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Thema: Weltweite Entwicklungen und wer dreht am Rad und weshalb?

  1. #1
    Qouwat-e-Akhouwat-e-Awam Benutzerbild von Rumpelstilz
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    Standard Weltweite Entwicklungen und wer dreht am Rad und weshalb?

    Ich habe ja jetzt in letzter Zeit hier im HPF schon mehrfach die Frage gestellt, wieso der sog. "Westen" sich in den letzten Jahrzehnten selbst demontiert hat. Bisher habe ich noch keine einzige Antwort dazu bekommen.

    Die Frage ist auch im Falle BRD ganz konkret. Wenn es in diesem Land so Dinge gibt wie VDE-Normen, Arbeitnehmerrechte usw., also alles ganz toll ist und wunderbar durchorganisiert, wieso wandert dann die Industrie in Scharen ab in Länder, wo es das alles nicht gibt. Haben sie denn keine Angst, dass ohne VDE-Normen ihnen die Fabrikhalle abbrennt oder ohne Arbeitnehmerrechte die Arbeiter streiken oder gar die Maschinen stürmen oder zumindest sabotieren?

    Führt man im Falle BRD nun berechtigterweise die Rolle des Kriegsverlierers an und dass die BRD vielleicht solche Entscheidungen gar nicht eigenmächtig fällen darf, so bleiben dann dennoch Beispiele wie Frankreich oder Grossbritannien. Wieso dümpeln denn diese alliierten Siegermächte in ähnlicher Weise wie die BRD dahin? Wieso verlagert denn auch die USA ganze Industriezweige ins Ausland. Zwingt die jemand dazu und wenn ja, wer und weshalb? Und wenn sie keiner zwingt, wieso machen sie das?

    Interessant ist auch, einmal das Wirtschaftswachstum der Länder weltweit zu vergleichen: [Links nur für registrierte Nutzer]. Gemäss der ersten Tabelle dort ist die BRD auf Position 161 bei insgesamt 192 Ländern.

    Sicher haben die Ärmsten mehr aufzuholen als die Reichsten und es ist auch einfacher, wenn es nur um Prozente geht, aber wieso war das denn früher noch anders?

    Und ich zitiere einmal folgenden Beitrag rein zufällig und stellvertretend für viele andere, ähnliche Beiträge, die irgendwie ein Bild aus vergangenen Zeiten zeichnen und daran festhalten wollen.

    Zitat Zitat von Rhino Beitrag anzeigen
    Ich vermute mal die werden pro Stunde bezahlt und es gibt keine eindeutigen Projektziele fuer diese Arbeiten. Oder der Vorarbeiter, der letztendlich fuer die Leistung da verantwortlich ist, ist nicht vor Ort. Dann tun die so als waeren die beschaeftigt, falls doch einer zuguckt.

    Wers nicht glaubt, kann sich ja mal in Afrika umschauen was da so die handwerklichen Errungenschaften sind. Mauern sind selten gerade gezogen, mit der Abarbeitung ist das so einer Sache. Fuer einfache, einstoeckige Gebaeude reicht das, aber was da rueber hinausgeht ist nicht so toll.

    Grund duerfte sein, dass Haeuser doch fuer Frauen sind und man eigentlich einem nomadischen Lebensstil anhaengt. Da Frauen nicht viel zaehlen, braucht das auch nicht so den Aufwand. Und warum viel Arbeit in was reinstecken, wenn man es eh nur ein paar Jahre benutzen will. Ausserdem beansprucht das das Nachdenken ueber Loesungen und Verbesserung von Methoden. Nicht so deren Ding.
    Schon in diesem Video über Burkina Faso sieht man in den ersten Minuten eigentlich keine schiefen Mauern. Vielleicht im späteren Teil des Videos, wo wirkliche Lehmhütten in dörflicher Umgebung gezeichnet werden.



    Aber auch in dieser dörflichen Umgebung sieht man nicht, wie häufig kolportiert, dass "alle Welt dort Hunger leidet".

