Umfrageergebnis anzeigen: Meint ihr der Euro muss sich dem Dollar anpassen oder noch stärker werden?

Teilnehmer
13. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Der Euro muss stark bleiben!!

    6 46,15%
  • Flexibilität ist das A und O... runter mit dem € zum $

    6 46,15%
  • Er soll so bleiben wie er ist

    1 7,69%
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Thema: Muss der € hoch oder runter?

  1. #1
    Ein Sturm wird kommen... Benutzerbild von Wilhelm Tell
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    Standard Muss der € hoch oder runter?

    Wir sind ja in einer komischen Phase. Die einen sagen der Euro muss runter, damit der Export endlcih wieder anspringt, die anderen sagen der Euro muss noch stärker werden um Inflation zu vermeiden und in dieser neuen Öl-Krise das in Dollars gehandelte Öl billig zukaufen,und so einen diese lehmung auszuschalten. (Puh... langer Satz) Was meint ihr?

  2. #2
    Progressiver Nationalist Benutzerbild von mggelheimer
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    Zitat Zitat von Wilhelm Tell
    Wir sind ja in einer komischen Phase. Die einen sagen der Euro muss runter, damit der Export endlcih wieder anspringt, die anderen sagen der Euro muss noch stärker werden um Inflation zu vermeiden und in dieser neuen Öl-Krise das in Dollars gehandelte Öl billig zukaufen,und so einen diese lehmung auszuschalten. (Puh... langer Satz) Was meint ihr?
    Wir sind zwar in absoluten Zahlen, das Land mit dem Höchsten Export, aber unsere Wirtschaftswissenschaftler werden schon wissen was richtig ist.
    Dem Kühnen allein ist das Glück hold
    Clausewitz

  3. #3
    Prinzipientreu Benutzerbild von Mecca
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    Zitat Zitat von mggelheimer
    Wir sind zwar in absoluten Zahlen, das Land mit dem Höchsten Export, aber unsere Wirtschaftswissenschaftler werden schon wissen was richtig ist.
    Echt? Ich dachte immer kaum ein Land wäre so vom Import abhängig wie D.

    Zum Thema: Beides hat Vorteile, wenn der Euro höher als der US$ steht ist das gut für Deutschlands Export, andersrum schlecht aber gut für den Import. Das nur ein kleines Beispiel, die Europaweiten ausmaße (ja sogar die allein in D) sind bedeutend größer.

    Aber es gibt keinen "verrückten Wissenschaftler" der in seinem Kämmerchen sitzt und sich denkt "heute mach ich den € mal höher", das hängt u.a. von der Inflationsrate ab


    aber unsere Wirtschaftswissenschaftler werden schon wissen was richtig ist.
    Eigentlich ist nix von beiden richtig oder falsch - wie gesagt,
    beides hat so seine vor- und nachteile
    Mecca
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  4. #4
    Lichtverschenker
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    Also m.E. muss der € runter, wenn gleichzeitig der Realwert der Löhne gleich bleibt...
    "Ideologie ist der Versuch, die Straßenbeschaffenheit zu ändern, indem man neue Wegweiser aufstellt", Carlo Manzoni, it. Schriftsteller

    "Der Mensch ist das einzige Tier, das sich für einen Menschen hält.", Thomas Niederreuther, dt. Schriftsteller

  5. #5
    Prinzipientreu Benutzerbild von Mecca
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    Meiner Meinung nach wäre € = $ optimal, aber das wird nie mehr sein als Wunschdenken
    Mecca
    Kleiner Rebell & wandelndes Lexikon

  6. #6
    Progressiver Nationalist Benutzerbild von mggelheimer
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    Zitat Zitat von mecca
    Echt? Ich dachte immer kaum ein Land wäre so vom Import abhängig wie D.

    Zum Thema: Beides hat Vorteile, wenn der Euro höher als der US$ steht ist das gut für Deutschlands Export, andersrum schlecht aber gut für den Import. Das nur ein kleines Beispiel, die Europaweiten ausmaße (ja sogar die allein in D) sind bedeutend größer.

