[Links nur für registrierte Nutzer]

Gastkommentar von Hugo Müller-VoggGrüne wollen Rassismus in eigenen Reihen bekämpfen - doch ihr Plan hat Schwächen
Wenn die Grünen so weiter machen, dann bin ich gespannt, wie das endet.

Viel wirkungsvoller als alle Satzungsänderungen wäre es, wenn eine Reihe von grünen Bundestagsabgeordneten auf ihre Listenplätze zugunsten von Vertretern angeblich unterrepräsentierter Gruppen verzichteten. Wenn es in jedem der 16 Bundesländer wenigstens einen solchen Rückzug gäbe, wäre die nächste Grünen-Fraktion noch viel diverser als die derzeitige. Das wird so aber nicht kommen, weil auch die Grünen-Abgeordneten Menschen sind, also auf Macht und Einfluss nur ungern verzichten – nicht einmal aus noch so edlen Motiven. Deshalb werden die Grünen "diversitätspolitische Sprecher*innen" installieren. Denn das fällt allemal leichter als Mandatsverzichte.

Das alles reicht der "Arbeitsgemeinschaft Vielfalt" innerhalb der Partei jedoch nicht. Sie will das Parteistatut in Richtung mehr Diversität ändern. Menschen schwarzer Hautfarbe, Homosexuelle, Behinderte und Nicht-Akademiker sollen bei den Grünen künftig bessere Chancen haben. Deshalb soll es im Bundesvorstand künftig neben der frauenpolitischen Sprecherin auch "eine*n diversitätspolitische*n Sprecher*in" geben. Vor allem soll die Zusammensetzung der Vorstände und Fraktionen regelmäßig mit Blick auf ihre "Diversität" untersucht werden. Mehr Vielfalt heißt die interne Parole, von der Parteichef Robert Habeck ganz begeistert ist: "Wir werden die bessere Repräsentanz als Partei mit Hochdruck vorantreiben," versprach er.
Leser schreiben:

Man blickt auf sich selbst und sagt: Wir, die Grünen, wir sind doch die Guten so „Anti-Rassismus-Trainerin“ Toupoka Ogette. Geht es um Abtreibung, so wollen ausgerechnet „Die Guten“ den Paragrafen 218 kippen und Schwangerschaftsabbrüche insgesamt legalisieren. Deutschland glänzt mit durchschnittlich 100.000 Abtreibungen pro Jahr, gigantische 1.000.000 Abtreibungen in 10 Jahren. Die selbsternannten „Guten“ manchen sich stark für alle nur erdenklichen "diskriminierten Gruppen", von manchen hat man noch nie gehört das es solche überhaupt gibt. Nur die wehrlosesten der Wehrlosen finden bei uns im derzeit noch relativ reichen Deutschland ausgerechnet in den Reihen „Der Guten“ ihre größten Gegner.
Da sollen sie mal machen, mal sehen, was übrig bleibt.