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Thema: Messenger-Apps:Ein guter Zeitpunkt, Whatsapp Lebewohl zu sagen

  1. #141
    „Ich liebe – Ich liebe doch alle – alle Menschen – Na ich liebe doch – Ich setze mich doch dafür ein.“ Benutzerbild von Bolle
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    Standard AW: Messenger-Apps:Ein guter Zeitpunkt, Whatsapp Lebewohl zu sagen

    Registrierungspflicht bei Messengern: Ein Fest für Facebook

    Das Innenministerium möchte, dass Nut*ze*r:in*nen von WhatsApp & Co sich künftig registrieren sollen. Es wäre das Ende der digitalen Anonymität.



    Vom CSU-geführten Innenministerium ist man ja mittlerweile rechtsstaatlich fragwürdige Positionen gewohnt. Für Vorratsdatenspeicherung, gegen Verschlüsselung, und wenn Innenminister Horst Seehofer könnte, hätte er wahrscheinlich auch nichts dagegen, die Sicherheitsbehörden mit einer größeren Zahl an Drohnen auszustatten, um diese ab und an anlasslos patrouillieren zu lassen.
    Aber ein neuer Forderungskatalog aus dem Hause Seehofer, auf den zuerst der auf Datenschutz und Anonymität fokussierte [Links nur für registrierte Nutzer] und den [Links nur für registrierte Nutzer] hat, sorgt dann doch für einen Ist-das-eigentlich-schon-der-1.-April-Moment. Darin steht nämlich unter anderem: Menschen, die Messenger- oder E-Mail-Dienste nutzen, sollen sich dort registrieren müssen. Mit Name, Anschrift und Geburtsdatum. Und mit einer Verifikation derselben per Ausweis. Kurze Pause, sacken lassen – angekommen?

    [Links nur für registrierte Nutzer]
    "Politiker und Journalisten. Das sind beides Kategorien von Menschen, denen gegenüber größte Vorsicht geboten ist: Denn beide reichen vom Beinahe-Staatsmann zu Beinahe-Verbrechern. Und der Durchschnitt bleibt Durchschnitt."

    Helmut Schmidt In einer Rede vor Studenten in Freiburg, 1995

  2. #142
    Mitglied Benutzerbild von Kikumon
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    Standard AW: Messenger-Apps:Ein guter Zeitpunkt, Whatsapp Lebewohl zu sagen

    Ich weiß also, was ich nicht benutzen werde. Allerdings habe ich sowieso kein IPhone.
    „Gott ist unser Ziel. Der Prophet ist unser Führer. Der Koran ist unsere Verfassung. Der Dschihad ist unser Weg.
    Der Tod für Gott ist unser nobelster Wunsch."

    (Gründer der Muslimbruderschaft)


  3. #143
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    Standard AW: Messenger-Apps:Ein guter Zeitpunkt, Whatsapp Lebewohl zu sagen

    Zitat Zitat von Bolle Beitrag anzeigen
    Registrierungspflicht bei Messengern: Ein Fest für Facebook

    Das Innenministerium möchte, dass Nut*ze*r:in*nen von WhatsApp & Co sich künftig registrieren sollen. Es wäre das Ende der digitalen Anonymität.
    Es gibt immer noch Messenger Protokolle die frei sind. Auch für E-Mail Provider außerhalb der EU kann man sich entscheiden. Die Gebühr ist meist gering.
    Meine Favoriten:

    Messenger: XMPP, Delta Chat

    E-Mail: runbox, kolab, lavabit, protonmail

  4. #144
    No Loitering! Benutzerbild von Haspelbein
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    Standard AW: Messenger-Apps:Ein guter Zeitpunkt, Whatsapp Lebewohl zu sagen

    Zitat Zitat von Ansuz Beitrag anzeigen
    Diesen ganzen real existierenden Irrsinn kann man kaum noch anders kommentieren, als mit diesem Rant aus fremder Feder (fefe):

    [Links nur für registrierte Nutzer] Die Spanner vom BMI haben mal wieder [Links nur für registrierte Nutzer]. Mit so Highlights wie:
    1. Sie wollen Threema/Signal zwangsweise zur Komplizen machen, wenn sie "Gefährder" abhören oder Ausländer verprügeln wollen.
    2. E-Mail-Anbieter und Eisdielen müssen vor Accountöffnung die Persodaten zu den Akten nehmen
    3. Diensteanbieter müssen alle Daten rausrücken, nicht nur die relevanten
    4. Weil sich große Anbieter vielleicht juristisch gegen BMI-Bullying wehren können, wollen sie direkten Durchgriff auf einzelne Mitarbeiter oder externe Mithelfer
    5. Weil sie zu doof sind, Logdatenfragmente auszuwerten, soll jetzt auch noch der Anbieter für sie die Zusammenführung, Deduplizierung und das sonstige Arschabwischen machen
    6. Roaming-Daten sollen unverschlüsselt auf Zuruf in einem neutralen Briefumschlag auf dem Parkplatz übergeben werden
    7. Mobilfunk-Telcos sollen gezwungen werden, ihre Security nicht zu fixen, damit auch in Zukunft IMSI-Catcher verdeckt gegen unschuldige Passanten eingesetzt werden können. Außerdem ist das Abschließen von Wohnungen ab jetzt verboten, damit die Polizei besser verdeckt einbrechen kann.
    8. Die Telcos sollen gefälligst auch die Position von den ganzen illegal abgefragten Handydaten trianguliert übergeben. Muss man Verständnis haben. Die Behörden haben gerade nur eine Hand frei, da drüben zieht sich eine hübsche Gefährderin um.
    9. Oh, und die transatlantischen Partnerdienste haben Interesse an den internen Netzstrukturen unseren Telcos gezeigt, daher müssen die die jetzt offenlegen. Wir hoffen, als Gegenleistung von der NSA einen Wassernapf neben den Tisch gestellt zu kriegen.

