die Etablierung eines ungehemmten Hedonismus.
    "Zwischen dem Schwachen und dem Starken ist es die Freiheit, die unterdrückt, und das Gesetz, das befreit."

    Jean Baptiste Henri Lacordaire (1802-1861)

  2. #22
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    Standard AW: Wie könnte man für mehr Demokratie sorgen?

    Zitat Zitat von -jmw- Beitrag anzeigen
    Die verschiedenen direktgewählten Kandidaten würden unterschiedliche Programmatiken haben, müssten sich also zusammenraufen, quasi eine "Koalition" bilden, auf die man als Wähler auch wieder keinen Einfluss hätte. Was nützt es mir bspw., wenn mein Kandidat für's Wirtschaftsministerium gewinnt, dann aber seine und meine Politik nicht gegen das Finanz- und das Sozialministerium durchsetzen kann?
    In der Politik wird es immer nur den Weg des Kompromisses geben. Wenn die Regierenden aber ein bunt zusammengewürfelter Haufen sind und jeder die Wiederwahl im Hinterkopf hat, denke ich, daß mehr miteinander diskutiert wird und bessere Kompromisse getroffen werden, als wenn 2 Koalitionsparteien sich im "stillen Kämmerlein" auf etwas einigen. Wenn das dann auch noch Leute sind, die von ihrem jeweiligen Fach was verstehen, umso besser. Daß das sicherlich auch ein Umdenken in den Köpfen der Regierenden erfordert und vielleicht nicht sofort klappt, ist durchaus zu erwarten. Wenn der Wähler aber entsprechend bei den Wahlen oder schon in den Umfragen reagiert, hoffe ich auf den Selbsterhaltungstrieb der handelnden Personen.

    Auf jeden Fall verlieren so die Parteien an Macht und der absolute "Kadergehorsam" wäre nicht mehr opportun.
    Linke: da gibt es Leute, da fängst du mit Kopfschütteln an und hast am Ende ein Schleudertrauma

  3. #23
    zynischer Phlegmatiker Benutzerbild von Fenstergucker
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    Standard AW: Wie könnte man für mehr Demokratie sorgen?

    Zitat Zitat von Deutscher Michel Beitrag anzeigen
    Ich finde den Vorschlag gut und denke, ein erster richtiger Ansatz in diese Richtung wäre es, das Listenwahlrecht abzuschaffen. Dann wäre der Anreiz für die Parteien größer, Kandidaten aufzustellen, die bestimmte Kompetenzen für die Posten mitbringen und sie würden sicherlich damit werben, wenn erstmal eine Partei so vorgehen und nicht nur "hochgeschlafene" Parteisoldaten aufstellen würde. Außerdem würde man so totale Rohrkrepiererinnnen nicht quasi mitwählen müssen.
    Sehe ich auch so! Verschärfen könnte man das noch durch möglichst einfach durchsetzbare Abstimmungen über die handelnden Personen. Zum Beispiel eine Beurteilung des bisherigen Wirkens nach halber Amtszeit. Ist die vernichtend, könnte derjenige, der bei der Wahl Zweiter wurde, zum Zug kommen.

    Ein weiterer wichtiger Ansatz wäre, das Subsidiaritätsprinzip auch wirklich zu leben.

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    Im Moment ist es so, daß ich das Gefühl habe, daß immer mehr politische und juristische Gestaltung von EU- Institutionen, nationalen und internationalen Nicht- Regierungsorganisationen und Medien ausgeht. Demokratische Teilhabe für mich kann ich da immer weniger erkennen und diesen Eindruck würde die Einführung einer "Weltregierung" weiter verstärken.

    Ein großer Vorteil subsidiaritärer Strukturen wäre es, daß man durch die größere Nähe zu deutlich mächtigeren Politikern eine bessere demokratische Einflußnahme für den Einzelnen möglich wäre, wenn er sich dann quasi nur auf sein Fahrrad zu schwingen müßte, um denen mal richtig die Meinung zu geigen. Bei Frau von der Leyen gestaltet sich das für mich im Moment noch deutlich schwieriger...

    Wichtig und richtig ist in diesem Zusammenhang, daß in der Regel kompetentere Entscheidungen, die vor Ort von Leuten getroffen werden, die sich auskennen, besser sind, als die von irgendwelchen Bonzen, die tausende Kilometer entfernt sitzen.

