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Thema: 2. Burenkrieg

  1. #1
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    Standard 2. Burenkrieg

    Als einer der Gründe für den 2. Burenkrieg wird in Wikipedia angegeben das kein Wahlrecht für Uitlander (Ausländer) und keine Einbürgerung bestand.


    Im III. Band von Carl Peters Schriften (Wiederauflage 1944) steht Paul Krüger schlug einen 2. Volksrat vor in dem Ausländer sitzen und mitbestimmen konnten wenn sie nach 2 Jahren Aufenthalt im Land das Bürger- und Wahlrecht erworben hatten. 1890 wurde der Antrag im Volksrat angenommen, was aber den Briten nicht genügte.

    Kann mir jemand sagen wie's wirklich war? Bei Veröffentlichungen 1944 bin ich vorsichtig, gilt aber auch für 2020.
    Also danke im Voraus

  2. #2
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    Standard AW: 2. Burenkrieg

    Als einer der Gründe für den 2. Burenkrieg wird in Wikipedia angegeben das kein Wahlrecht für Uitlander (Ausländer) und keine Einbürgerung bestand.
    Nun, diese Wahlrecht-Angelegenheit für Uitlander spielte, wenn ueberhaupt, nur eine sehr untergeordnete Rolle.
    Im Grunde genommen wollten die Uitlander das Land, die Regierung stuerzen und uebernehmen. Damals fand ein sog. gold rush in Suedafrika statt, Maenner aus aller Welt - Uitlander - doch hauptsaechlich Amerikaner, Briten, Deutsche etc, - fast alle ohne Frauen - waren auf Goldsuche, Goldschuerfen in der groessten Goldader der Welt; nicht ungleich des Klondike gold rush hier in Canada. Damals der reichste Mann in der westlichen Welt, wollte die Macht , und somit unvorstellbare Reichtuemer an sich reissen, durch Gewalt. Nur, das klappte ueberhaupt nicht.

    Ausserdem stellten die ungeheuren Forderungen der Uitlander den Ausloeser fuer den sog. '1. Burenkrieg' dar und nicht dem 2. Burenkrieg. Wikipedia - wie anders kann es sein - liegt hier vollkommen falsch. Dies wird in Kapiteln des unten genanntem Buch sehr verdeutlicht.

    Das Thema Burenkrieg ist recht umfangreich und auch etwas komplex. Wird wohl sowieso Keinem hier interessieren.
    __________________
    Um die hiesige Forumregel bzgl. 'deutschsprachig' zu respektieren, ist es mir echt unmoeglich auf das komplexe Thema ,selbst nur ansatzmaessig tiefer einzugehen: alle Texte sind natuerlich in englischer Sprache. Vielleicht ein paar Seiten per deepl Uebersetzer.

    Wer am Thema Boer-Krieg interessiert ist, der moege, wenn er kann, sich das Buch 'THE GREAT ANGLO-BOER WAR' beschaffen. Da steht wirklich alles detailiert drin was man so zum groben Wissen und Verstehen des ANGLO-BOER WAR braucht.

    Vorausgesetzt es widerstoesst nicht gegen hiesige Forenregeln, dachte ich mir, das Beste sei es, die obige Fragestellung via scans durch Kapitel des oben genannten Buchs demnaechst hier einzustellen. Nach dem PROLOGUE kaeme das erste Kapitel : I THE BIRTH OF A PEOPLE; III WAR BEGINS; IV THE JAMESON RAID; V MOVING TOWARDS WAR; VI EVE OF WAR. Text leider eben in Englisch



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  3. #3
    Mitglied Benutzerbild von herberger
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    Standard AW: 2. Burenkrieg

    Nach dem man ihre Farmen und Häuser abgebrannt hatte, und ihre Familien zum verhungern ins KZ gesperrt hatten, kapitulierten die tapferen Buren denn es gab nichts mehr wo für sie kämpfen konnten.
    Putin: Werden Geschichtsfälschern „das Maul stopfen“!

    Auch die USA mussten nach 1945 erfahren, das die Sowjets notorische Lügner sind!

  4. #4
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    Standard AW: 2. Burenkrieg

    Die Buren waren knallhart gesottene Typen, sehr genuegsam, sehr religioes und sehr unabhaengig und freiheitsliebend und unkompliziert.
    Das 'Unheil' was ueber Suedafrika kam, waren seine Diamant- und riesigen Goldvorraete. Diese Erdschaetze lockten Gluecksritter aus aller Welt nach Suedafrika.Eventuell wollten diese sich nichts sagen lassenund auch die Regierung dort uebernehmen.

