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Thema: Stahlhärten

  1. #11
    Erleuchter und Erloeser Benutzerbild von ABAS
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    Standard AW: Stahlhärten

    Zitat Zitat von Neu Beitrag anzeigen
    Hatte wohl auch was mit der Konstruktion und Präzision zu tun. Ich war mal bei Rheinmetall, wo die Rohre hergestellt wurden. Die haben die Rohre von außen - kalt - mit etwa 36 Hämmern gleichzeitig - nach innen gestaucht, in der die "Matritze" der Züge und Felder waren (die danach rausgezogen wurden). Danach das Richten der Rohre, Anschießen und Nachrichten. Die MGs wurden mit zwei Rohren ausgeliefert, damit man sie nach dem heissschießen gegen ein kaltes austauschen konnte. Den Stahl heute zu analysieren ist sehr einfach; die Herstellungsverfahren dagegen schwer. Kalt schmieden ist was besonderes - die Molekülketten in die "richtige" Richtung treiben hat was.
    Das wusste ich nicht. Ein aufschlussreicher, gehaltvoller und exzellenter Beitrag von Dir. Danke dafuer.
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  2. #12
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    Standard AW: Stahlhärten

    Zitat Zitat von Neu Beitrag anzeigen
    Singer hatte damals einen Grauguß, der formstabil und beständig war. Die deutschen haben das nachgebaut. Bis etwa 1980 hat Pfaff tolle Nähmaschinen gebaut; der Grauguss wurde jahrelang gelagert, bevor gebohrt wurde. Die Lagerung war unübertroffen. Auch Mauser hat tolle Maschinen gebaut.
    Dann ging das mit billig los, und mit schnell. Diese Qualität wurde niemals - nirgendwo - so wieder erreicht, und in Deutschland gibts sie auch nicht mehr. Der Präzisionsguss von Pfaff war einmalig - weltweit - bis die Konkurrenz die Aktienmehrheit hatte (Ramschaktien) und alles Know-How rausgezogen hat.
    Maschinen aus diesem Grauguß stehen heute noch in Teilen Indiens / Sri Lanka und Südamerika. Mit der klassischen deutschen Maschinenfarbe. In Afrika sah ich die auch mal
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  3. #13
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    Standard AW: Stahlhärten

    Zitat Zitat von ABAS Beitrag anzeigen
    ...
    Du kennst doch die Siegfriedsage? Da wurde ein Schwert geschmiedet, was so scharf und hart war, dass es die Ritterrüstung ganz leicht durchschnitt (Gut, da ist viel Phantasie dabei). Das Herstellungsverfahren war, es mechanisch zu zerlegen und dann kalt wieder zusammenzufügen, und das mehrmals - man brauchte ein Jahr dazu. Auch die Sarazenenschwerter wurden so gefertigt, vermutlich sogar aus verschiedenlegierten Stählen. Einfach kalt zusammengefügt.
    Sensen werden mit dem Schleifstein alle 10 Minuten etwa geschärft, und nach etwa 100 Zyklen "gedengelt" (mit dem Hammer kalt auf dem Amboß geschmiedet). Ein uraltes Verfahren, um die Eisenmoleküle in die "richtige Richtung" auszurichten. Und synthetisches Motorenöl hat so lange und stabile Molekülketten, dass sich die Zylinder bei Automotoren im Betrieb glätten, ohne dabei Abrieb zu erzeugen. Die Molekülenden der Metalle biegen sich um.

  4. #14
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    Standard AW: Stahlhärten

    Zitat Zitat von Schwabenpower Beitrag anzeigen
    Maschinen aus diesem Grauguß stehen heute noch in Teilen Indiens / Sri Lanka und Südamerika. Mit der klassischen deutschen Maschinenfarbe. In Afrika sah ich die auch mal
    Ich habe sie in Tunesien wiedergefunden - Maschinen, die ich selbst damals im Landkreis Offenbach (Offenbacher Lederwarenindustrie) aus der Kiste ausgepackt und mit Motor und Gestell zu einer Näheinheit zusammengeschraubt hatte.