    Interessant ist auch der Fahrzeugbestand in Afrika. Hier in diesem Video über Kinshasa im Kongo sieht man ab Minute 16:25, wo der filmende Wagen einen Sattelschlepper mit Tropenhölzern rechts überholt und dann minutenlang hinter dem Kleinbus hinterher fährt, an dem zwei Männer hinten dran hängen, dass es sowohl recht viele Handkarren auf der Strasse gibt, aber kaum ein altes Auto, welches man als Klapperkarre bezeichnen könnte.



    Dasselbe in Luanda, Angola. Hier ein Video aus einem sog. "Musseque", wo die Einwohner selbst wohl gar kein Auto haben, aber die abgestellten Autos in Minute 02:18 sehen keinesfalls alt aus.



    Das Gleiche hier in diesem Video, wo viele Autos am Strassenrand stehen.



    Ich habe jetzt einmal ganz bewusst die besseren Viertel weggelassen, die es natürlich auch gibt.



    Nur der Gutmensch mit Helfersyndrom vermutet nämlich in Afrika noch die hungernden Menschen, die traurig vor ihrer Lehmhütte sitzen. Der Benutzer Blaz hat dazu eine gute Karikatur gepostet: [Links nur für registrierte Nutzer].

    Afrika als Beispiel bringe ich also, weil das eigentlich das unterste Niveau ist, bevor hier wieder Rabulistiker alles relativieren und zerreden wollen. Ist bei Afrika (anstatt Asien oder Lateinamerika) sicher am schwersten.


    Und nun noch einmal die bisher unbeantwortete Eingangsfrage: was geht da ab weltweit? Es geht also zuerst einmal darum, die Veränderungen wahrzunehmen, und dann darum, zu versuchen zu verstehen, was die Gründe dafür sein könnten.
    Geändert von Rumpelstilz (05.10.2020 um 15:45 Uhr) Grund: vergessenes Video eingefügt
    "Und wenn wir es nicht mehr erleben werden, Vater, so wissen wir doch eins, dass es die nach uns erleben werden, nicht? Und das ist doch auch ein Trost."
    (aus dem Film 'Heimkehr', 1941)


    Der neue Slogan der Regierung
    (resolución ministerial N° 113-2018-pcm, Lima, 26 de abril de 2018)

  2. #2
    Selberdenker Benutzerbild von FranzKonz
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    Standard AW: Weltweite Entwicklungen und wer dreht am Rad und weshalb?

    Zitat Zitat von Rumpelstilz Beitrag anzeigen
    ...
    Gemäss der ersten Tabelle dort ist die BRD auf Position 161 bei insgesamt 192 Ländern.
    ...
    Für mich persönlich kann ich die Frage beantworten: Ich habe keinen Bock, das BIP zu steigern, wenn meine Regierung mit vollen Händen rausschmeißt, was ich erwirtschafte.
    „Die Windflügel sind Sakralbauten für ein neues Glaubensbekenntnis.“ (Hans-Werner Sinn)

  3. #3
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    Standard AW: Weltweite Entwicklungen und wer dreht am Rad und weshalb?

    Zitat Zitat von Rumpelstilz Beitrag anzeigen
    Ich habe ja jetzt in letzter Zeit hier im HPF schon mehrfach die Frage gestellt, wieso der sog. "Westen" sich in den letzten Jahrzehnten selbst demontiert hat. Bisher habe ich noch keine einzige Antwort dazu bekommen.

    Die Frage ist auch im Falle BRD ganz konkret. Wenn es in diesem Land so Dinge gibt wie VDE-Normen, Arbeitnehmerrechte usw., also alles ganz toll ist und wunderbar durchorganisiert, wieso wandert dann die Industrie in Scharen ab in Länder, wo es das alles nicht gibt. Haben sie denn keine Angst, dass ohne VDE-Normen ihnen die Fabrikhalle abbrennt oder ohne Arbeitnehmerrechte die Arbeiter streiken oder gar die Maschinen stürmen oder zumindest sabotieren?

