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Thema: US-Geheimdienst über Iran:

  1. #1
    Mitglied Benutzerbild von kritiker_34
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    Standard US-Geheimdienst über Iran:

    US-Geheimdienst über Iran: Noch lange keine Atomwaffen

    Der Iran ist nach Einschätzung von US-Geheimdienstdirektor John Negroponte noch Jahre von seiner ersten Atombombe entfernt. Der Iran sei zwar entschlossen, in den Besitz von Atomwaffen zu gelangen, aber dies könne wahrscheinlich erst im nächsten Jahrzehnt geschehen, sagte Negroponte bei einem seiner seltenen öffentlichen Auftritte am Donnerstagabend (Ortszeit) in Washington. Es sei für den Iran noch ein Prozess von Jahren, um genügend spaltbares Material für eine Atomwaffe herzustellen.

    Negroponte hält es auch für denkbar, dass die iranische Regierung ihre Fortschritte auf dem Weg zur Urananreicherung übertreibt. Dafür lägen aber keine konkreten Beweise vor. Die Aufklärung der iranischen Aktivitäten hat nach den Worten von Negroponte oberste Priorität. Er räumte dabei ein, dass der Iran "eines der schwierigsten Ziele" für den US-Geheimdienst sei.

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    Taktik oder ist das eine realistische Einschätzung der tatsächlichen Situation im Iran?
    statt Polemik - sachliche Vernunft
    http://de.wikipedia.org/wiki/Weizenbier

  2. #2

    Standard AW: US-Geheimdienst über Iran:

    Ich gehe davon aus, daß das Taktik ist. So will man erklären, warum man nicht schon längst eingegriffen hat.
    Fakt ist: Pakistan hat es schon vor 8 Jahren geschafft, Atomwaffen zu bauen. Und was Pakistan kann, das kann der Iran schon lange.

  3. #3
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    Standard AW: US-Geheimdienst über Iran:

    ich gehe davon aus, dass es die Wahrheit ist. Urananreicherung auf Bombenlevel ist recht aufwendig, als das die Amis im zweiten Weltkrieg gemacht haben, gingen bisweilen ein Drittel der gesamten Stromerzeugung in der USA für diesen Prozess drauf.

    Deswegen nutzt man ja auch Plutonium, aber dafür hat der Iran noch keinen Reaktor.
    MfG LL

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  4. #4
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    Standard AW: US-Geheimdienst über Iran:

    Schwer zu beurteilen. Möglicherweise muss der Iran waffenfähiges Material bzw. Atomwaffen ja nicht selbst entwickeln, sondern kann es sich illegal beschaffen. Ich kann mir vorstellen, dass nach dem Zerfall der Sowjet-Union immer noch genug Militärs korrupt genug sind, entsprechende Komponenten zu verkaufen. Dann geht die Entwicklung sehr viel schneller.

  5. #5

    Standard AW: US-Geheimdienst über Iran:

    Ich gehe davon aus, daß El Baradei vor einigen Wochen Recht hatte, als er den Iran verdächtigte, ein paralelles Atomprogramm am Laufen zu haben.
    Mit seinen bekannten Anlagen verfolgt der Iran demnach eine Doppelstrategie: Im günstigsten Fall gelingt es ihm damit, eigenständig den Brennstoffkreislauf zu schließen. Im ungünstigeren Fall kann er damit die Weltöffentlichkeit von seinem geheimen Atomwaffenprogramm ablenken.

  6. #6
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    Standard AW: US-Geheimdienst über Iran:

    Zitat Zitat von LuckyLuke
    ich gehe davon aus, dass es die Wahrheit ist. Urananreicherung auf Bombenlevel ist recht aufwendig, als das die Amis im zweiten Weltkrieg gemacht haben, gingen bisweilen ein Drittel der gesamten Stromerzeugung in der USA für diesen Prozess drauf.

    .
    Die amerikanische Diffusionstechnologie in 1943 war enorm energie-aufwendig, und es hat massive Anlagen benoetigt.

    Die Zentrifugen technologie beruht auf einem 1969 deutschen Patent. Die Idee ist sehr lange Kaskaden (Ketten) von gleichen Zentrifugen in Betrieb zu nehmen.

    Die schwierigkeit bei der Zentrifugen Technologie ist der Anfang, also die von 0.7 auf 3.5 prozent Anreicherung zu erreichen, denn da steckt viel zeitraubende Forschung und Entwicklung. .

    Wenn das gut funktioniert, ist die Weiteranreicherung durch Massen-Herstellung und Inbetriebnahme von Zentrifugen, deren Prototyen gut funktionieren, nicht mehr schwierrig. Es ist mehr ein Produktivitaetsfrage im Herstellungsprozess, aber keine Forschung und Entwicklung mehr.