    Aber es gibt keinen "verrückten Wissenschaftler" der in seinem Kämmerchen sitzt und sich denkt "heute mach ich den € mal höher", das hängt u.a. von der Inflationsrate ab



    Eigentlich ist nix von beiden richtig oder falsch - wie gesagt,
    beides hat so seine vor- und nachteile


    Die deutsche Wirtschaft exportiert erstmals seit elf Jahren wieder mehr als jedes andere Land auf der Welt. Die günstige Kostenentwicklung ist ein Grund für die gute Performance. [Links nur für registrierte Nutzer]
    Dem Kühnen allein ist das Glück hold
    Clausewitz

  7. #7
    Progressiver Nationalist Benutzerbild von mggelheimer
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    Deutschland hat ein erstklassiges, weit gefächertes Angebot", sagte Olaf Wortmann, Konjunkturexperte des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau. Beim Maschinenhandel liege Deutschland mit einem Marktanteil von 19 Prozent ohnehin weltweit vor den USA mit 14,9 Prozent und Japan mit 12,2 Prozent. "Die US-Konkurrenz produziert weniger hochwertig, und Japan liefert Massenproduktion, deshalb führt Deutschland in der hochwertigen, maßgeschneiderten Produktion."


    "Die deutsche Automobilindustrie hat Marktanteile gewonnen, aber die Nachfrage ist in Westeuropa und den USA insgesamt gesunken", sagte Karl-Heinz Bienewitz vom Verband der Automobilindustrie (VDA). Zuwächse gebe es auch hier in Osteuropa: Die Verkäufe stiegen in den ersten acht Monaten 2003 um 17 Prozent. Laut BDI ist 2004 mit einem deutschen Exportwachstum von insgesamt vier Prozent zu rechnen. Das habe eine Umfrage in der Industrie ergeben.
    Dem Kühnen allein ist das Glück hold
    Clausewitz

  8. #8
    Progressiver Nationalist Benutzerbild von mggelheimer
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    In den ersten drei Monaten des Jahres betrug der Wert der Ausfuhren 177,3 Milliarden Euro, während das Volumen der Einfuhren auf 136,2 Milliarden Euro beziffert wurde. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum stiegen die Exporte damit um 8,9 Prozent. Die Importe erhöhten sich um 2,0 Prozent. Der kumulierte Außenhandelsüberschuss belief sich im Zeitraum Januar bis März auf 41,1 Milliarden Euro, für die Leistungsbilanz wurde ein Wert plus 15,6 Milliarden Euro ausgewiesen.

    Die USA haben im übrigen ein Außenhandelsdefizit, muss mal schauen ob ich die Zahlen finde
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  9. #9
    Mitglied Benutzerbild von Fars
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    Hallo zusammen!

    Der Euro ist im Moment im Verhältnis zum US-Dollar zu hoch.
    # Die US-Regierung muss endlich für Ruhe im Irak sorgen.
    # Die EZB soll den Leitzins senken.
    # Die OPEC muss die überhöhten Rohölpreise senken.

    Gruß Fars
    Spende Blut !

  10. #10
    mike
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    Leider gibt es diese Seite nicht mehr, da sie wahrscheinlich eineigen Rechtsanwälten, Staatsanwälten und Richtern nicht mehr ins Bild gepasst hat.
    Sehr staatskritisch, aufklärend und anprangernd. TEREDO.DE
    Deshalb hab ich sie zu diesem Thema nach einmal aus dem Cache des Servers geladen.



    Das größte Enteignungsprogramm aller Zeiten


    Wer heute die Pressemeldungen verfolgt, bekommt den Eindruck vermittelt, als befände sich unsere Welt auf einem endlosen Aufwärtstrend. Offizielle Stellen sprechen schon von der "Besten aller Welten" und behaupten, daß sich ein "Fenster der glücklichen Umstände" auftue, welche die Welt durch unbegrenztes Wirtschaftswachstum zu allgemeinem Wohlstand führen würde. Es wird damit der Glaube in der Bevölkerung erzeugt, als sei unser Finanzwesen eine Bereicherung für jeden. Was übersehen wird, ist die Tatsache, daß es sich bei unserer Finanzordnung um ein Ausbeutungssystem handelt, bei dem auch Sie Gefahr laufen, nicht nur zu verlieren, sondern sogar langfristig zu verarmen.