    Weitere wichige Punkte wären die Zurückweisung von Frauenquoten, wie sie in mehreren Landesparlamenten gerade schleichend eingeführt werden und die Möglichkeit, Volksentscheide z.B. über eine Mindestanzahl an Unterschriften erzwingen zu können.

    Natürlich kann auch eine kluge Einwanderungspolitik zur Verbesserung der Demokratie beitragen, weil Leute mit gleicher oder ähnlicher Sozialisierung eher gute Kompromisse finden, als Leute, die aus sehr verschiedenen Kulturkreisen kommen.
    Bis zu einem gewissen Grad sehe ich das auch so. Aber ich denke, je weiter unten Entscheidungen gefällt werden, desto mehr Kontrolle braucht es. In Städten und Gemeinden müsste man verhindern, daß die Bürgermeister sich als "Ortskaiser" fühlen und selbstherrlich und teilweise sogar korrupt agieren. Das ist heutzutage leider gerade in den kleinen Gemeinden oft der Fall.


    Großes Interesse an Politik ist von der Obrigkeit leider nicht gewünscht und es wurde über die Rolle der Medien hier ja auch schon Einiges geschrieben.

    Weitere wichtige Punkte für das allgemeine Desinteresse sind meiner Meinung nach die Zerstörung des Bildungsideals und die Etablierung eines ungehemmten Hedonismus.
    So ist es! Aber bis zu einem gewissen Grad kommt das meiner Meinung nach auch vom Gefühl: "Das kann man eh nichrt ändern, die tun sowieso, was sie wollen!", also einer gewissen Resignation. Ich glaube, daß mehr Mitbestimmungsrechte auch mehr Interesse an der Politik nach sich ziehen würden. Nicht bei jedem, aber bei vielen ......
    Linke: da gibt es Leute, da fängst du mit Kopfschütteln an und hast am Ende ein Schleudertrauma

  4. #24
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    Standard AW: Wie könnte man für mehr Demokratie sorgen?

    Das kannst du auch anders erreichen. Man könnte nach Themen wählen. Eine nicht abgegebene Stimme zu einem Thema ist eine Enthaltung und wird automatisch aufgeteilt auf Pro/Contra.
    Beispiel: Soll Atomstrom in Deutschland abgeschafft werden?
    1. Grüne: Ja sicher, sofort und unmittelbar!
    2. SPD: Ja sicher, aber langsamer Austausch und Abschaltung.
    3.CDU: Ja sicher, aber dann Kohle.
    4. AfD: Nein, ausbauen.
    5.Linke: Ja, nach und nach durch Tretmühlen ersetzen.

    Gewählt wird nun:
    1. 10%
    2. 20%
    3. 20%
    4. 33%
    5. 5%

    Ergo wird Atomkraft abgeschaltet, die Mehrheit will dies in einem langsamen Prozess und daher sollten nun ALLE PARTEIEN VERPFLICHTET SEIN, dies umzusetzen, gemeinsam. Wer sich immer noch gegen die Abschaltung wehrt (ich habe plakativ die AfD genommen), der bekommt kein Geld mehr und bekommt eine Klage weil er gegen den Entscheid des Volkes agiert. So gibt es letztlich keine wirklichen Koalitionen mehr, vielmehr werden ALLE Parteien gezwungen den Willen des Volkes durchzusetzen. Stimmen werden verteilt nach: Partei und Positionierung des Themas (Pro hat hier gewonnen 1:1; Contra hat verloren also 1:2).

    Dann gibt es Entscheidungen, die unmittelbar getroffen werden müssen, die kann man nicht solidarisch per Abstimmung durchführen. Wie z.B. eine Schließung der Grenzen bei einer Pandamie . Dennoch besitzt das Volk das Mittel zum direkten Eingriff durch direkte Demokratie indem sie Entscheidungen anfechten kann wenn sich eine bestimmte Anzahl an Menschen findet die das unterschreibt.

    Usw. usf.