    Interessant ueberigens, dass der deu. Kaiser damals die Uitlander Gluecksritter in ihren Vorhabenein unterstuetzte, praktisch sich gegen die Regierung und damit dem Suzerain Great Britainn stellte. Keine weise Aussenpolitik.
    (Heute kommen ja auch Gluecksritter aus aller Welt nach DEU, nur man bezeichnet sie aus falschem Edelmut als etwas anderes als was sie wirklich sind. Dass auch sie , wenn kritische Masse erlangt, ebenfalls danach streben werden die Regierenden darzustellen, ist nur eine Zeitfrage.)
    Im Folgenden lediglich die links zu den Seiten des oben gezeigten Buchs. Im naechsten Post ein paar Uebersetzungen via Deepl.com


    PROLOGUE ................... BIRTH OF A PEOPLE
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    PROLOGUE ................... VOORTREKKERS
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    PROLOGUE ................... FIRST ANGLO-BOER WAR
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    PROLOGUE ................... THE JAMESON RAID
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    PROLOGUE ................... MOVING TOWARDS WAR
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    PROLOGUE ................... EYE OF WAR
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    ................................. Act I
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    ............................. WAR BEGINS
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  5. #5
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    Standard AW: 2. Burenkrieg

    Vorwort.........................Geburt eines Volkes......................... Seite 6
    [...] zurück und Bezuidenhout wurde getötet. Dieser Vorfall sollte Auswirkungen haben, die weit über ein Jahrhundert andauern sollten.

    Die Ostkapkolonie wurde von hartgesottenen Buren bewohnt, die es gewohnt waren, um das zu kämpfen, was sie hatten, und das zu bekommen, was sie wollten. Ihnen erschien es ungeheuerlich, dass die Regierung Hottentotten schickte, um einen Weißen zu verhaften. Und noch ungeheuerlicher erschien es ihnen, dass die Regierung es billigte, dass Hottentotten einen Weißen töteten - und das nur wegen der Behandlung eines Dieners durch einen Mann.

    Der Bruder von Bezuidenhouts führte seine Nachbarn in einen hoffnungslosen Aufstand: sechzig Männer gegen das britische Empire. Die Revolution wurde bald niedergeschlagen. Siebenundvierzig Männer wurden gefangen genommen und vor Gericht gestellt. Einer der sechs wurde begnadigt, die anderen fünf wurden in Slachter's (oder Slagter's) Nek öffentlich gehängt.
    Die Exekutionen waren aus britischer Sicht ein einfacher Akt der Gerechtigkeit; ihre Bedeutung für die Buren wurde unterschätzt oder nicht verstanden. Politisch gesehen waren sie ein schwerer Fehler: Sie schufen Märtyrer.
    Die Bezuidenhouts und die fünf erhängten Rebellen wurden in der Boermartyrologie verewigt, und die Erhängung in Slachter's Nek wird bis heute als Beispiel für britische Repression, Brutalität und Ungerechtigkeit in Erinnerung gehalten.

    Die Probleme der britischen Machthaber vervielfachten sich. An den Grenzen kam es immer wieder zu Unzufriedenheit und Unruhen sowie zu einer Reihe von Kriegen mit den Bantu. Der Aufstieg der Zulu-Nation im Norden und ihre Expansion in das Land ihrer Nachbarn trieb Zehntausende von Bantu in den Süden, wodurch das Land an der nordöstlichen Grenze überbevölkert wurde und die Spannungen zwischen Schwarzen und Weißen zunahmen.
    Die Briten verschärften das Problem noch, indem sie rund 6,000 Deutsche dort ansiedelten. Die Buren beklagten sich über zu viel Staat und die britischen Siedler über zu wenig. Beide beklagten sich über ihre mangelnde Sicherheit. Die Garnisonen der königlichen Truppen waren in der Tat zu klein, denn das Mutterland war nicht bereit, die Kosten für die Bereitstellung von Soldaten zu tragen, und die Kolonie konnte es sich nicht leisten, sie zu mieten.
    Die Briten versuchten auch weiterhin, die Rechte der Hottentotten, Bantu, Asiaten und Coloureds (Mischlinge) zu schützen. Die britische Politik gegenüber diesen Menschen weckte bei den Buren das Schreckgespenst der Gleichberechtigung.

    Im Jahr 1828 wurden Gesetze erlassen, die es den Hottentotten erlaubten, sich ohne Passierschein frei in dem Land zu bewegen, das ihnen einst gehört hatte, und es wurde versucht, die nahezu absolute Autorität ihrer weißen Herren einzuschränken. Dann schafften die Briten per Parlamentsbeschluss im fernen London die Sklaverei ab. Jeder einzelne der 39.021 Sklaven in der Kolonie sollte bis zum l. Dezember l834 emanzipiert werden - gerade zur Zeit der Weizenernte, wie die Buren bitter bemerkten. Eine Entschädigung wurde versprochen, aber statt der erwarteten mehr als 3 Millionen Pfund wurden nur 1.247.401 Pfund bereitgestellt - zahlbar in London. In Südafrika, wo die Wirtschaft auf Sklavenarbeit basierte, bedeutete dies für viele Farmer den Ruin.