    Ungerechte Vermögensverteilung


    Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) berichtete 1997, daß sich ein Drittel des Nettogeldvermögens auf nur 6% der Haushalte konzentriert. Allerdings wurden bei der statistischen Erhebung gerade die reichen Haushalte mit einem monatlichen Nettoeinkommen von 35.000 DM und mehr nicht erfaßt. Jedoch soll sich nach einer überschlägigen Rechnung 40% des Geldvermögens gerade in dieser Bevölkerungsschicht befinden, weshalb diese Analyse der Vermögensverteilung noch als sehr optimistisch gelten kann. Auch in den USA geht es den meisten Amerikanern heute schlechter als vor 25 Jahren, weil der gesamte Vermögenszuwachs nur denjenigen zugute kam, welche schon vorher im Überfluß lebten.


    Vermögenskonzentration


    Wer heute viel Geld besitzt, kann dieses verzinst anlegen und wird durch die erhaltene Rendite noch reicher. Damit kann er im folgenden Jahr noch mehr leistungslosen Gewinn durch den Zinseszins erwirtschaften. So steigert sich sein Reichtum, ohne Arbeit erbringen zu müssen, immer schneller. Bei nur 7 Prozent Rendite verdoppelt sich beispielsweise sein Vermögen alle 10 Jahre. Auf der anderen Seite muß dieser Vermögenszuwachs durch die weniger Begüterten erarbeitet werden. Weil eine Ausweitung von Geldvermögen automatisch mit einer gleichhohen Steigerung der Verschuldung verbunden ist (Abb. 1), bedeutet ein Zinsgewinn weniger Superreicher gleichzeitig eine Schulden- und Zinslast für die große Bevölkerung.


    Mit der Ausweitung der Geldvermögen werden diese automatisch in immer weniger Händen konzentriert. In einer UNO-Studie wurde 1996 bekannt gegeben, daß weltweit die 358 reichsten Milliardäre fast die Hälfte des Welteinkommens besitzen. Würde man statt des Einkommens das Vermögen berücksichtigen, wäre der Gegensatz noch viel größer. Nicht nur weltweit, sondern auch innerhalb der reichen Nationen vollzieht sich eine große Verschiebung von Kapital in immer weniger Hände. Das Ergebnis dieser Umverteilung zeigt sich in der Vermögensverteilung der Bevölkerung: Im Jahr 1996 veröffentlichte die CDA (Christlich Demokratische Arbeitnehmerschaft - eine CDU Organisation), daß sich 80% des Vermögens in Deutschland in den Händen von nur 3% der Bevölkerung befinde. Auf der anderen Seite rutscht ein großer Teil der Bevölkerung in die Armut ab: Die Sozialausgaben im Staatshaushalt steigerten sich dabei seit 1960 um mehr als 1800%. Jede dritte Mark muß inzwischen für die Sozialleistungen ausgegeben werden. Dabei bleibt das Abrutschen in die Armut keineswegs auf eine kleine Gesellschaftsschicht beschränkt. Experten gehen davon aus, daß zwei Drittel der Gesellschaft einmal im Leben in eine Armutsperiode geraten werden. Sie müssen in diesem System damit rechnen, unter Umständen ebenfalls bald zu den Armen zu gehören.


    Kapital gewinnt, Arbeit verliert


    Wie massiv die Zinslasten zu Ungleichgewichten in der Bevölkerung führen, zeigt sich insbesondere in der Entwicklung der Löhne und Gehälter im Vergleich zu den privaten Geldvermögen (Abb. 2).


    Abb. 2: Entwicklung der Löhne im Vergleich zum privaten Geldvermögen


    Während das Geldvermögen exponentiell anwächst, sinken die Nettolöhne seit einigen Jahren. Auch die Differenz zwischen Brutto- und Nettolohn wird immer größer, da Steuer- und Abgabenbelastungen für die Arbeitnehmer drückender werden. Wie sehr sich die Entwicklung verselbständigt hat, zeigt die Tatsache, daß der Zuwachs an neuem Geldvermögen zum größten Teil nur aus wiederangelegten Zinsen stammt. Während Sie als Erwerbstätiger nur dann Vermögen bilden können, wenn Sie einen Teil Ihres Arbeitslohnes sparen, hat sich der Großteil des Geldvermögens in so wenigen Händen konzentriert, daß der jährliche Zinsgewinn nicht mehr konsumiert werden kann und automatisch wieder angelegt wird. Zunehmend wird so Reichtum nicht mehr durch Arbeit erlangt, sondern durch leistungslose Geldanlageformen vergrößert.