    Die Wiederwahl hängt dann vom Volkswillen ab, der Positionierung des Themas und nicht von Koalitionspartnern oder Eigeninteressen. Der Nachteil hingegen ist, wie so oft, dass man dafür ein cleveres Völkchen bräuchte und gleichzeitig beim Wählen nicht nur 2-3 Kreuze macht sondern ggf. (Zahl in den Raum geworfen) 50. Die Sachen die einen nicht interessieren oder von denen man keine Ahnung hat, kreuzt man nicht an.
    Und genau das ist die Krux, in der heutigen Zeit sind die Leute dermaßen blöde, die würden selbst dann ein Kreuz machen, wenn es sie gar nicht betrifft, nur um jemandem persönlich eins auszuwischen. Ohne zu verstehen wem sie damit schaden.

  5. #25
    zynischer Phlegmatiker Benutzerbild von Fenstergucker
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    Standard AW: Wie könnte man für mehr Demokratie sorgen?

    Zitat Zitat von Nietzsche Beitrag anzeigen
    Das kannst du auch anders erreichen. Man könnte nach Themen wählen. Eine nicht abgegebene Stimme zu einem Thema ist eine Enthaltung und wird automatisch aufgeteilt auf Pro/Contra.
    Beispiel: Soll Atomstrom in Deutschland abgeschafft werden?
    1. Grüne: Ja sicher, sofort und unmittelbar!
    2. SPD: Ja sicher, aber langsamer Austausch und Abschaltung.
    3.CDU: Ja sicher, aber dann Kohle.
    4. AfD: Nein, ausbauen.
    5.Linke: Ja, nach und nach durch Tretmühlen ersetzen.

    Gewählt wird nun:
    1. 10%
    2. 20%
    3. 20%
    4. 33%
    5. 5%

    Ergo wird Atomkraft abgeschaltet, die Mehrheit will dies in einem langsamen Prozess und daher sollten nun ALLE PARTEIEN VERPFLICHTET SEIN, dies umzusetzen, gemeinsam. Wer sich immer noch gegen die Abschaltung wehrt (ich habe plakativ die AfD genommen), der bekommt kein Geld mehr und bekommt eine Klage weil er gegen den Entscheid des Volkes agiert. So gibt es letztlich keine wirklichen Koalitionen mehr, vielmehr werden ALLE Parteien gezwungen den Willen des Volkes durchzusetzen. Stimmen werden verteilt nach: Partei und Positionierung des Themas (Pro hat hier gewonnen 1:1; Contra hat verloren also 1:2).

    Dann gibt es Entscheidungen, die unmittelbar getroffen werden müssen, die kann man nicht solidarisch per Abstimmung durchführen. Wie z.B. eine Schließung der Grenzen bei einer Pandamie . Dennoch besitzt das Volk das Mittel zum direkten Eingriff durch direkte Demokratie indem sie Entscheidungen anfechten kann wenn sich eine bestimmte Anzahl an Menschen findet die das unterschreibt.

    Usw. usf.

    Die Wiederwahl hängt dann vom Volkswillen ab, der Positionierung des Themas und nicht von Koalitionspartnern oder Eigeninteressen. Der Nachteil hingegen ist, wie so oft, dass man dafür ein cleveres Völkchen bräuchte und gleichzeitig beim Wählen nicht nur 2-3 Kreuze macht sondern ggf. (Zahl in den Raum geworfen) 50. Die Sachen die einen nicht interessieren oder von denen man keine Ahnung hat, kreuzt man nicht an.
    Und genau das ist die Krux, in der heutigen Zeit sind die Leute dermaßen blöde, die würden selbst dann ein Kreuz machen, wenn es sie gar nicht betrifft, nur um jemandem persönlich eins auszuwischen. Ohne zu verstehen wem sie damit schaden.
    Das wäre im Prinzip nichts anderes als eine Volksabstimmung. Wenn du die zu jedem Thema, das auf's Tapet kommt, machst, geht dann - fürchte ich - bald niemand mehr hin, weil das einfach zu viel wird. Man kann den Durchschnittsmichel zwar fordern, darf ihn aber nicht überfordern.
    Linke: da gibt es Leute, da fängst du mit Kopfschütteln an und hast am Ende ein Schleudertrauma

  6. #26
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    Standard AW: Wie könnte man für mehr Demokratie sorgen?