    Die Buren waren wütend über die Menschenfreundlichkeit der Regierung auf ihre Kosten. [...](Übersetzt mit [Links nur für registrierte Nutzer])


    Vorwort.........................VOORTREKKERS......................... Seite 12
    [...]politischen Führern, die mit ihm übereinstimmten, wurde in den Zeitungen von Transvaalzeitungen viel Platz eingeräumt, und einige der Reden wurden als Broschüren veröffentlicht.
    Als Gladstone im Frühjahr 1880 Premierminister wurde, warteten sie erwartungsvoll auf die Wiederherstellung ihrer Unabhängigkeit, eine Hoffnung, die schließlich von Gladstone selbst zunichte gemacht wurde, als er sie informierte: "In Anbetracht aller Umstände . . ist unser Urteil, dass der Königin nicht zu raten ist Transvaal abzutreten."
    Die Buren verdauten diese Information sechs Monate lang und erhoben sich dann in Aufstand.

    ...............................................3

    ...............................................DER ERSTE ANGLO-BOERISCHE KRIEG
    Niemand dachte im Traum daran, dass die Buren in Transvaal kämpfen würden. Die Briten officials dort glaubten nicht daran, die Kolonialisten in Natal und der Kapkolonie dachten das nicht, und sicherlich dachte niemand in London, dass sie so voreilig sein. Es gab in der Tat gute Gründe für eine solche Annahme.

    Immerhin hatten die Buren die Annexion erst drei Jahre zuvor stillschweigend akzeptiert; sie lebten weit verstreut und waren nur mit Jagdwaffen bewaffnet und sie waren ungebildet, viele von ihnen Analphabeten. Und bedenken Sie die Kühnheit der Sache: Für etwa 50.000 Menschen - weniger als die Hälfte der Bevölkerung von Kensington oder Peoria, Illinois, über mehr als 110.000 Quadratmeilen verteilt, die Macht des Britischen Empire mit seinen Hunderten von Millionen Menschen herauszufordern, dessen Armee allein mehr als dreimal so groß als die gesamte weiße Bevölkerung von Transvaal, seine Marine doppelt so groß wie jede andere und unangefochtener Herr über alle Ozeane und Meere - nein, das war undenkbar.

    Aber die Briten unterschätzten die Tiefe und das Ausmaß der Unzufriedenheit der Buren. Es brauchte nur einen Funken, um die Flamme der Revolte zu entfachen, und Piet Bezuidenhout (vermutlich ein Nachkomme der Bezuidenhouts, die den Bezuidenhouts, die 1815 den Aufstand in Slachter's Nek begannen) lieferte den Funken. Er begann als er sich weigerte, seine Steuern zu zahlen – was unter den Buren üblich war. Die Regierung verklagte ihn auf 27,5 Pfund, aber Beanidenhout wies darauf hin, dass dies 14 Pfund mehr waren, als er schuldete. Das Gericht stimmte dem zu, reduzierte die geschuldete Steuer und legte ihm 13,5 Pfund als Gerichtskosten auf. Als er sich dem widersetzte, wurde sein Ochsenkarren beschlagnahmt. Der robust gebaute Ochsenwagen mit halbem Zelt war für den Buren mehr als nur ein Bauernwagen. Oft war er das wertvollste und wertvollste Gut einer Familie.[...]

  6. #6
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    Standard AW: 2. Burenkrieg

    Vorwort.........................DER ERSTE ANGLO-BOER WAR ......................... Seite 16
    [...]um sie auszuhungern. In Natal stellten die Briten in aller Eile eine Armee zusammen, um die belagerten Garnisonen zu befreien und die Autorität der Krone wiederherzustellen. Der Befehlshaber war Generalmajor Sir George Colley. Er war fünfundvierzig Jahre alt und wurde von vielen als der klügste Kopf in der britischen Armee betrachtet, aber er war besorgt über seine Leistung, denn dies war sein erstes selbständiges Kommando. In einem Brief nach Hause schrieb er: "Ob ich ... feststellen werde, dass Südafrika für mich, wie es allgemein heißt, 'das Grab allen guten Rufs' ist, bleibt abzuwarten"?
    Sein Gegner war Petrus ("Piet") Jacobusjoubert, der sechsundvierzig Jahre alter Generalkommandant der Buren in Transvaal. Er hatte in einheimischen Kriegen gekämpft, aber ihm fehlten das Temperament, die Ausbildung und die Neigung, ein Soldat zu sein. Er war ein Farmer-Politiker, ein Mann, der den Krieg nicht mochte.