    Rocky

  7. #7
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    Standard AW: US-Geheimdienst über Iran:

    Zitat Zitat von kritiker_34
    US-Geheimdienst über Iran: Noch lange keine Atomwaffen

    Der Iran ist nach Einschätzung von US-Geheimdienstdirektor John Negroponte noch Jahre von seiner ersten Atombombe entfernt. Der Iran sei zwar entschlossen, in den Besitz von Atomwaffen zu gelangen, aber dies könne wahrscheinlich erst im nächsten Jahrzehnt geschehen, sagte Negroponte bei einem seiner seltenen öffentlichen Auftritte am Donnerstagabend (Ortszeit) in Washington. Es sei für den Iran noch ein Prozess von Jahren, um genügend spaltbares Material für eine Atomwaffe herzustellen.

    Negroponte hält es auch für denkbar, dass die iranische Regierung ihre Fortschritte auf dem Weg zur Urananreicherung übertreibt. Dafür lägen aber keine konkreten Beweise vor. Die Aufklärung der iranischen Aktivitäten hat nach den Worten von Negroponte oberste Priorität. Er räumte dabei ein, dass der Iran "eines der schwierigsten Ziele" für den US-Geheimdienst sei.

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    Taktik oder ist das eine realistische Einschätzung der tatsächlichen Situation im Iran?
    Ich habe das gelesen. Mir faellt dabei das totale CIA Versagen in der Intelligenz fuer Iraq eingefallen.

    Ich weiss nicht, was Negroponte sagen will. Aber er widerspricht eindeutig dem El Baradei von der IAEA, der ein geheimes, paralleles Militaerprogramm im Iran vermutet. Ich nehem an, dass der El Baradei besser informiert ist. In der Iraq Intelligenz war er besser informiert als der CIA, von deren Zuverlaessigkeit ich bekanntlich noch nie viel gehalten habe.

    Rocky

  8. #8
    Mitglied Benutzerbild von kritiker_34
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    Standard AW: US-Geheimdienst über Iran:

    Zitat Zitat von Rocky
    Ich habe das gelesen. Mir faellt dabei das totale CIA Versagen in der Intelligenz fuer Iraq eingefallen.

    Ich weiss nicht, was Negroponte sagen will. Aber er widerspricht eindeutig dem El Baradei von der IAEA, der ein geheimes, paralleles Militaerprogramm im Iran vermutet. Ich nehem an, dass der El Baradei besser informiert ist. In der Iraq Intelligenz war er besser informiert als der CIA, von deren Zuverlaessigkeit ich bekanntlich noch nie viel gehalten habe.

    Rocky
    zuerstmal ist bemerkenswert, dass diese Nachricht NICHT vom Spiegel stammt, sondern von n-tv und als Herausgeber fungiert die "Deutsche Börse AG"

    ich meine, dass Publikationen welche sich im Finanzmarkt bewegen, häufig näher an der Wahrheit liegen als reine "News Magacines"

    © n-tv.de 2006 Alle Rechte vorbehalten
    produziert von der nachrichtenmanufaktur GmbH
    Kursdaten: © Deutsche Börse AG
    ----------------------------------------------------------------------

    zum inhaltlichen: DAS der Iran versucht eine AtomBombe zu produzieren bezweifeln wohl nur die dümmsten Idealisten. Die Frage ist eben nur: "Wie weit hat der Iran Technologie entwickelt oder gekauft (z.B. aus Korea) und wie weit ist die Waffentechnik schon fortgeschritten?"

    Wenn in einem Zeitungsbericht ein Name genannt wird, statt nur zu sagen "reliable sources" dann wird zumindest was dran sein, dass Negroponte ein Statement gemacht hat, wonach der Iran noch Jahre bräuchte bis zur eigenständigen Produktion. Ob er damit richtig liegt? Schwierig einzuschätzen.

    Was mich wundert ist der Umstand, dass z.B. C. Rice eher von einer akuten Berohung ausgeht. Wie kann dann der eigene Geheimdienst eine andere Meinung in der Öffentlichkeit vertreten?
    statt Polemik - sachliche Vernunft
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  9. #9
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    Standard AW: US-Geheimdienst über Iran:

    Zitat Zitat von kritiker_34

    (1) zuerstmal ist bemerkenswert, dass diese Nachricht NICHT vom Spiegel stammt, sondern von n-tv und als Herausgeber fungiert die "Deutsche Börse AG"

    ich meine, dass Publikationen welche sich im Finanzmarkt bewegen, häufig näher an der Wahrheit liegen als reine "News Magacines"

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    (2)
    zum inhaltlichen: DAS der Iran versucht eine AtomBombe zu produzieren bezweifeln wohl nur die dümmsten Idealisten. Die Frage ist eben nur: "Wie weit hat der Iran Technologie entwickelt oder gekauft (z.B. aus Korea) und wie weit ist die Waffentechnik schon fortgeschritten?"