    Weil die Zinslasten von der Bevölkerung aufgebracht werden müssen entsteht durch diesen Effekt ein perfektes Ausbeutungssystem.


    Die neue Sklaverei


    Heute meinen die meisten Menschen, daß Ausbeutung und Leibeigenschaft ein Relikt aus früheren Tagen darstellt. Wenig bekannt ist, daß gerade unser Zinskapitalismus die perfekte Ausbeutung des Großteils der Bevölkerung ermöglicht. Dabei war die alte Ausbeutung wesentlich durchschaubarer, während das Zinssystem alles schleichend ablaufen läßt, ohne daß die Bürger wissen, warum es ihnen immer schlechter geht. In früherer Zeit war es ganz deutlich, wer und aus welchem Grund jemand andere ausnutzte. Wenn ein Fürst seine Untertanen zum Frondienst verpflichtete, war für die Geknechteten der Vorgang völlig offen durchschaubar. Das System damals hatte jedoch für den Kapitalisten den Nachteil, daß man die Menschen nur mit Gewalt zur Arbeit antreiben konnte. Wer jedoch unter offenem Zwang steht, leistet nur das Minimum - sobald der Aufseher wegschaute, ließ sofort die Arbeitsleistung nach. Die Ausbeutung im Zinskapitalismus geschieht viel raffinierter: Wenige Geldbesitzer halten den Menschen das wichtige Tauschmittel vor und geben dieses erst in Umlauf, wenn Zins gezahlt wird. Jedes Jahr müssen nun die Bürger Zinsen an die Geldverleiher bezahlen, da diese anderenfalls das Tauschmittel einziehen und die Wirtschaft zusammenbrechen lassen. Dabei muß das einzelne Individuum nicht einmal kontrolliert, oder durch Zwang zur Arbeit angetrieben werden, da jedem gar keine andere Möglichkeit bleibt als die Zinslasten zu tragen, möchte er nicht untergehen. Die Zinsbelastung in der Bevölkerung erfaßt zuerst nur den unteren Anteil, die ärmsten, später die Mittelschicht, am Ende sogar die Wohlhabenden. In der Bevölkerung kommt es zu einem Konkurrenzdruck um die besten Plätze im System, niemand möchte zuerst scheitern. Durch diesen ruinösen Wettbewerb ist jeder Marktteilnehmer dazu gezwungen, die maximale Leistung zu erbringen, ohne daß äußerer Druck der Nutznießer notwendig wäre.


    Die perfekte Ausbeutung


    Die immer schnellere Verschiebung des Vermögens von der breiten Bevölkerung zu wenigen Superreichen kann durchaus mit einer neuen Form der Sklaverei verglichen werden. Auch wenn Sie persönlich nicht verschuldet sind, müssen Sie Zinsen im Wert von durchschnittlich 35000 DM pro Jahr zahlen, da sich der Staat und die Unternehmen für Sie verschuldet haben und Sie die Zinslast durch höhere Steuern und Preise bezahlen müssen. Dabei werden die Zinsverpflichtungen für den Staat und die Unternehmer immer größer, welche den Druck auf die Bürger und die Angestellten weitergeben. Diese müssen ständig größere Teile ihres Einkommens für die Bedienung der Schulden bereitstellen und verarmen letztlich. Doch muß sich die Situation weiter verschärfen: Durch die Zinseszinsrechnung bleiben die Kapitalkosten nicht konstant, sondern steigen mit zunehmender Zeit immer schneller an. Daher kommt der stärker werdende Druck auf den einzelnen in der Gesellschaft und am Arbeitsplatz. Die Ausbeutung des einzelnen geschieht in erster Linie durch die Zinslasten des Staates und der Unternehmer. Dabei ist die Ausbeutung durch unseren Staat am deutlichsten sichtbar.