    Die Buren ergriffen die Initiative und warteten nicht auf den Einmarsch der Briten. Etwa 2.000 überquerten die Grenze nach Natal und bezogen günstige Stellungen bei Laing's Nek (Langenek). Dort fand Colley sie am 23. Januar 1881 und befahl ihnen, sich zu zerstreuen. Die Buren zeigten sich bereit zu verhandeln, ließen sich aber nicht einschüchtern. Sie antworteten:
    “. . .wir erklären, dass wir mit einer Rücknahme der Annexion und die Wiederherstellung der Südafrikanischen Republik unter einem Protektorat Ihrer Majestät der Königin, so dass einmal im Jahr die britische Flagge gehisst werden kann. . . . Falls Eure Exzellenz beschließen, dies abzulehnen, müssen wir uns nur in unser Schicksal fügen; aber der Herr wird dafür sorgen.”
    Der Herr sorgte dafür. In einer kurzen, einfachen Schlacht griffen die britischen Soldaten an und die Buren schossen sie nieder. Es gab 195 britische Opfer.
    In dieser Schlacht trug das 58. Regiment seine Fahnen in die Schlacht; es war das letzte britische Regiment, das dies getan hatte.

    Joubert gelang es nicht, seinen Sieg zu wiederholen, und zehn Tage später hatte sich Colley ausreichend erholt, um einen Versuch zu unternehmen, seine Verbindungslinie instand zu setzen und "einige aus Newcastle erwartete Wagen zu treffen und zu eskortieren". Er brach am 8. Februar, einem sonnigen und hellen Morgen, mit 273 Infanteristen, 33 Reitern und vier Kanonen auf. Thomas Fortescue Carter, ein Zeitungskorrespondent, der die Expedition begleitete, bemerkte, dass "alle in guter Stimmung waren, weil sie einen Ausflug machen wollten". Colley hatte nicht erwartet angegriffen zu werden. Er dachte, seine Kanonen würden den Feind, der keine eigene Artillerie hatte, abschrecken.

    Doch gegen Mittag eröffneten die Buren bei Schuin's Hoogte in der Nähe des Ingogo-Flusses Feuer auf die Kolonne. Die Schlacht dauerte den ganzen Nachmittag. Gegen fünf Uhr begann es zu regnen, und die Briten sammelten sich auf einer Anhöhe während dessen die Buren sich einen nach dem anderen vor die Flinte nahmen und abschossen.
    Gegen Sonneuntergang traf britische Verstärkung ein, aber sie kamen zu spät. Sieben Offiziere und 69 Männer wurden getötet und 3 Offiziere und 64 Männer verwundet. Im Schutze der Dunkelheit zog sich Colley zurück und ließ die meisten seiner Verwundeten im Regen liegen.

    Die Briten erlitten in drei aufeinanderfolgenden Gefechten eine Niederlage, aber es waren kleine Angelegenheiten, es handelte sich jedoch nur um kleine Gefechte; eine Entscheidungsschlacht hatte es noch nicht gegeben. Als die beiden[...]


    Vorwort.........................DER ERSTE ANGLO-BOER WAR ......................... Seite 18

    [...]Smit, einer der mutigsten und besten Generäle der Buren, rief Freiwillige zur Besteigung der [die Anhoehe] Majuba auf.
    Leutnant Ian Hamilton, der für ein vorgeschobenes Piquet außerhalb des BeckenS verantwortlich war, sah, wie die ersten Freiwilligen mit dem Aufstieg begannen, und er beeilte sich um Colley davon Bericht zu erstatten. Der General dankte ihm höflich für seine Informationen und schickte ihn zurück. Noch dreimal an diesem Morgen meldete Hamilton über die Fortschritte der vorrückenden Buren. Beim letzten Mal fand er Colley schlafend vor.
    Auf der Ostseite befand sich eine kleine, abgelegene Erhebung, auf der Hamilton stationiert war, und einige der ersten Buren, die in Schussweite kamen, besetzten diese und beschossen seine Stellung mit schwerem Feuer. Hamilton war zum Rückzug gezwungen; die Buren eroberten den Rand des Beckens. Erneut stürzte Hamilton zu Colley zurück, der nun wach war, und bat ihn um Hilfe:
    "Ich hoffe, General, dass Sie uns einen Angriff gestatten und es nicht als Anmaßung gehalten wird, zu Ihnen zu kommen und Sie zu fragen."
    "Keine Anmaßung, Mr. Hamilton, aber wir werden warten, bis die Buren an uns herankommen, dann geben wir ihnen eine Salve und greifen an."
    Minuten später fiel Colley tot um, eine Kugel durch den Kopf.
    Die Buren überrannten die britische Stellung. Zurück bei seinen Männern, ergriff Hamilton ein Gewehr, aber bevor er es heben konnte, zerschmetterte ihm eine Kugel das linke Handgelenk.
    Überall flohen die Soldaten vor den Buren. Die Befehle und und Drohungen ihrer Offiziere konnten den Ansturm nicht aufhalten. "Ich erschieße euch, wenn ihr nicht zurückkommt", rief einer der Offiziere, aber die Männer rannten blindlings weiter. Die Zeitungsleute rannten auch. Thomas Carter fand sich Schulter an Schulter mit einem stämmigen Highlander. Direkt vor ihnen lag das Lazarett mit den Verwundeten, die auf dem Boden ausgelegt waren. Sie wichen den Verwundeten aus, und Carter, der wusste, dass der Highlander die Oberhand hatte, gönnte ihm diesen Vorteil nicht.

