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Thema: Der 17.JUNI..

  1. #51
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    Standard AW: Der 17.JUNI..

    Zitat Zitat von Falkenhayn
    Da taucht Waldgänger mal wieder auf...

    Wenn du Vielfalt haben willst, dann musst du auch den Liberalismus dulden, waldgänger und nicht fordern diese oder jene Strömung völlig zu vernichten.

    Du hast eine seltsame Vielfaltsdefinition...
    Nein, meine Definition ist richtig. Der Liberalismus verneint Nationen und Völker, weil er diese als irrational ansieht und sein rationalistisches Denken sich nur auf das bezieht was er auch als materiell und fassbar ansieht. Am Ende bleibt nur das Individuum. Eine völlig individualisierte "Weltgemeinschaft" -wie es sich das Weltbürgertum gern wünscht- führt nicht zu Vielfalt, sondern zu dessen Gegenteil. Es tritt paradoxerweise dem Individualismus der Kollektivismus zur Seite und ist auf der Lauer diesen abzulösen.

    Wenn der Einzelne nicht mehr in einem sozialen Netz eingebettet ist, dann verliert er so die Möglichkeit überhaupt eine Person zu sein, weil diverse charakterliche Eigeschaften durch die Einbindung in ein kulturelles Geflecht mitgegeben werden, die so ausbleiben. Was folgt sind sinnentleerte Individuen die sich im Hedonismus suhlen. Hier schlägt die Stunde des Kollektivismus der die entleerten und kulturlosen Indivduen einander angleicht und den Totalitarismus erst möglich macht.

    Der Liberalismus zerstört mit Beihlife des Individualismus die organischen Strukturen die benötigt werden um Freiheit überhaupt auszuüben, weil Freiheit braucht Gemeinschaft! Nebenbei, weil die Völker an sich geleugnet werden, folgt eine Egalisierung der gesamten Erde zugunsten des Marktes an dem sich die vermeintlich freien Individuen alle beteiligen dürfen. Ein liebloser, leerer und mechanischer Atomismus der die nihilistischen Indivduen umhertanzen lässt. Die Vielfalt ist dort nur im Weg. Das Bollwerk des Westens dient dem Kapitalismus dazu seinen Coca-Cola Kulturimperialismus in der gesamten Welt durchzusetzen.

  2. #52
    Preuße aus Vernunft Benutzerbild von Stechlin
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    Standard AW: Der 17.JUNI..

    Zitat Zitat von Waldgänger
    Wenn der Sozialismus ein "Sozialismus des 21.Jahrhunderts" werden soll, dann hört sich das positiv an und die "Linke" würde mit diesem Projekt auch wieder ein erstzunehmender Gegner werden, wobei ich einem postmodernen Sozialismus nicht ablehnend gegenüberstehen würde, wenn er dezentral angewandt wird.
    Dann lies das Buch. Dürfte Dir gefallen.

    Deinen Philokommunismus kann ich jedoch nicht teilen. Für mich ist der Kommunismus eine egalitäre Ideologie wie der Liberalismus und zerstört mit seinen universalitischen Forderungen die Vielfalt in der Welt. Deswegen:
    Sozialismus: Ja! Kommunismus: Nein!
    Kommunismus hat es nie gegeben. Ob er funktioniert, bezweifel ich auch. Walter Ulbricht wollte einen nationalen Weg zum Sozialismus beschreiten. Sein NÖS bot die besten Vorraussetzungen. Leider wurde ihm mit Hilfe dieses Ganoven Breschnew und durch Honnecker (seine größte Schwäche, die er später glaube ich bereut hat) ein Strich durch die Rechnung gemacht. Leider. Ulbricht hat immer an die Einheit geglaubt, nur Adenauer wollte sie nicht.


    Desweiteren kann ich deiner Ablehnung des 17.Juni nicht beistimmen.
    Selbst Sozialisten wie Ernst Niekisch oder Bertold Brecht distanzierten sich nach der blutigen Niederschlagung des Arbeiteraufstandes durch die SED-Führung. Natürlich hat die Bundesrepublik den 17.Juni dazu genutzt ihr System zu legitimieren, aber es darf nicht über den befreiungskämpferischen Charakter des Aufstandes hinwegtäuschen.
    Ja, mag sein, daß da auch einige Fehler seitens unserer Führung gemacht wurden. Aber das täuscht dennoch nicht über den negativen Charakter dieses "Aufstandes" hinweg. Lies mal Stefan Heyms "Fünf Tage im Juni". Jede Medaille hat zwei Seiten.