    Zitat Zitat von Nietzsche Beitrag anzeigen
    Das kannst du auch anders erreichen. Man könnte nach Themen wählen. Eine nicht abgegebene Stimme zu einem Thema ist eine Enthaltung und wird automatisch aufgeteilt auf Pro/Contra.
    Beispiel: Soll Atomstrom in Deutschland abgeschafft werden?
    1. Grüne: Ja sicher, sofort und unmittelbar!
    2. SPD: Ja sicher, aber langsamer Austausch und Abschaltung.
    3.CDU: Ja sicher, aber dann Kohle.
    4. AfD: Nein, ausbauen.
    5.Linke: Ja, nach und nach durch Tretmühlen ersetzen.

    Gewählt wird nun:
    1. 10%
    2. 20%
    3. 20%
    4. 33%
    5. 5%

    Ergo wird Atomkraft abgeschaltet, die Mehrheit will dies in einem langsamen Prozess und daher sollten nun ALLE PARTEIEN VERPFLICHTET SEIN, dies umzusetzen, gemeinsam. Wer sich immer noch gegen die Abschaltung wehrt (ich habe plakativ die AfD genommen), der bekommt kein Geld mehr und bekommt eine Klage weil er gegen den Entscheid des Volkes agiert. So gibt es letztlich keine wirklichen Koalitionen mehr, vielmehr werden ALLE Parteien gezwungen den Willen des Volkes durchzusetzen. Stimmen werden verteilt nach: Partei und Positionierung des Themas (Pro hat hier gewonnen 1:1; Contra hat verloren also 1:2).
    Demokratien weisen sich durch die vielfältigsten "Willensbildungen durch Mehrheitsbeschlüsse" aus!

    So ist bekanntermaßen das US-amerikanische Wahlsystem danach ausgerichtet, dass nach erreichen einer "qualifizierten" Mehrheit - wie z. B. bei der Präsidentenwahl - sämtliche Stimmen der Wahlmänner eines US-Bundesstaats auf den Kandidaten mit ebenjener Mehrheit fallen.

    Ist dieses aber nun wirklich als repräsentativ oder gar gerecht zu bezeichnen? Darüber sind sich nicht nur Politologen seit Jahrzehnten uneins.

    Genauso verhält es sich mit einem ganz anderen Demokratie-Modell: Willensbildung durch gewichtete Stimmen oder auch Stimmen einer selektierten, privilegierten Wählerschaft. Das heutzutage präferierte "One man, one vote"-Modell ist mitnichten als alleinig signifikant für den Demokratienachweis zu betrachten! Nach dem "One man, one vote"-Verständnis wären die USA in den ersten 150 Jahren alles Andere als eine Demokratie gewesen!
    Mit Kraft durch Freude Rettung vor der Erlösung!

  7. #27
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    Standard AW: Wie könnte man für mehr Demokratie sorgen?

    Zitat Zitat von Fenstergucker Beitrag anzeigen
    Das wäre im Prinzip nichts anderes als eine Volksabstimmung. Wenn du die zu jedem Thema, das auf's Tapet kommt, machst, geht dann - fürchte ich - bald niemand mehr hin, weil das einfach zu viel wird. Man kann den Durchschnittsmichel zwar fordern, darf ihn aber nicht überfordern.
    Wenn du Koalitionen zulässt bekommen wir genau das, was wir jetzt haben. Wofür dann eine Änderung? Von mir aus nenn es Volksabstimmung, dann brauchen wir nicht mehr alle 4 Jahre wählen sondern 2 mal im Jahr zu 10 Themen. Wäre in jedem Fall demokratischer als jetzt....

    Der soll nicht überfordert werden, er muss ja nicht abstimmen zu Themen die ihn nicht betreffen. Ihm seine Stimme aberkennen weil er nicht betroffen ist, ist aber ebenso der falsche Weg. Wie geschrieben, wir haben ganz einfach kein "Personal" mehr, welches die Zusammenhänge erkennen könnte. Der Bürger ist nicht mehr zurechnungsfähig, gerade dann nicht wenn er wieder die Merkel und die Grünen wählt...