    Um sie herum stürmten die rennenden Männer vorwärts, während die Buren ihnen ein mörderisches Feuer in den Rücken schickten. Carter hörte einen schreien: "Oh, mein Gott", als er fiel. Er sprang über ihn hinweg und stürmte weiter.
    _
    Am Rande der Kante mussten Carter und die anderen sich hochziehen.
    Eine 40 Fuß hohe Klippe fiel vor ihnen ab. Eine Kugel von hinten brachte einen der Männer neben ihm zu Fall
    Carter, der weniger einen Genickbruch als einen Schuss in den Rücken fürchtete, fiel auf den Bauch und stürzte sich über die Seite.
    Indem er sich an den Heidekrautbüscheln festhielt, gelang es ihm, seinen Fall abzufangen und unverletzt am Boden zu landen.
    Er und diejenigen, die seinem Beispiel folgten, fanden sich in einer Schlucht wieder.
    Sie versuchten, sie hinunterzulaufen, aber die Buren waren bald über ihnen und schickten einen Kugelhagel, der an den Felsen um sie herum abprallte. Alle wurden gezwungen, sich zu ergeben. Carter trug, wie die anderen Korrespondenten, eine Pistole, aber er dachte, es würde "besser aussehen", wenn er unbewaffnet gefunden würde, und er vergrub seinen Revolver im Sand, bevor er sich ergab.
    Unter den Gefangenen der Buren war auch Leutnant Alan Hill vom 58. Foot, der nur einen Monat zuvor das Victoria-Kreuz für die Rettung zweier verwundeter Männer unter schwerer Feuer bei Laing's Nek erhalten hatte.. Jetzt hielt er [...]

  7. #7
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    Standard AW: 2. Burenkrieg

    Vorwort......................... DER JAMESON UEBERFALL......................... Seite 22
    [...]Obwohl die meisten der Uitlander britischer Herkunft waren, gab es dennoch Vertreter aus den Vereinigten Staaten, Australien und allen Ländern Europas. Bergleute, Schürfer und Spekulanten strömten herbei, und danach kamen Glücksspieler, Geschäftsleute, Diebe, Finanziers, Prostituierte und Ingenieure. Es waren Abenteurer aller Klassen, alle. Gierig reich zu werden. Einige waren arm, und einige waren bereits reich, wollten aber mehr haben; einige waren dumm, und einige Wenige waren sehr klug.
    Zu den Reichen und Klugen gehörte Cecil Rhodes (1853-1902), der bereits ein Vermögen mit Diamanten in Kimberley gemacht hatte und der in kürzester Zeit zum reichsten Mann der westlichen Welt geworden war. 1890, im Alter von siebenunddreißig Jahren, wurde er auch Premierminister
    der Kapkolonie. Rhodes war ein Mann mit großen Träumen, von denen einer ein vereinigtes Südafrika war.
    Afrika - vereint unter dem Union ]ack - und ein britisches Afrika, das sich vom Kap bis Kairo erstreckt. Im Jahr 1895 glaubte er ,in den Beschwerden der Buren eine Gelegenheit für Großbritannien wahrnehmen zu koennen, den Transvaal zurück zu annektieren..
    Auch die Buren hatten die Vision eines vereinten Südafrikas, aber eines afrikanischen Staats unter republikanischer Flagge. Im Laufe der Ereignisse wurden die Träume beider verwirklicht, doch weder für die Buren noch für den Briten war I895 der richtige Zeitpunkt.

    Innerhalb der Transvaal-Regierung gab es zweifellos Ineffizienzen und Korruption, aber die Ursachen für die Unzufriedenheit der Uitlander waren Ärgernisse, nicht Unterdrückung; Conan Doyles’ [Author von ‘Sherlock Holmes’ ] Behauptung, dass "ihr ganzes Leben durch Ungerechtigkeit verdunkelt war", war eine grobe Übertreibung; ihre Missstände waren sicherlich kein ausreichender Vorwand für eine Rebellion. Dennoch gab es Rede von Gewalt und in Johannesburg machte ein sechsundsechzigköpfiges "Reformkomitee" aufrührerische Töne an. Rhodes ermutigte sie. Als sie den Aufstand beschlossen hatten, versorgte er sie mit Waffen und schmuggelte Gewehre und Munition in Kohlewaggons und Ölfässern der von ihm kontrollierten De Beers Company ins Land.