    Zinszahlungen über den Staat


    Diese Ausbeutung erfolgt über das Steuer- und Abgabensystem. Sie müssen dabei im heutigen System immer stärker belastet werden, da auch die Kreditverpflichtungen des Staates wachsen. Der Staat ist dazu gezwungen, seine Schulden- und damit Zinsverpflichtungen laufend auszuweiten, um das System am Leben zu erhalten. Wenn der Staat seine Schuldenaufnahme reduzieren wollte, so ginge dies nur, indem andere Wirtschaftssektoren, wie beispielsweise die Unternehmen oder die Privathaushalte mehr Kredite nachfragen. Bleibt diese verstärkte Aufnahme von Schulden durch die übrige Wirtschaft aus, so muß der Staat eingreifen und den Schuldenüberhang durch Kreditaufnahme abschöpfen. Um den Schuldendienst leisten zu können, muß der Staat Ihnen zwangsläufig immer drückendere Steuern und Abgaben aufbürden. Abb. 3 zeigt anhand der deutschen Staatsverschuldung, wie extrem die Entwicklung ist:


    Abb. 3: Staatsverschuldung in Deutschland


    Die Politiker in Bund, Ländern und Gemeinden stehen dabei unter Druck:. Einmal müssen die Zinslasten bezahlt werden, zum zweiten will man jedoch nicht die Nutznießer des Systems dazu heranziehen, da diese sonst bei der nächsten Wahl ihre Unterstützung versagen könnten. Die Lösung sehen unsere Regierenden darin, die kleinen Bürger vermehrt zu belasten. Trotz gegenteiliger Versprechen steigen deshalb die Belastungen durch Steuern und Abgaben für Sie zunehmend.


    Irreführende Meldungen


    Um kritische Stellungnahmen abzuwerten und das Vertrauen der Bevölkerung in das Ausbeutungssystem nicht zu gefährden, werden zunehmend Nachrichten verbreitet, welche die Funktionsfähigkeit der zinskapitalistischen Ordnung beweisen sollen. In diesem Zusammenhang sollten Sie sich nicht von Meldungen verwirren lassen, welche über eine Reduzierung der Staatsverschuldung in den USA berichten. In Amerika wurde die reduzierte Schuldenlast des Staates einfach auf die Unternehmen und Privathaushalte übergewälzt. Die wirtschaftlich bedeutsame Gesamtverschuldung steigt deshalb im Rekordtempo. Wie sich diese Kredite letztlich auf die Wirtschaftsteilnehmer Staat, Unternehmen und Privathaushalte verteilen ist nur sekundär bedeutsam, da die Zinslast für die gesamte Schuld letztlich von der Bevölkerung getragen werden muß.


    Druck auf Unternehmer und Arbeiter


    Im zinskapitalistischen System sind die Unternehmen zunehmend dazu gezwungen, Kredite aufzunehmen, um im härter werdenden Wettbewerb bestehen zu können. Um wiederum die Zinsen bezahlen zu können, muß rationalisiert und damit Arbeitskräfte abgebaut werden. Zu Beginn unserer Wirtschaftsordnung, nach dem Zweiten Weltkrieg, konnte der Kapitalanteil noch durch ein kräftiges Wirtschaftswachstum ausgeglichen werden. Heute jedoch stellt er den bestimmenden Faktor im Unternehmen dar. Die Fähigkeit der Betriebe Löhne zahlen zu können sinkt damit in immer schnellerem Ausmaß. Wer den Gegensatz zwischen Kapital und Arbeit im Zinssystem verstanden hat, erkennt auch, daß die Konfrontation von Arbeitnehmer und Unternehmer eigentlich gar nicht besteht. Beide sitzen letztlich im gleichen Boot und werden vom Kapitalgeber unter Druck gesetzt. Die künstlichen Streitigkeiten von Gewerkschaften und Betrieben sind dabei nur Ablenkungsaktionen, welche die Aufmerksamkeit von der Zinsausbeutung weglenken sollen.


    Heute wird versucht, die Schuld an der Misere den Arbeitnehmern zuzuschieben, welche zu hohe Löhne erhalten würden. Wie aus Abb. 4 jedoch ersichtlich ist, entwickeln sich die Bruttolöhne linear, während die Schulden der Unternehmen explodieren. Schnell wird deutlich, daß es nicht die Löhne, für die das Unternehmen die Gegenleistung Arbeit bekommt, sondern die leistungslosen Kapitalkosten sind, welche die Wirtschaft ruinieren.