    Zitat Zitat von amendment Beitrag anzeigen
    ....
    Deswegen sollen die Leute ja auch das Thema wählen, und nicht die Person. Die Person oder die Partei die das ausführt sind unsere Staatsdiener und haben ansich überhaupt kein Gesicht. Lass es mich so formulieren: von mir aus können dort 50 000 Personen gesichtslos für 84 Mio. Bürger handeln wenn sie nach dem o.g. Prinzip von mir gewählt sind, als 84 Mio. gesichtslose Menschen im Land und 50 000 Personen die meinen, sie würden für die 84 Mio. sprechen, obwohl sie bei Koalitionen keinen einzigen Punkt davon halten müssen, was sie vor der Wahl versprochen haben.

  8. #28
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    Standard AW: Wie könnte man für mehr Demokratie sorgen?

    Zitat Zitat von Nietzsche Beitrag anzeigen
    Wenn du Koalitionen zulässt bekommen wir genau das, was wir jetzt haben. Wofür dann eine Änderung? Von mir aus nenn es Volksabstimmung, dann brauchen wir nicht mehr alle 4 Jahre wählen sondern 2 mal im Jahr zu 10 Themen. Wäre in jedem Fall demokratischer als jetzt....

    Der soll nicht überfordert werden, er muss ja nicht abstimmen zu Themen die ihn nicht betreffen. Ihm seine Stimme aberkennen weil er nicht betroffen ist, ist aber ebenso der falsche Weg. Wie geschrieben, wir haben ganz einfach kein "Personal" mehr, welches die Zusammenhänge erkennen könnte. Der Bürger ist nicht mehr zurechnungsfähig, gerade dann nicht wenn er wieder die Merkel und die Grünen wählt...


    Deswegen sollen die Leute ja auch das Thema wählen, und nicht die Person. Die Person oder die Partei die das ausführt sind unsere Staatsdiener und haben ansich überhaupt kein Gesicht. Lass es mich so formulieren: von mir aus können dort 50 000 Personen gesichtslos für 84 Mio. Bürger handeln wenn sie nach dem o.g. Prinzip von mir gewählt sind, als 84 Mio. gesichtslose Menschen im Land und 50 000 Personen die meinen, sie würden für die 84 Mio. sprechen, obwohl sie bei Koalitionen keinen einzigen Punkt davon halten müssen, was sie vor der Wahl versprochen haben.
    Nun, in diesem Punkt gehen unsere Meinungen wohl auseinander.

    Also ich finde es gar nicht erstrebenswert, Politik von einer gesichtslosen, austauschbaren Technokraten-Kaste umsetzen zu lassen. Zur Politik gehören Herz - und ein Gesicht!

    Ich will einen Politikertypus, der mit Herzblut und Enthusiasmus seine politischen Ziele und Ideale vertritt. Ich will den Politiker als vorbildhaften, charismatischen Führer.

    Ich will nicht den fleißigen, aber gleichsam hanseatisch-bescheidenen, "farblosen" Bürokraten-Typus eines Olaf Scholz.
    Mit Kraft durch Freude Rettung vor der Erlösung!

  9. #29
    AfD, was denn sonst ?! Benutzerbild von Bruddler
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    Standard AW: Wie könnte man für mehr Demokratie sorgen?

    Zitat Zitat von amendment Beitrag anzeigen
    Nun, in diesem Punkt gehen unsere Meinungen wohl auseinander.

    Also ich finde es gar nicht erstrebenswert, Politik von einer gesichtslosen, austauschbaren Technokraten-Kaste umsetzen zu lassen. Zur Politik gehören Herz - und ein Gesicht!

    Ich will einen Politikertypus, der mit Herzblut und Enthusiasmus seine politischen Ziele und Ideale vertritt. Ich will den Politiker als vorbildhaften, charismatischen Führer.

    Ich will nicht den fleißigen, aber dennoch hanseatisch-bescheidenen, "farblosen" Bürokraten-Typus eines Olaf Scholz.
    In einer Demokratie sollte es zumind. ein ausgewogenes Verhältnis in der "Volksvertreterschaft" geben.
    Warum gibt es für einfache Arbeiter o.ä. noch immer keine Quotenregelung ?!
    Warum werden wir immer noch und fast ausschl. von Beamten u. Selbstständigen regiert ?!
    https://www.politikforen.net/attachment.php?attachmentid=68193&d=1588598021

  10. #30
    Mitglied Benutzerbild von Kaktus
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    Standard AW: Wie könnte man für mehr Demokratie sorgen?