    Gleich hinter der Transvaal-Grenze bei Johannesburg stationierte Rhodes eine Truppe von etwa 500 bewaffneten und berittenen Männern mit dem Auftrag den Beginn des Aufstands beim ‘Rand’ abzuwarten um danach einzureiten um so den Erfolg zu sichern. Verantwortlich für diese Operation war Dr. Leander Starr Jameson
    (I858-1917), Rhodes' Freund, Angestellter, Berater und Teilhaber an seinen Träume von Imperium und Ruhm.

    Die Verschwörung war nicht sehr geheim. Jeder in Johannesburg wusste davon und natürlich auch Kruger . Sir Hercules Robinson, der britische Hochkommissar in Kapstadt, und Joseph Chamberlain, [Vater von Neville Chamberlain, dem spaeteren Prime Minister of Great Britain] der Kolonialsekretär in London, wussten ebenfalls davon, obwohl, sie hatten versucht so zu tun als ob sie davon zu wissen, und taten weiterhin so, als wüssten sie nichts.
    Als Sir Hercules königlicher Sekretär versuchte, ihm mehr zu sagen, schnauzte er: "Je weniger Sie und ich mit diesen verdammten Verschwörungen von Rhodes und Chamberlain zu tun haben, desto besser." Was niemand wusste, nicht einmal die Verschwörer selbst, war das Datum. Mehrere Termine wurden festgesetzt, aber jedes Mal wurde das Ereignis verschoben. Die Verschwörer waren keine professionellen Revolutionäre,[...]


    Vorwort......................... Bewegung dem Krieg hinzu ......................... Seite 30
    [...]Milner, er untersuchte die Probleme, die er vorfand, sorgfältig, kam aber zu diametralen Schlussfolgerungen: Er glaubte, dass Südafrika "eine Ruhekur und nicht eine Operation" braeuchte. Er hatte zweifellos Recht, aber er sah auch, dass die Chirurgen ihren Willen durchsetzen würden, egal was er tun würde. Niemals bescheiden, schrieb er später: "Ich war in der Lage, einen möglichen Krieg zwischen uns und den Buren anhand eines ganz außergewöhnlichen Charakters vorherzusagen."

    Was gab es an den Problemen in Südafrika, das die Männer dazu veranlasste eine so drastische Lösung wie Krieg in Betracht zu ziehen?

    Beide Seiten wollten ein geeintes Südafrika, obwohl sie natürlich unterschiedliche Vorstellungen darüber hatten, wer es beherrschen sollte. Für die Buren war ein afrikanisches Südafrika in weiter Ferne; für die Briten schien ein ereintes, aber britisches Südafrika nicht nur wünschenswert, sondern ein mögliches und sogar notwendiges Ziel. Es wurde viel über die Notwendigkeit gesprochen, die
    britische Vorherrschaft zu erhalten, obwohl niemand genau wusste, was dies bedeutete oder warum dies notwendig war. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf hatten die die Briten die vage Formulierung über die Oberherrschaft in die Präambel der 'Pretoria-Konvention' aufgenommen. In der Londoner Konvention war er weggelassen worden, aber mit seltsamer Logik behaupteten die Briten nun, dass die
    Präambel des früheren Dokuments als Teil des späteren Dokuments betrachtet wurde.
    Darüber gab es einen umfangreichen offiziellen Schriftverkehr, und Milner stellte fest, dass das Wort "Oberhoheit" auf die Buren "eine eigenartig wuetende Wirkung" veruebte.

    Die Vorstellung einer imperialen Mission, die Erwünschtheit, - der Adel sogar - einer Nation, die sich die Oberhoheit über eine andere Nation anmaßt, oder dass eine Nation sich eine Vormachtstellung in einem Teil der Welt anmaßt, ist heute unpopulär. Dennoch war sie vor dem Ersten Weltkrieg nicht ungewoehnlich. Die Engländer glaubten an die "Last des weißen Mannes", an das, was als die schwere, undankbare Pflicht der zivilisierten Menschen, betrachtet wurde, alle niedrigeren, minderwertigeren Rassen zu beherrschen und zu lehren. L. S. Amery würdigte diese Ideale, stellte aber fest, dass nicht jeder so dachte und dass es "die Vorstellung gibt, dass Nationalismus an sich eine wünschenswerte Sache sei und dass er, abgesehen von allen Fragen des politischen Prinzips, auf unerklärliche Weise mit politischer Freiheit identisch ist. . . . Wenig Sympathie wird den großen Völkern entgegengebracht, die zu Recht um die Vorherrschaft einer höheren Zivilisation und eines höheren Prinzips kaempfen."