    Führt man im Falle BRD nun berechtigterweise die Rolle des Kriegsverlierers an und dass die BRD vielleicht solche Entscheidungen gar nicht eigenmächtig fällen darf, so bleiben dann dennoch Beispiele wie Frankreich oder Grossbritannien. Wieso dümpeln denn diese alliierten Siegermächte in ähnlicher Weise wie die BRD dahin? Wieso verlagert denn auch die USA ganze Industriezweige ins Ausland. Zwingt die jemand dazu und wenn ja, wer und weshalb? Und wenn sie keiner zwingt, wieso machen sie das?

    Interessant ist auch, einmal das Wirtschaftswachstum der Länder weltweit zu vergleichen: [Links nur für registrierte Nutzer]. Gemäss der ersten Tabelle dort ist die BRD auf Position 161 bei insgesamt 192 Ländern.

    Sicher haben die Ärmsten mehr aufzuholen als die Reichsten und es ist auch einfacher, wenn es nur um Prozente geht, aber wieso war das denn früher noch anders?

    Und ich zitiere einmal folgenden Beitrag rein zufällig und stellvertretend für viele andere, ähnliche Beiträge, die irgendwie ein Bild aus vergangenen Zeiten zeichnen und daran festhalten wollen.


    Schon in diesem Video über Burkina Faso sieht man in den ersten Minuten eigentlich keine schiefen Mauern. Vielleicht im späteren Teil des Videos, wo wirkliche Lehmhütten in dörflicher Umgebung gezeichnet werden.

    Aber auch in dieser dörflichen Umgebung sieht man nicht, wie häufig kolportiert, dass "alle Welt dort Hunger leidet".

    Interessant ist auch der Fahrzeugbestand in Afrika. Hier in diesem Video über Kinshasa im Kongo sieht man ab Minute 16:25, wo der filmende Wagen einen Sattelschlepper mit Tropenhölzern rechts überholt und dann minutenlang hinter dem Kleinbus hinterher fährt, an dem zwei Männer hinten dran hängen, dass es sowohl recht viele Handkarren auf der Strasse gibt, aber kaum ein altes Auto, welches man als Klapperkarre bezeichnen könnte.



    Dasselbe in Luanda, Angola. Hier ein Video aus einem sog. "Musseque", wo die Einwohner selbst wohl gar kein Auto haben, aber die abgestellten Autos in Minute 02:18 sehen keinesfalls alt aus.



    Das Gleiche hier in diesem Video, wo viele Autos am Strassenrand stehen.



    Ich habe jetzt einmal ganz bewusst die besseren Viertel weggelassen, die es natürlich auch gibt.



    Nur der Gutmensch mit Helfersyndrom vermutet nämlich in Afrika noch die hungernden Menschen, die traurig vor ihrer Lehmhütte sitzen. Der Benutzer Blaz hat dazu eine gute Karikatur gepostet: [Links nur für registrierte Nutzer].

    Afrika als Beispiel bringe ich also, weil das eigentlich das unterste Niveau ist, bevor hier wieder Rabulistiker alles relativieren und zerreden wollen. Ist bei Afrika (anstatt Asien oder Lateinamerika) sicher am schwersten.


    Und nun noch einmal die bisher unbeantwortete Eingangsfrage: was geht da ab weltweit? Es geht also zuerst einmal darum, die Veränderungen wahrzunehmen, und dann darum, zu versuchen zu verstehen, was die Gründe dafür sein könnten.
    Die westliche Welt zeichnete sich schon immer durch radikale Selbstkritik aus...um zu...wenn nötig ...harten Änderungen zu kommen.Die Chinesen machen das eher intern.Aber ob ihr momentaner "Erfolg" sich kontinuierlich fortsetzt, ist noch gar nicht sicher.Auch die Inder sind noch lange nicht soweit.Übrigens haben die Hochhäuser in Burkina Faso wohl Indonesier oder Philippinos gebaut...so wie die Luftwaffen afrikanischer Staaten von Franzosen oder US-Amerikanern/Russen gemanagt werden.Die Afrikaner können dafür gut improvisieren...sprich...gerade so überleben...
    Pommes frites-Belgisches Weltkulturerbe

  4. #4
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    Standard AW: Weltweite Entwicklungen und wer dreht am Rad und weshalb?