    Zitat Zitat von Deutscher Michel Beitrag anzeigen
    Ich finde den Vorschlag gut und denke, ein erster richtiger Ansatz in diese Richtung wäre es, das Listenwahlrecht abzuschaffen. Dann wäre der Anreiz für die Parteien größer, Kandidaten aufzustellen, die bestimmte Kompetenzen für die Posten mitbringen und sie würden sicherlich damit werben, wenn erstmal eine Partei so vorgehen und nicht nur "hochgeschlafene" Parteisoldaten aufstellen würde. Außerdem würde man so totale Rohrkrepiererinnnen nicht quasi mitwählen müssen.

    Ein weiterer wichtiger Ansatz wäre, das Subsidiaritätsprinzip auch wirklich zu leben.

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    Im Moment ist es so, daß ich das Gefühl habe, daß immer mehr politische und juristische Gestaltung von EU- Institutionen, nationalen und internationalen Nicht- Regierungsorganisationen und Medien ausgeht. Demokratische Teilhabe für mich kann ich da immer weniger erkennen und diesen Eindruck würde die Einführung einer "Weltregierung" weiter verstärken.

    Ein großer Vorteil subsidiaritärer Strukturen wäre es, daß man durch die größere Nähe zu deutlich mächtigeren Politikern eine bessere demokratische Einflußnahme für den Einzelnen möglich wäre, wenn er sich dann quasi nur auf sein Fahrrad zu schwingen müßte, um denen mal richtig die Meinung zu geigen. Bei Frau von der Leyen gestaltet sich das für mich im Moment noch deutlich schwieriger...

    Wichtig und richtig ist in diesem Zusammenhang, daß in der Regel kompetentere Entscheidungen, die vor Ort von Leuten getroffen werden, die sich auskennen, besser sind, als die von irgendwelchen Bonzen, die tausende Kilometer entfernt sitzen.

    Weitere wichige Punkte wären die Zurückweisung von Frauenquoten, wie sie in mehreren Landesparlamenten gerade schleichend eingeführt werden und die Möglichkeit, Volksentscheide z.B. über eine Mindestanzahl an Unterschriften erzwingen zu können.

    Natürlich kann auch eine kluge Einwanderungspolitik zur Verbesserung der Demokratie beitragen, weil Leute mit gleicher oder ähnlicher Sozialisierung eher gute Kompromisse finden, als Leute, die aus sehr verschiedenen Kulturkreisen kommen.



    Großes Interesse an Politik ist von der Obrigkeit leider nicht gewünscht und es wurde über die Rolle der Medien hier ja auch schon Einiges geschrieben.

    Weitere wichtige Punkte für das allgemeine Desinteresse sind meiner Meinung nach die Zerstörung des Bildungsideals und die Etablierung eines ungehemmten Hedonismus.
    Die Demokratie ist in D mMn ein totgerittenes Pferd. Was haben wir? Korrupte Politiker bis ins Mark, Wahlfälschungen, Listenwahlrecht. Das verdient den Namen "Demokratie" nicht mehr. Das müßte in D völlig neu aufgesetzt werden und ca. 80% der derzeitigen Politiker müßten aus ihren Ämtern entfernt werden. Das sollte kein Problem sein, denn die gesamte "BRD" ist ein Riesenschwindel und wird nicht mehr lange existieren. Das Gefasel vom "souveränen Staat", das Manche abgelassen haben, ist völliger Unsinn. Die BRD oder besser: BRiD ist weder ein Staat, noch souverän, sondern eine NGO mit US-Gebrauchsanweisung (GG). So langsam sollten doch Alle die Rede von Carlo Schmidt 1948 gehört haben. Hier zur Erinnerung:
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    An diesen Fakten hat sich bis heute nichts geändert und solange das so ist, wird sich auch nichts ändern.
    Deutschland ist nicht mehr mein Land - Merkel + den dt. Volksvertretern sei Dank!
    GG 20,2 !!! - Immer dran denken:
    youtube.com/watch?v=f5PMX_FzRzw
    Die Großen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen - F. Schiller. Mi casa es tu casa". Nee, denkste. Raus!
    EU: Wattzahl bei Staubsaugern zum Strom sparen senken, aber E-Autos pushen. Genau mein Humor!

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