    Erhabene Prinzipien werden oft erst formuliert, nachdem der Krieg erklärt worden ist, und so war es auch beim Anglo-Buren-Krieg. Erst eine Woche nachdem die Feindseligkeiten tatsächlich begonnen hatten, erklärte Chamberlain dem Unterhaus Unterhaus, warum Großbritannien kämpfte;Wir ziehen in den Krieg, um Prinzipien zu verteidigen - Prinzipien, auf denen dieses
    Empire gegründet wurde, und auf denen allein es bestehen kann. . . . Das erste Prinzip ist dies -
    wenn wir unsere Existenz als Großmacht in Südafrika bewahren wollen, müssen wir zeigen, dass wir sowohl willens als auch in der Lage sind, britische Staatsangehoerige ueberall, wenn sie unter Unterdrückung und Ungerechtigkeit zu leiden haben, zu schützen. [...]

  8. #8
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    Standard AW: 2. Burenkrieg

    Vorwort......................... Bewegung dem Krieg hinzu ......................... Seite 30

    [...]die Mittel zur Abwehr eines Burenangriffs". Lord Salisbury, der Premierminister, sprach in einem Brief an Lord Lansdowne, den Kriegsminister, von den uitländer als "ein Volk, das wir verachten", das in einem "Gebiet lebt, dass England keinen Profit und keine Macht bringen wird". Das Kabinett, so klagte er, sei verpflichtet, "auf einem moralischen Feld zu handeln, das uns von Milner und seinen Milner und seinen Jingo-Anhängern vorbereitet wurde".

    Während Chamberlain und seine Unterstützer Großbritannien auf den Krieg vorbereiteten, wurden in Pretoria verzweifelte Anstrengungen unternommen, ihn zu verhindern. Mitte August traf sich Jan Smuts, der neunundzwanzigjährige Staatsanwalt des Transvaal, heimlich mit W. Conyngham-Greene, dem britischen Agenten in Pretoria, um neue Vorschläge auszuarbeiten. Das Ergebnis war eine Vereinbarung seitens der Transvaal auf eine fünfjährige Aufenthaltsdauer für das Wahlrecht, wenn Großbritannien sich bereit erklärt, sich in Zukunft nicht mehr in die inneren Angelegenheiten des Landes einzumischen und strittige Punkte der Schlichtung durch Dritte regeln zu lassen.
    Am 28. August gab Chamberlain eine, wie er es nannte, "qualifizierte Zustimmung" zu dem Abkommen, was aber in Wirklichkeit eine vollständige Ablehnung war; er war zu weit gegangen, um umzukehren. Auf einer Gartenparty hielt er eine Rede, in der er davon sprach, dass aus Transvaal Reformen austrpfen “wie aus einem ausgequetschter Schwamm". Milner, der befürchtete, dass Transvaal allen seinen Bedingungen zustimmen könnte,schlug Chamberlain vor, Großbritannien solle nun die Entwaffning des Transvaal verlangen, eine Bedingung, die sie sicherlich nicht akzeptieren würden. Dies erschien Chamberlain zu grob, obwohl er Milner mitteilte: "Ich fürchte mich vor allem davor, dass die Differenzen langsam weggeschnitzt werden , bis wir keinen casus belli mehr haben."
    Chamberlain hatte keinen Grund zur Sorge. Am 8. September schickte er ein Telegramm nach Südafrika, in dem er mitteilte, dass das Kabinett einstimmig beschlossen habe, die Ansprüche Transvaals auf einen souveränen internationalen Staat zurückzuweisen, und dass Großbritannien keinen Vorschlag in Erwägung ziehen würde, der solche Ansprüche anzuerkennen schien. Das war's.

    Am selben Tag ordnete das Kabinett eine Erhöhung der Truppenstärke in Südafrika auf 22,000. Unglaublich, obwohl Milner und Chamberlain unnachgiebig eine Politik verfolgt hatten, von der sie und alle Fuehrer der Regierung gesehen hatten dass sie wahrscheinlich zum Krieg führen würde, waren keine Vorkehrungen was auch immer einen Krieg in Südalrica zu fuehren. Im Juni wurde die Cape Kommandatur erst angewiesen, Regimentstransporte zu organisieren Milner drängte Butler ständig, sich auf den Krieg vorzubereiten, aber Butler hatte keine Befehle von der Kriegsverwaltung erhalten und deshalb nichts unternommen. Später wurde er heftig dafür kritisiert. Ein britischer Südafrikaner namens Aubrey Woolls-Sampson, der eines der wichtigsten Mitglieder des Reformkomitees war, schlug vor, eine Freiwilligenarmee aufzustellen. Butler lehnte dies ab, da eine solche Truppe die Buren noch mehr alarmieren und die Spannungen erhöhen würde. Er weigerte sich, dies zu genehmigen, und Milner sagte bitter zu ihm: "Man kann nicht sagen, Sir William, dass Sie einen Konflikt mit den Holländern herbeigeführt haben.”