    Zitat Zitat von FranzKonz Beitrag anzeigen
    Für mich persönlich kann ich die Frage beantworten: Ich habe keinen Bock, das BIP zu steigern, wenn meine Regierung mit vollen Händen rausschmeißt, was ich erwirtschafte.
    Vielleicht hast Du einen schlechten Steuerberater !?
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  5. #5
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    Standard AW: Weltweite Entwicklungen und wer dreht am Rad und weshalb?

    Zitat Zitat von Rumpelstilz Beitrag anzeigen
    Ich habe ja jetzt in letzter Zeit hier im HPF schon mehrfach die Frage gestellt, wieso der sog. "Westen" sich in den letzten Jahrzehnten selbst demontiert hat. Bisher habe ich noch keine einzige Antwort dazu bekommen.
    ....
    Eigentlich gibt es da traurigerweise nur eine plausible Antwort. Forschung und Neuentwicklung zeigen nur in Diktaturen schnell Ergebnisse. Getoppt wird das nur noch wenn sich diese im Notstand (Krieg, Seuche etc.) befinden. Das ist auch leicht zu begründen. Zielvorgabe steht - Bedenkenträger haben nichts zu melden. Dazu fließt ausreichend Geld und die Unterstützung auf allen Ebenen ist gesichert.

    Nur mal als Beispiel: der LADA wird ja immer belächelt. Aber wenns knallt würde ich mich lieber mit einem LADA auf die Flucht machen als mit einem Mercedes G. Den LADA kann ich zur Not mit einer Kombizange und einem 17-Schlüssel repaieren. Für den G brauche ich ein Diagnose-Tool.

    In westlichen Demokratien punkten eigentlich nur "spaßige" Entwicklungen. Traurig aber wahr.

  6. #6
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    Standard AW: Weltweite Entwicklungen und wer dreht am Rad und weshalb?

    Zitat Zitat von BrüggeGent Beitrag anzeigen
    Die westliche Welt zeichnete sich schon immer durch radikale Selbstkritik aus...um zu...wenn nötig ...harten Änderungen zu kommen.Die Chinesen machen das eher intern.Aber ob ihr momentaner "Erfolg" sich kontinuierlich fortsetzt, ist noch gar nicht sicher.Auch die Inder sind noch lange nicht soweit.Übrigens haben die Hochhäuser in Burkina Faso wohl Indonesier oder Philippinos gebaut...
    Das ist ja wohl das unwichtigste Detail. Wer war denn früher auf Baustellen in der BRD? Zuerst irgendwelche "Südländer" europäischer Herkunft, und dann später auch noch aussereuropäischer Herkunft. Ist doch egal, wer etwas gebaut hat. Hauptsache, man kann und auch darf es nutzen ...

    Zitat Zitat von BrüggeGent Beitrag anzeigen
    [...] Die Afrikaner können dafür gut improvisieren...sprich...gerade so überleben...
    Das können sie anscheinend recht gut, wenn man sich den Fahrzeugbestand so ansieht. Sicher ist das "ungleichmässig verteilter Wohlstand", wie ein linksgrüner BRD-ler sofort bemerken wird, aber es geht hier um die Tendenz, die Entwicklung.

    Wenn man dann noch die verstärkten Bemühungen um das Fahrradfahren in der BRD kritisch "hinterfragt", dann ist das auch eine Tendenz. Und hier greife ich einmal einen schönen Satz aus einer Diskussion zwischen Schotten und Engländern auf: "Wenn man schon in einem Dritte-Welt-Land lebt, dann sollte es wenigstens ein angenehmes Klima haben" ...