    Hätte das ostdeutsche Arbeitertum den 17.Juni 1953 für sich entschieden, wäre Deutschland vielleicht schon viel früher vereinigt worden. Ob es dann aber unter SED-Herrschaft oder der plutokratischen Liberaldemokratie der BRD gestanden hätte ist fraglich und nicht zwingend gewesen.
    Die Ergebnisse des Zweiten Weltkrieges revidieren? Bist Du denn des Wahnsinns fette Beute? Nein. 40 Jahre Zweistaatlichkeit taten den Deutschen und auch der Welt nach 12 Jahren faschistischer Diktatur ganz gut; es hätten noch ein paar Jahre mehr sein können. Ein bischen Strafe tat gut. Wer sagte doch gleich: "Ich liebe Deutschland so sehr, daß ich froh darüber bin, daß es gleich zwei davon gibt." ? Ich habe den Autor vergessen. Sorry.
    "Wir sind nicht in die Welt gekommen, um glücklich zu sein,
    sondern um unsere Pflicht zu tun."

    Otto von Bismarck. Schmied des Deutschen Reiches

  3. #53
    Preuße aus Vernunft Benutzerbild von Stechlin
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    Standard AW: Der 17.JUNI..

    Zitat Zitat von Falkenhayn
    Dieses System hat gegenüber deinem einen Vorteil: es ist real...

    Was meinst du eigentlich, wenn du von "euren System" sprichst, welches ist denn deines und wo zu finden?
    Ich sprach von Eurem antiquierten dreigliedrigenSchulsystem. Stichwort: PISA!
    "Wir sind nicht in die Welt gekommen, um glücklich zu sein,
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    Otto von Bismarck. Schmied des Deutschen Reiches

  4. #54
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    Standard AW: Der 17.JUNI..

    Zitat Zitat von NITUP
    Die Ergebnisse des Zweiten Weltkrieges revidieren? Bist Du denn des Wahnsinns fette Beute? Nein. 40 Jahre Zweistaatlichkeit taten den Deutschen und auch der Welt nach 12 Jahren faschistischer Diktatur ganz gut; es hätten noch ein paar Jahre mehr sein können. Ein bischen Strafe tat gut. Wer sagte doch gleich: "Ich liebe Deutschland so sehr, daß ich froh darüber bin, daß es gleich zwei davon gibt." ? Ich habe den Autor vergessen. Sorry.
    Deinen vorigen Beiträgen kann ich grob gesehen zustimmen, aber hier wieder in die Kollektivschuldthese zu verfallen halte ich für falsch. Demnach müsste es auch ganz gut sein den Russen den Liberalismus aufzudrücken, damit sie nach über 70 Jahren Bolschewismus ihre Schuldigkeit tun. Völliger Unsinn! Es waren nicht die Deutschen als Volk, sondern die Nationalsozialisten die diese Verbrechen begangen. Meines Erachtens hat der Autor dieses Satzes, um es salopp zu sagen, nicht alle Tassen im Schrank. Die Deutschen brauchten weder die westliche Liberaldemokratie, noch den östlichen Bolschewismus um die undeutsche Ideologie des Faschismus nach 1945 geistig abzuschütteln und zu sich selbst zu finden.

  5. #55
    Preuße aus Vernunft Benutzerbild von Stechlin
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    Standard AW: Der 17.JUNI..

    Zitat Zitat von Waldgänger
    Deinen vorigen Beiträgen kann ich grob gesehen zustimmen, aber hier wieder in die Kollektivschuldthese zu verfallen halte ich für falsch. Demnach müsste es auch ganz gut sein den Russen den Liberalismus aufzudrücken, damit sie nach über 70 Jahren Bolschewismus ihre Schuldigkeit tun. Völliger Unsinn! Es waren nicht die Deutschen als Volk, sondern die Nationalsozialisten die diese Verbrechen begangen. Meines Erachtens hat der Autor dieses Satzes, um es salopp zu sagen, nicht alle Tassen im Schrank. Die Deutschen brauchten weder die westliche Liberaldemokratie, noch den östlichen Bolschewismus um die undeutsche Ideologie des Faschismus nach 1945 geistig abzuschütteln und zu sich selbst zu finden.
    Ich bin kein Verfechter der Kollektivschuld. So was ist blödsinn. Aber eine Vereinigung 1953 mit dem US-Vasallen BRD unter der Federführung der Westintegration hätte für das europäische Gleichgewicht verherende Konsequenzen gehabt. Neun Jahre nach dem Anschluß der DDR an die BRD führte Deutschland schon wieder Krieg - gegen Jugoslawien. Die Westanbindung eines vereinigten Deutschlands 1953 hätte dem gestig-moralischen Verfall der Deutschen noch mehr Vorschub geleistet. Man hätte der Stalinnote von 1953 folgen sollen: Friedensvertrag, Abzug der Besatzungsmächte, Verpflichtung Deutschlands zu immerwährender Neutralität (d.h. keine Mitgliedschaft in der NATO), gesamtdeutsche freie Wahlen, Vereinigung. Dann hätte es auch keinen
    17.Juni gegeben. Die Spalter Deutschlands saßen nicht im Kreml. Das ist nunmal die historische Wahrheit. Stalin war an einem wirtschaftlich starken und vereinigten Deutschland interessiert. Adenauers Antwort darauf: "Lieber das halbe Deutschland ganz als das ganze Deutschland halb."