    Dass die sich überhaupt trauen, diesen Wichskatalog niederzumasturbieren! Wie oft wurden die jetzt beim illegalen Handydaten-Abgreifen erwischt? Und ihre Reaktion ist weitere Forderungen?! Unglaublich.
    Ein paar notgeile alte Männer möchten gerne besser Umkleidekabinen überwachen dürfen.
    Ekelhaft. Hey, BMI, wir machen mal ne Spendensammlung und kaufen euch einen Pornhub-Premiumaccount und uns eine Flasche Fusel und dann vergessen wir gemeinsam, dass ihr mal wieder eure Hose nicht oben lassen konntet.
    Abgesehen von der Überwachung an sich sehe ich hier vier grundlegende Probleme:

    1) Viele der Anbieter Zugängen zum Internet sind keine Technologiefirmen. Das Restaurant, das Finess-Center oder die Pension sind keine Technologieunternehmen. Sie können wahrscheinlich nicht mal einen Router konfigurieren, und wirklich protokollieren wer ihr Netz nutzt.

    2) Viele Geräte sind nicht mit natürlichen Personen verbunden. Jedoch kann man einen Bot auf der Ebene des Netzwerks kaum von einer natürlichen Person unterscheiden.

    3) Diese personenbezogenen Daten sind an sich vertraulicher Natur. Weder die Behörden noch die Anbieter, von Telcom-Diensten bis zu Lisa Müller mit Wifi in ihrem Airbnb-Zimmer, wissen wie man diese Daten vor einem unbefugten Zugriff effektiv schützt.

    4) Viele der Technologien kennen keine vertragliche Bindung, d.h. wenn ich mein Smartphone im Alltag bewege, und Wifi und BlueTooth eingeschaltet sind, so generiere ich jede Menge Daten, deren Erhebung ich niemals explizit zugestimmt habe. Bei einer Verkehrskamera kann man diese durch das Privileg der Nutzung eines Autos rechtfertigen, die Bewegung im öffentlichen Raum ist jedoch ein Recht. Die daraus entstehenden Daten ohne die Einwilligung des Bürgers zu nutzen, könnte aus meiner Sicht rechtliche Probleme mit sich bringen.
    “If a machine is expected to be infallible, it cannot also be intelligent.”
    ― Alan Turing

  5. #145
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    Standard AW: Messenger-Apps:Ein guter Zeitpunkt, Whatsapp Lebewohl zu sagen

    Nochmal dazu:

    TKG-Novelle
    Seehofer will Personalausweis-Pflicht für E-Mail und Messenger einführen


    Das Bundesinnenministerium fordert eine anlasslose Personen-Vorratsdatenspeicherung mit verifizierten Daten aller Bürger:innen, die im Internet über Messenger oder E-Mail kommunizieren. Wir veröffentlichen den Volltext des Forderungskataloges.

    Das Bundesinnenministerium (BMI) will kurzfristig noch in die [Links nur für registrierte Nutzer] hereinverhandeln, dass Nutzer:innen von WhatsApp, Zoom, Skype, Signal, Threema, Telegram, iMessage, Facebook-Messenger, E-Mail und allen anderen „nummernunabhängigen interpersonellen TK-Diensten“ ihre Personalien bei den jeweiligen Anbietern verifiziert hinterlegen müssen. Das geht aus einem internen Papier des Ministeriums von Horst Seehofer (CSU) hervor. Betroffen wären damit auf jeden Fall E-Mail-Dienste und alle Arten von Messengern. Da viele soziale Netzwerke auch Messenger anbieten, gibt es hier unter Umständen noch weitere Dienste, die darunter fallen könnten. Das BMI will, dass die Bürger:innen ihren Namen, die Anschrift sowie ihr Geburtsdatum den Anbietern übergeben. Diese sollen die Angaben verifizieren müssen, etwa mit Personalausweis oder Ident-Diensten.
    Im BMI-Papier, [Links nur für registrierte Nutzer] und das wir [Links nur für registrierte Nutzer], heißt es: „TK-Dienste sollen verpflichtet werden, Identifizierungsmerkmale zu erheben, zu verifizieren und im Einzelfall den Sicherheitsbehörden zur Verfügung zu stellen.“ Die Daten der Bürger:innen sollen zum Zweck einer möglichen künftigen Strafverfolgung flächendeckend gespeichert werden. Zusätzlich zur Vorratsdatenspeicherung der IP-Adressen, sollen nun also bei dieser Personen-Vorratsdatenspeicherung auch die Namen und Adressen aller Bürger:innen anlasslos festgehalten werden.
    Posteo berichtet in dem Blogpost auch von informierten Kreisen, die bestätigten, dass das BMI möglichst viele der 15 Punkte aus dem Forderungspapier auf den letzten Metern in das Gesetz verhandeln wolle. Schon im Entstehungsprozess des Gesetzes hatte es [Links nur für registrierte Nutzer], weil das Innenministerium möglichst viele Überwachungsbefugnisse in das Gesetz packen wollte.

    „Beispielloser Angriff auf das freie Internet“
    weiter auf: [Links nur für registrierte Nutzer]


    Hier das Dokument in Volltext:


    • Datum: 23. Februar 2021
    • Behörde: Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat

    TKG-Novelle – Themen für das parlamentarische Verfahren

    Innenpolitische Forderungen / Regelungsvorschläge


    1. [Links nur für registrierte Nutzer]
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