    In der Tat konnte man das nicht. Während seiner [Butler] kurzen Zeit als amtierender Oberkommissar.Während Milner in England war, hatte Butler alles getan, was er konnte die leckenden Flammen der Uitlander Unzufriedenheit zu daempfen, und alles was er hatte [...]


    Vorwort.........................DIE RUHE VOR DEM STURM ......................... Seite 42
    [...] Armee, Miliz, Yeomanry, (eine Art Milizkavallerie); Freiwillige und Kolonialtruppen hatten keine organische Verbindung zueinander. Man hatte Munition und Geld durch Einsparung beim Musketentrainig gespart und als Regel galt, dass Soldaten besser marschieren als schießen konnten; berittene Truppen erhielten überhaupt keine Musketenausbildung, obwohl sie Karabiner erhielten.

    Man hatte auch Geld gespart, indem man beim Nachrichtendienst sparte. Sie galt als nicht sehr wichtige Einheit und arbeitete in einem alten
    Haus in Queen Anne's Gate und verfügte über ein Budget von 18.000 Pfund. Und das zu einer Zeit, als der Nachrichtendienst der deutschen Armee mit einem "Budget von 270.000 Pfund und einem Personalbestand von 300 Offizieren arbeitete. Am Queen Anne's Gate war die gesamteAbteilung für Auslandsnachrichtendienst, einschließlich der Sachbearbeiter, vierzehn Personen. Die Kartographieabteilung zählte nur 30 Personen ---- gegenüber 230 in der französischen Armee, und das Fehlen von Karten von Südafrika sollte sich als kostspielige Einsparung beweisen..Trotz dieser Handicaps sammelte der Nachrichtendienst zwar einige wertvolle Informationen, aber fast keine wurden an diejenigen weitergeleitet die in Südafrika das Kommando übernehmen sollten.

    General F. W. Forstier-Walker, Butlers Nachfolger, der in Südafrika fünf Wochen vor Beginn der Schießerei eintraf, beklagte sich später dass er vom Kriegsministerium keine anderen Anweisungen erhalten hatte als die, das Kommando zu übernehmen: "Was die tatsächliche Lage der Dinge und den drohenden Krieg betrifft, war praktisch nichts bekannt außer den Berichten, die in der Tagespresse erschienen." Sir George White verließ England, um das Kommando über die Truppen in Natal am 16. September - weniger als dreißig Tage vor der Kriegserklärung
    -, doch weder die Militärbehörden noch die Politiker erklärten ihm die Situation, erläuterten die britische Politik oder diskutierten mögliche Strategien. Weder dachte er daran, mit dem militärischen Geheimdienst zu sprechen, noch schlug es jemand vor.

    Die Buren wussten fast so wenig über die britische Armee wie die Briten über die der Buren, , und sie hatten sich ebenso wenig Gedanken über ihren Kriegsplan gemacht. Dennoch begannen sie den Krieg mit einer Reihe von eindeutigen Vorteilen: sie waren mit dem Land vertraut; sie hatten innere Versorgungs- und Kommunikationslinien; ihre Streitkräfte im Kriegstheater waren den der Briten zahlenmäßig überlegen; sie besaßen die besseren Waffen; ihre Organisationsstruktur war einfacher und besser geeignet für die Art des Krieges, den sie kämpfen mussten; und ihre Kämpfer konnten reiten und schießen.
    Die Burenarmeen von Transvaal und dem Orange-Freistaat, die zwischen fünfzig- und sechzigtausend Mann (obwohl es zweifelhaft ist, ob jemals mehr als vierzigtausend gleichzeitig im Feld waren), bestanden einfach aus allen arbeitsfähigen Männern im Alter zwischen sechzehn und sechzig Jahren, und es gab auch viele Männer über und unter diesem Alter, die ebenfalls dienten. Abgesehen von der Polizei (von der einige Einheiten in der Armee kämpften) und der Artillerie, handelte es sich um eine Armee ohne Uniformen, Medaillen, Orden, Rangabzeichen oder Sold: Es gab nichts von dem, was gewöhnlich als notwendig erachtet wird, um Männer zu ermutigen, Soldat zu werden, und es gab keine der Regeln und Vorschriften, die man normalerweise für notwendig hält, um Männer zu Kampfmaschinen zu machen. Es gab kein Marschieren, Exerzieren oder Salutieren,und keine formale Ausbildung. In jedem Wahlbezirk {achtzehn in der Orange [...]

    ...

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