    Abb. 4: Bruttolöhne und Unternehmerverschuldung im Vergleich


    Nach Angaben der Deutschen Bundesbank arbeitete schon 1995 das durchschnittliche Unternehmen mit nur noch 18% Eigenkapital, manche Branchen, wie der Einzelhandel, oder die Bauindustrie sogar mit weniger als 5%. Der Rest ist Fremdkapital, also zu bedienende Schuldenlast. Mit schnell anwachsenden Schulden sind steigende Zinslasten der Wirtschaft verbunden. Wie gewaltig dieser Schuldendienst ist, wird bei Großprojekten klar: Beim Tunnel zwischen England und Frankreich beispielsweise frißt die Zinslast, trotz ständig steigender Nutzung des Tunnels, die gesamten Gewinne aus dem Betrieb. Zinsen müssen jährlich pünktlich an den Geldgeber überwiesen werden, hier ist kein Verhandlungsspielraum vorhanden. Das führt dazu, daß die Betriebe gezwungen sind, in anderen Bereichen einzusparen: Es werden Löhne gedrückt und Arbeitskräfte entlassen! Andere Unternehmen können die Zinslasten nicht mehr tragen und müssen aufgeben. Das Ergebnis: Arbeitslosigkeit für die Betroffenen! So werden jedes Jahr neue Pleitenrekorde erreicht. Allein die Rekordpleitewelle von 1997 setzte eine halbe Million Arbeiter auf die Straße! Die folgenden Jahre 1998 und 1999 bestätigten die Entwicklung. Steigenden Zinslasten der Wirtschaft stehen auf der anderen Seite zunehmende Zinserträge der Geldbesitzer und der Banken gegenüber. Meist wird in diesem Zusammenhang der Begriff der "Globalisierung" erwähnt, welcher zu mehr Wettbewerb und damit steigenden Erwerbszahlen führen soll.


    Die Ängste der Menschen vor einer unüberschaubaren Welt, vor Mächtigen, die weder wählbar, noch abwählbar sind, vor anonymen Strukturen, müssen wir ernst nehmen. ... Es sollte nie vergessen werden, daß Freiheit sich nicht von selbst versteht, daß sie ersehnt, erkämpft und verteidigt werden muß".


    Bundespräsident Rau zur Globalisierung anläßlich der 475 Jahr Feier des Bauernkrieges