    Wenn in einem Zeitungsbericht ein Name genannt wird, statt nur zu sagen "reliable sources" dann wird zumindest was dran sein, dass Negroponte ein Statement gemacht hat, wonach der Iran noch Jahre bräuchte bis zur eigenständigen Produktion. Ob er damit richtig liegt? Schwierig einzuschätzen.

    Was mich wundert ist der Umstand, dass z.B. C. Rice eher von einer akuten Berohung ausgeht. Wie kann dann der eigene Geheimdienst eine andere Meinung in der Öffentlichkeit vertreten?

    (1) Die Negroponte Aussage stand ueberall. Ich hab's nicht von der Reputation der Informationsquelle, sondern von der Reputation des CIA. Auch ist Negroponte NICHT CIA Direktor, sonder er ist Doirektor uber alle 22 Geheimdienste, nur einige sind mit Naqmne bekannt. Das ist ein Job, der neu eingerichtet worden ist auf druck des US Kongresses. Bsuh hat Negroponte dafuer vorgeschlagen, der Senat hat ihn konfirmiert. Was seine Aufgaben wirklich sind, ist wiederum... geheim, wie es sich gehoert. Man heort recht wenig von ihm in seinem neuen Job. Deshalb wird eine seltene Aussage auch so stark beachtet.

    Ich halte den Negroponte fuer einen der wirklich talentierten Diplomaten in dieser Welt. Deshalb sage ich auch, ich weiss nicht, was er sagen will. Negroponte kann auch recht haben (ich lese und hoer so gut wie's geht originale Aussagen, nicht inetrpretierte ueber sieben Medien), wenn die Iraner morgen frueh mit einer Bombe herumfuchteln. So wie seine Aussage wirklich war.

    (2) Wie gesagt, ich halte Negroponte fuer einen der wirklich talentierten Diplomaten dieser Welt.

    Ich habe seine Aussage so gut ich es schaffte original gelesen, leider nicht gehoert. Er ist sehr TV scheu, deshlab kriegen ihn die Reporter recht selten vor die Kamera.

    Condi's und Negroponte's Aussagen sind nicht unbedingt im Widerspruch, waehrend die Eine das Eine auslaesst, und der Andere das Andere.

    Rocky
    Geändert von Rocky (25.04.2006 um 16:15 Uhr)

  10. #10
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    Standard AW: US-Geheimdienst über Iran:

    Und das habe ich heute gelesen.

    Zitat Zitat von DIE ZEIT
    In diese Berechnung geht freilich nicht ein, dass Irans Techniker wenig Erfahrungen mit alledem haben und dass auf dem Weg zum hoch angereicherten Uran etliche Probleme liegen. Anreicherungsanlagen sind störanfällig. Immerhin handelt es sich um Gebilde aus vielen miteinander vernetzten, sich mit Überschallgeschwindigkeit um die eigene Achse drehenden Metallröhren, die starken Kräften ausgesetzt sind; und unvermeidlicherweise sind sie eine Kombination hochbeweglicher und fest stehender Teile, die extreme Anforderungen an Konstruktion, Montage und Wartung stellt. Der Kaskadenaufbau bewirkt außerdem, dass eine zusammenbrechende Zentrifuge viele weitere in Mitleidenschaft ziehen kann. Derartige Systeme lassen sich nicht lediglich per Blaupause oder Handbuch aufbauen und betreiben; sie zu beherrschen setzt Erfahrung voraus. Zudem brauchen die Iraner hochreine Ausgangsstoffe. Ohne sie wäre selbst ein Testbetrieb sinnlos.
    Wieder mal ein sehr Informativer über drei Seiten gehender Artikel der besten Zeitung Deutschlands. :]
    Und wieder wird das bestätigt dessen Meinung ich auch bin, kein Land kann innerhalb kürzester Zeit mal eben ein paar Atombomben baun schon gar nicht 20, 30, 50 Stück in einem Jahr wie das hier einige User zum besten geben.


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    Glauben ist die Hoffnung der Menschen auf eine gerechte Welt. Deshalb wird Glauben immer diktiert durch Eliten, die dahinter ihre profitablen Absichten verstecken.

    (Dieter Krogmann)

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