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Thema: Verdun-Blutpumpe der Westfront

  1. #1
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    Standard Verdun-Blutpumpe der Westfront

    Verdun-Blutpumpe der Westfront


    Am 21.Februar jährt sich zum 90. Male der Beginn der Schlacht um Verdun.
    Zum Andenken an die Heldentaten und großen Opfer auf beiden Seiten habe ich diesen Themenstrang eröffnet.

    Trommelfeuer

    Am Morgen des 21.Februar 1916 begann bei der französischen Festung Verdun das Unternehmen "Waldfest": 15.000 deutsche Artilleriegeschütze deckten den etwa 15 Kilometer langen französischen Frontabschnitt an der Maas mit einem Trommelfeuer ein.Noch am selben Tag überrannten deutsche Infanterieeinheiten die ersten Grabenstellungen des Gegners.Am 25.Februar nahmen sie das Fort Douamont ein.Doch bereits zwei Tage nach diesen Anfangserfolgen kam der deutsche Angriff,vor allem wegen Nachschubproblemen, ins Stocken.Insgesamt waren die Deutschen mit ihrer Offensive nur etwa acht Kilometer vorgedrungen.

    Stellungskrieg

    Wenige Tage nach dem deutschen Angriff verstärkte die französische Führung ihre Truppen massiv.Erbittert kämpften die gegnerischen Armeen um jeden Hügel und jede Bodensenke.Es war nicht vornehmlichstes Ziel Verdun einzunehmen.
    Das war auch fast unmöglich.Die Absicht des deutschen Generalstabschefs Erich von Falkenhayn war es vielmehr, die französische Armee dort in einem monatelangen Dauergefecht festzuhalten und aufzureiben.

    In der Hölle

    Wochenlang lagen sich die gegnerischen Einheiten in Schützengräben gegenüber, die oft nur 70 Meter voneinander entfernt waren.Stacheldrahtsperren überzogen das Niemandsland zwischen ihnen.Die Soldaten hausten in notdürftig befestigten Erdlöchern und Unterständen.Den eingegrabenen Truppen war nur schwer beizukommen und wer ins Freie Flüchtete, wurde mit Maschinengewehrsalven niedergemäht.Es war eine furchtbare Metzelei und so sprach man bald von der "Hölle von Verdun."Das massive Artilleriefeuer verwandelte die Gegend auf beiden Seiten der Front in eine Kraterlandschaft.Obendrein wurde das Gefechtsfeld durch schwere Regenfälle zu einer Schlammwüste.Rund 340.000 deutsche und etwa 360.000 französische Soldaten wurden in diesem Inferno getötet.

    Alles umsonst

    Ende Oktober gingen die Franzosen in die Offensive und eroberten das gesamte verlorene Terrain zurück.Am 16.Dezember standen die Truppen beider Seiten wieder dort, wo fast zehn Monate zuvor der Kampf begonnen hatte.Die Schlacht um Verdun war damit beendet und das Ziel Falkenhayns den Krieg durch einen Erfolg an der Westfront entscheidende Wende zugunsten der Deutschen zu geben, war gescheitert.

    "Wir grüßen die Toten, deren Geist mahnend und fragend vor unserem Gewissen steht.Nein, ihr sollt nicht umsonst gefallen sein! Deutschland, wir grüßen dich!"

    -Friedrich Georg Jünger-



    (Quelle: "Ereignisse die Deutschland veränderten"/Auf Leben und Tod/S.306-307)
    Geändert von Waldgänger (19.02.2006 um 15:49 Uhr)

  2. #2
    sticht zu Benutzerbild von Würfelqualle
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    Standard AW: Verdun-Blutpumpe der Westfront

    Ich gedenke auch all der Toten, auf beiden Seiten. Ein anschauliches Machwerk dazu, ist der Film " Im Westen nichts Neues ", aus dem Jahr 1979.