    Globalisierung-die perfekte Unterdrückung


    Globalisierung heißt, daß sich das Geldkapital in kurzer Zeit von einem Ort zum anderen bewegen kann, um dort mehr Zinserträge zu erwirtschaften. Da jedoch Produktion und Arbeitnehmer nicht so mobil sind, wird sich zwangsläufig die Vorherrschaft der Kapitalbesitzer über Arbeit und Produktion verschärfen. Die Unternehmen sind dann immer mehr dazu gezwungen, mit dem Kapitalmarkt zu konkurrieren. Erbringt ein Betrieb nicht mehr die Mindestrendite auf dem Geldmarkt, wird er wegen "Unrentabilität" geschlossen - Verdienstausfall und Arbeitslosigkeit ist für Sie die Folge. So wurde etwa beim Daimler-Benz Konzern bereits 1996 die Anweisung erlassen, daß alle Sparten des Konzerns eine Mindestrendite von 12% erwirtschaften müssen, anderenfalls würden sie abgestoßen. 12% Rendite bedeutet eine Verdopplung der Produktivität alle sechs Jahre - der Druck auf Sie als Angestellter oder Unternehmer steigt damit ständig. Wie die globalen Großanleger den Vorrang vor der Sicherung von Arbeitsplätzen bekommen, zeigt folgendes Beispiel: Der Nahrungs- und Waschmittelkonzern Unilever kündigte wegen der Globalisierung an, in den nächsten Jahren weltweit 100 Fabriken und 25000 Arbeitsplätze abzubauen. Die Maßnahme wurde indirekt damit begründet, daß der Nettogewinn zurückgegangen wäre, wegen der Ausschüttung einer Superdividende im Sommer vergangenen Jahres. Mit der Globalisierung müssen nun weltweit die Unternehmen in erster Linie mit dem mächtiger werdenden Kapitalmarkt konkurrieren - ein gnadenloser Verdrängungswettbewerb entsteht, die Anforderungen werden in immer größere Höhen geschraubt, Löhne nach unten gedrückt, und immer mehr Menschen werden auf der Strecke bleiben. Gleichzeitig kommt es zu einer beschleunigten Konzentrationswelle in der Wirtschaft. Das Transaktionsvolumen der weltweiten Unternehmensfusionen stieg 1997, im Vergleich zum Vorjahr, um 48% auf 1630 Mrd. US-Dollar. 1999 waren es bereits annähernd 3000 Mrd. Dollar. Durch die größere Kapitalbasis können Großkonzerne kleine Betriebe in einem ruinösen Wettbewerb in die Enge treiben. Mittelständische Unternehmen, welche den Großteil der Arbeitsplätze stellen, müssen bei steigenden Zinslasten aufgeben und ihren Marktanteil an einen Großkonzern abgeben, der damit seine Monopolstellung ausweitet. Bei der Übernahme wird der Betrieb zuerst durch Entlassungen "saniert" - Arbeitslosigkeit ist die Folge. Der ehemalige Vorsitzende der Deutschen Bank, Hilmar Kopper, wies darauf hin, daß Fusionen oftmals nur deshalb stattfinden, damit sich der Konzern von bestimmten Sparten trennen kann. Ein oberstes Ziel der Firmenübernahmen stellt also schon von vornherein die Reduzierung des Personalbestandes dar. Zusätzlich kommt es zu einem Preisdruck auf andere Kleinunternehmer, die mit dem entstandenen Giganten konkurrieren sollen. Die Großkonzerne befinden sich wiederum in der Hand von Banken, bei denen sich die Kapitalkonzentration weiter fortsetzt. Durch steigende Arbeitslosigkeit kann dann der Druck auf die Angestellten und Arbeiter fast beliebig ausgeweitet werden, muß doch jeder ständig befürchten, bald selbst zu den Erwerbslosen zu gehören. Dabei gehen auch die Grundrechte, beispielsweise der Meinungsfreiheit, verloren: Nach einer Studie aus dem Jahr 1997 rechneten 85% der Mitarbeiter mit Nachteilen, wenn sie im Betrieb offen ihre Meinung äußern würden. Jeder muß froh sein, überhaupt noch einen Arbeitsplatz zu besitzen, auch wenn er noch so schlecht bezahlt wird. Durch diesen Prozeß sollen sich Ihre Lebensumstände in Zukunft drastisch ändern. Es wird kaum noch Jobs geben, die Sie auf Dauer ausüben können. Durch zunehmenden Druck, Kürzung von Sozialhilfe und Entlassungen werden Sie dazu gezwungen sein, Zweit- und Drittberufe zu ergreifen. Ein erheblicher Anteil der Bevölkerung wird dabei ganz an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden.


    Der Euro


    Die Einführung des Euros wird diesen Prozeß noch erheblich steigern, weil sich das Kapital nun verlustfrei innerhalb des Währungsraumes bewegen kann und damit die einzelnen Staaten mit ihren Einwohnern beliebig unter Druck gesetzt und gegeneinander ausgespielt werden können. Außerdem bauen sich durch eine einheitliche Währung Spannungen zwischen den wirtschaftlich ungleichen Nationen auf, welche früher durch Wechselkursänderungen ausgeglichen wurden. Diese Spannungen werden zu Krisen führen, welche ganze Landesteile gefährden werden. Schon allein die Tatsache, daß der Euro keiner demokratischen Entscheidungsfindung entspringt, zeigt, daß hier nur wieder die Interessen des Kapitals berücksichtigt wurden.


    Die Abwärtsspirale


    Weil im Zinskapitalismus die zu bedienenden Schulden immer größer werden, muß dieses System früher oder später zerfallen. In einer gewaltigen Wirtschaftskatastrophe wird dann Ihr noch vorhandenes Vermögen in einem Schlag vernichtet und die Menschen enteignet.