    Und gibt es ansonsten auch noch Meldungen zum eigentlichen Thema?
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  7. #7
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    Standard AW: Weltweite Entwicklungen und wer dreht am Rad und weshalb?

    Zitat Zitat von Deutschmann Beitrag anzeigen
    Eigentlich gibt es da traurigerweise nur eine plausible Antwort. Forschung und Neuentwicklung zeigen nur in Diktaturen schnell Ergebnisse. Getoppt wird das nur noch wenn sich diese im Notstand (Krieg, Seuche etc.) befinden. Das ist auch leicht zu begründen. Zielvorgabe steht - Bedenkenträger haben nichts zu melden. Dazu fließt ausreichend Geld und die Unterstützung auf allen Ebenen ist gesichert.

    Nur mal als Beispiel: der LADA wird ja immer belächelt. Aber wenns knallt würde ich mich lieber mit einem LADA auf die Flucht machen als mit einem Mercedes G. Den LADA kann ich zur Not mit einer Kombizange und einem 17-Schlüssel repaieren. Für den G brauche ich ein Diagnose-Tool.

    In westlichen Demokratien punkten eigentlich nur "spaßige" Entwicklungen. Traurig aber wahr.
    Zählst Du das Internet zu den "spaßigen Entwicklungen" und den LADA zu den "ernsthaften"?
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  8. #8
    Selberdenker Benutzerbild von FranzKonz
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    Standard AW: Weltweite Entwicklungen und wer dreht am Rad und weshalb?

    Zitat Zitat von BrüggeGent Beitrag anzeigen
    Vielleicht hast Du einen schlechten Steuerberater !?
    Nein.
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  9. #9
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    Standard AW: Weltweite Entwicklungen und wer dreht am Rad und weshalb?

    Zitat Zitat von Deutschmann Beitrag anzeigen
    Eigentlich gibt es da traurigerweise nur eine plausible Antwort. Forschung und Neuentwicklung zeigen nur in Diktaturen schnell Ergebnisse. Getoppt wird das nur noch wenn sich diese im Notstand (Krieg, Seuche etc.) befinden. Das ist auch leicht zu begründen. Zielvorgabe steht - Bedenkenträger haben nichts zu melden. Dazu fließt ausreichend Geld und die Unterstützung auf allen Ebenen ist gesichert.

    Nur mal als Beispiel: der LADA wird ja immer belächelt. Aber wenns knallt würde ich mich lieber mit einem LADA auf die Flucht machen als mit einem Mercedes G. Den LADA kann ich zur Not mit einer Kombizange und einem 17-Schlüssel repaieren. Für den G brauche ich ein Diagnose-Tool.

    In westlichen Demokratien punkten eigentlich nur "spaßige" Entwicklungen. Traurig aber wahr.
    Auch die Briten hatten ja auch nach dem 2. WK noch eine Halbleiterindustrie. Interessanterweise hat auch die dt. Wikipedia keinen direkten Eintrag zu Plessey und auch die engl. Wikipedia ist nicht ausführlich. Selbst die DDR hatte noch eine Halbleiterindustrie und um das Jahr 2000 wollte man auch noch bei Frankfurt/Oder eine Chip-Fabrik bauen. Ich war mir aber schon damals ziemlich sicher, dass es nur beim Wollen bleibt.

    In meiner Jugend galt auch noch das Narrativ, dass es gar nicht stört, wenn Japaner und Chinesen etwas kopieren, weil die Europäer dann schon wieder etwas Neues in der Zeit entwickeln. Irgendwer schien dann aber wohl zu meinen, dass es jetzt genug sei mit der technologischen Entwicklung.
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  10. #10
    Selberdenker Benutzerbild von FranzKonz
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    Standard AW: Weltweite Entwicklungen und wer dreht am Rad und weshalb?

    Zitat Zitat von BrüggeGent Beitrag anzeigen
    Zählst Du das Internet zu den "spaßigen Entwicklungen" und den LADA zu den "ernsthaften"?
    Kannst Du mit dem Internet einen Acker pflügen?
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