    Gruss von der Würfelqualle
    Die Welt weiß alles, was die Deutschen getan haben; die Welt weiß nichts von dem, was den Deutschen angetan wurde.

    Patrick Buchanan.

  3. #3
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    Standard AW: Verdun-Blutpumpe der Westfront

    Sehr gutes Thema, Stahlhelm. Selbstverständlich gedenke ich den Kämpfern, die ihr junges Leben für Deutschland geopfert haben.

  4. #4
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    Standard AW: Verdun-Blutpumpe der Westfront

    Zitat Zitat von Würfelqualle
    Ich gedenke auch all der Toten, auf beiden Seiten. Ein anschauliches Machwerk dazu, ist der Film " Im Westen nichts Neues ", aus dem Jahr 1979.


    Gruss von der Würfelqualle
    Ich würde als Gegenzug eher das Buch "In Stahlgewittern" von E.Jünger empfehlen, auch wenn es sich dort um den Kämpfen in Flandern dreht.
    "Feuer und Blut" von Franz Schauwecker ist auch nicht zu verachten.
    Ich habe es aber nur auszugsweise gelesen.

  5. #5
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    Standard AW: Verdun-Blutpumpe der Westfront

    "Im Westen nichts Neues" von Erich Maria Remarque ist die beste literarische Darstellung.
    Ich stehe hier, ein Herkules mit Fackeln! Sie sollen lodern, leuchten, knistern und auch knackeln!
    Mitglied der FDL

  6. #6
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    Standard AW: Verdun-Blutpumpe der Westfront

    Zitat Zitat von Mark Mallokent
    "Im Westen nichts Neues" von Erich Maria Remarque ist die beste literarische Darstellung.
    Dann hast du bisher noch nicht "In Stahlgewittern" gelesen. :]

  7. #7
    Für Freiheit Benutzerbild von Blücher
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    Standard AW: Verdun-Blutpumpe der Westfront

    Remarques (Kramers) Buch über die Sinnlosigkeit des Krieges ist heute leider nicht mehr jedem Warnung genug, nie wieder Forderungen an andere zu stellen und somit Kriegsgefahren erneut herauf zu beschwören.
    Das Verheizen der Soldaten durch die Generalität hatte in diesem Krieg kriminellen Charakter und blieb ungeahndet.
    Audiatur et altera pars

  8. #8
    GESPERRT
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    Standard AW: Verdun-Blutpumpe der Westfront

    Hab kein Bock zu Gedenken, ich schau lieber in die Zukunft

  9. #9
    Progressiver Nationalist Benutzerbild von mggelheimer
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    Standard AW: Verdun-Blutpumpe der Westfront

    Zitat Zitat von Mark Mallokent
    "Im Westen nichts Neues" von Erich Maria Remarque ist die beste literarische Darstellung.
    Nee, der Film dazu kam in der Weimarer Republik nicht umsonst auf den Index.
    Stahlhelm hat Recht. Ernst Jünger sollte die Grundlage eines jeden Geschichtsunterrichtes zum Thema Wk1 bilden.
    Dem Kühnen allein ist das Glück hold
    Clausewitz

  10. #10
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    Standard AW: Verdun-Blutpumpe der Westfront

    Zitat Zitat von Blücher
    Remarques (Kramers) Buch über die Sinnlosigkeit des Krieges ist heute leider nicht mehr jedem Warnung genug, nie wieder Forderungen an andere zu stellen und somit Kriegsgefahren erneut herauf zu beschwören.
    Das Verheizen der Soldaten durch die Generalität hatte in diesem Krieg kriminellen Charakter und blieb ungeahndet.
    Das hört sich für mich nach sentimentales Pazifistengeschwafel an.
    Im Zeitalter der Maschine und der totalen Mobilmachung ist der Krieg
    entpersonalisiert.Das Individuum ist am Maßstab der Front zu messen.
    Es klingt hart, aber so ist es nuneinmal.Es gilt für ein Ganzes zu kämpfen indem
    der Einzelne verschwindet.

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