  5. #15
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    Zitat Zitat von Neu Beitrag anzeigen
    Ich habe sie in Tunesien wiedergefunden - Maschinen, die ich selbst damals im Landkreis Offenbach (Offenbacher Lederwarenindustrie) aus der Kiste ausgepackt und mit Motor und Gestell zu einer Näheinheit zusammengeschraubt hatte.
    Mag sogar Tunesien gewesen sein, weiß ich aber ums verrecken nicht mehr. Möglicherweise auch Libyen
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  6. #16
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    Zitat Zitat von Schwabenpower Beitrag anzeigen
    Mag sogar Tunesien gewesen sein, weiß ich aber ums verrecken nicht mehr. Möglicherweise auch Libyen
    Ein Lederwarenfabrikant hat solch uralte Pfaff - Maschinen (Kl. 335) gebraucht gekauft und überholen lassen. Waren deutlich teurer als "neue vergleichbare". Es gibt einen Grund dafür - die langlebigkeit und auch die Umbaumöglichkeiten (passende Nähfüsse etc.) Es gab ein überholtes Gestell (Hartholz) und einen neuen Motor dazu.

  7. #17
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    Zitat Zitat von Neu Beitrag anzeigen
    Ein Lederwarenfabrikant hat solch uralte Pfaff - Maschinen (Kl. 335) gebraucht gekauft und überholen lassen. Waren deutlich teurer als "neue vergleichbare". Es gibt einen Grund dafür - die langlebigkeit und auch die Umbaumöglichkeiten (passende Nähfüsse etc.) Es gab ein überholtes Gestell (Hartholz) und einen neuen Motor dazu.
    Damit kenne ich mich nicht aus. Dürfte aber ähnlich wie bei den Pumpen sein, teilweise noch mit Riemenantrieb. Die uralten Dinger halten ewig. Nagelneue Pumpen selbst mit Wartung max. 2 Jahre
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  8. #18
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    Zitat Zitat von ABAS Beitrag anzeigen
    Es bedeutet das es sich um ein gutes und rostfreies Messer mit bedingter Saeurebestaendigkeit handelt.
    Tja, rostfrei und hart widerspricht sich wohl. Edelstahl besteht zu etwa 2/3 aus Eisen und zu 1/3 aus Chrom - Nickel - Molybdän ... Und beim Dengeln werden Eisenmoleküle freigelegt. Da rostet es. Und die optimale Mischung zum härten scheint es nicht zu sein.

  9. #19
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    Standard AW: Stahlhärten

    Zitat Zitat von Neu Beitrag anzeigen
    Tja, rostfrei und hart widerspricht sich wohl. Edelstahl besteht zu etwa 2/3 aus Eisen und zu 1/3 aus Chrom - Nickel - Molybdän ... Und beim Dengeln werden Eisenmoleküle freigelegt. Da rostet es. Und die optimale Mischung zum härten scheint es nicht zu sein.
    Es gibt genug Rostfreie härtbare Stähle, 17-4 PH z.b. wird viel in der Luftfahrt benutzt wenn es um Lager z.b. geht.

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    Oder 13-8 PH Mo, der ist aber nicht schön zu bearbeiten, der gute Cronimo.

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    Wo ist Merkels Stasiakte?

  10. #20
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    Zitat Zitat von mick31 Beitrag anzeigen
    Es gibt genug Rostfreie härtbare Stähle, 17-4 PH z.b. wird viel in der Luftfahrt benutzt wenn es um Lager z.b. geht.

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    Oder 13-8 PH Mo, der ist aber nicht schön zu bearbeiten, der gute Cronimo.

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    Im Bergbau übrigens auch.

    Es ging aber wohl eher um nachschleifen / - schärfen. Messer für den Hausgebrauch.

    Ein Profikoch sagte mir mal, daß gute Messer eben nicht rostfrei seien. Warum auch immer. Jedenfalls war das 10 Sekunden, bevor ich mit eben jenem Messer schnitt
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