    In der Regel wird solch ein Zusammenbruch von einem Börsenkrach eingeleitet. Im Vorfeld dieses Ereignisses bringt eine ausgiebige Werbung die Leute dazu, ihr Vermögen in Aktien zu investieren, womit die Kurse hochspekuliert werden. Es wird die Illusion erweckt, daß man nur Aktien zu kaufen brauche, um schon zur Gewinnerschicht des Ausbeutungssystems zu gehören. Damit werden zwei Effekte erzielt: Einmal wird jede Kritik am mangelhaften Finanzwesen unterdrückt und zum zweiten kann ein guter Teil des Vermögens an der Börse gebunden werden, was der reichen Schicht einen bequemen Ausstieg vor dem Crash ermöglicht. Warum sonst, wird Werbung dafür gemacht, daß Sie Ihr Geld an der Börse investieren? Noch nie hatte jemand Interesse daran, daß der kleine Mann reich und damit unabhängig wird.


    Die Reichen stoßen Aktien ab


    Ein externer Auslöser (Pleite eines hoffnungsvollen Unternehmens, Krieg, Katastrophe) bringt dann die Spekulation zum Platzen und das Geld zieht sich, wegen aufkommender Unsicherheiten, aus der Wirtschaft zurück. Wenn Tauschmittel im Geldkreislauf zunehmend fehlt, bedeutet dies einen immer schnelleren Abfall der Warenpreise und Arbeitslöhne, weil einer konstanten Gütermenge ein schwindendes umlaufendes Geldvolumen gegenübersteht und deshalb die Preise für Ware und Arbeit im Vergleich zum Kapital sinken - es entsteht eine deflationäre Spirale. Da immer weniger Waren umgesetzt werden, brechen die Umsätze der Unternehmen ein, die Zinsen für geliehenes Fremdkapital (90% des Betriebskapitals) können nicht mehr gezahlt werden, Firmen brechen zusammen, die Beschäftigten stehen zu Millionen auf der Straße - es entsteht Massenarbeitslosigkeit. Dadurch kommen die heute schon überschuldeten Staaten in noch größere Finanznot, die Steuereinnahmen sinken drastisch - Sozialhilfe und Arbeitslosengeld wird gestrichen - Armut breitet sich aus. Wenn Sie Schulden haben, können Sie die durch die Deflation aufgewerteten Zinsen nicht mehr bezahlen, gleichzeitig verliert Ihre Sicherheit (z.B. Immobilien) durch die Wertsteigerung des Geldes rasant an Wert. Häuser, Autos und überhaupt alles auf Schuldenbasis finanzierte wird zu Niedrigstpreisen zwangsversteigert. Am Ende haben Sie als einst stolzer Hausbesitzer alles verloren und immer noch Restschulden. Auch am Aktienmarkt werden Sie als Kleinaktionär, dem geraten wurde, die Papiere auf jeden Fall zu halten, letztlich die Zeche bezahlen. Die Folge ist ein massiver Aktiencrash - die Deflation heizt sich immer mehr an - das System bricht zusammen.


    Vermögensplanung


    Um sich auf die Veränderungen im System vorzubereiten, ist es wichtig, seine Vermögensplanung zu überdenken. Unter allen Umständen sind Schulden zu vermeiden, da Sie dadurch in große Abhängigkeiten von Finanzinstitutionen geraten und Gefahr laufen, Ihre Handlungsfähigkeit zu verlieren. Verzichten Sie lieber auf etwas, als sich in Abhängigkeiten zu bringen. Aktien und Anleihen werden im Crash als erste Anlageformen betroffen sein, weshalb eine Investition gut überlegt sein muß. Wichtig ist im Crash vor allem die Liquidität, welche Sie durch ein Bargelddepot (im versicherten Schließfach der Bank) erhalten. Dabei ist eine Investition in den Schweizer Franken zu überlegen, um sich gegen eine plötzliche, verlustreiche Einführung von Euro-Bargeld abzusichern. Die Anlageform Gold wird sich in einer Krisenzeit ebenfalls bewähren. Gleichfalls ist das kurzfristig verfügbare klassische Sparbuch und Geldmarktfonds eine empfehlenswerte Anlageform zur Krisensicherung. Wer heute die Entwicklung ignoriert und verdrängt, läuft Gefahr, morgen schon von den Ereignissen eingeholt zu werden.

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