    :deutschla :su:
    "Die Hitlers kommen und gehen, aber das deutsche Volk und der deutsche Staat bleiben." Josef Wissarionowitsch Stalin
    "Wir sind nicht in die Welt gekommen, um glücklich zu sein,
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    Otto von Bismarck. Schmied des Deutschen Reiches

  6. #56
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    Standard AW: Der 17.JUNI..

    Unabhängig davon, ob man Kollegen NITUP´s politische Ansichten teilt oder nicht, muß ich ihm doch mal Lob aussprechen.Die Meinung die er hat, begründet er in der Regel sehr fundiert und sehr argumentativ.Ein gute Grundlage für eine fruchtbare Diskussion.Er hebt sich m.M. damit sehr deutlich von andern Usern ab, die sich als "Gesinnungskollegen" bezeichnen, aber außer dürre Ein, oder Zweizeiler, oder platten Parolen, rein gar nix auf der Pfanne haben.
    "Um zu lernen, wer über dich herrscht, finde einfach heraus, wen du nicht kritisieren darfst."Voltaire (1694-1778

  7. #57
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    Standard AW: Der 17.JUNI..

    Ganz klar , Stalin und die KPdSU waren unsere besten und wohlwollendsten Freunde.:klatsch:

    Na klar , deshalb musste die DDR bis 1989 Uranerz , Seeschiffe , ganze Stadtteile und wesentliche Konsumgüteranteile zu Spottpreisen, wenn überhaupt gegen Entgelt liefern und 1 Mio Sowjetbürger Obdacht ; Freiraum und Ernährung auf ihrem Territorium gewähren.
    Das war doch eine ganz kleine Gegenleistung für eine Grosse Langjährige
    Freundschaft - die unser Bestes im Sinn hatte.

    Deine Wahrnehmungsleistungen könnten sich evtl . noch verbessern lassen NITUP.

  8. #58
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    Standard AW: Der 17.JUNI..

    Willst wohl sagen:er hat eifrig auswendiggelernt was ihm sein Staatbürgerkundelehrer vorgebetet hat

  9. #59
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    Standard AW: Der 17.JUNI..

    Nein Ich Habe Ees Nicht Vergessen;

    Man Will Ja Das Volk Verblöden Die Sollen Nicht Denken Gerade So Ein Revolutionsgedanke Ist In Hartz Iv Zeiten Gift Für Die Unternehmensbosse Wie Peter Hartz Und Co Die Das Schaffen Damit Die Ihre Macht Bekommen

  10. #60
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    Standard AW: Der 17.JUNI..

    Zitat Zitat von NITUP
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    Kommunismus hat es nie gegeben. Ob er funktioniert, bezweifel ich auch. Walter Ulbricht wollte einen nationalen Weg zum Sozialismus beschreiten. Sein NÖS bot die besten Vorraussetzungen. Leider wurde ihm mit Hilfe dieses Ganoven Breschnew und durch Honnecker (seine größte Schwäche, die er später glaube ich bereut hat) ein Strich durch die Rechnung gemacht. Leider. Ulbricht hat immer an die Einheit geglaubt, nur Adenauer wollte sie nicht.




    Ja, mag sein, daß da auch einige Fehler seitens unserer Führung gemacht wurden. Aber das täuscht dennoch nicht über den negativen Charakter dieses "Aufstandes" hinweg. Lies mal Stefan Heyms "Fünf Tage im Juni". Jede Medaille hat zwei Seiten.



    Die Ergebnisse des Zweiten Weltkrieges revidieren? Bist Du denn des Wahnsinns fette Beute? Nein. 40 Jahre Zweistaatlichkeit taten den Deutschen und auch der Welt nach 12 Jahren faschistischer Diktatur ganz gut; es hätten noch ein paar Jahre mehr sein können. Ein bischen Strafe tat gut. Wer sagte doch gleich: "Ich liebe Deutschland so sehr, daß ich froh darüber bin, daß es gleich zwei davon gibt." ? Ich habe den Autor vergessen. Sorry.
    Glaubst du das Ullbricht die Einheit wollte. Ich weiß es nicht. Das Adenauer sie nicht wollte war klar.

    Absolut Blödsinnig fand ich auch im Westen den Feiertag zum 17. Juni. Die Westler hatten gar nichts mit zu tun.
    Jeder möchte die Welt verbessern und jeder könnte es auch, wenn er nur bei sich selber anfangen wollte.

    Karl Heinrich Waggerl

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