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Thema: Die Moral der Entente im ersten Weltkrieg

  1. #1
    Mitglied Benutzerbild von NimmerSatt
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    Standard Die Moral der Entente im ersten Weltkrieg

    Unter Moral verstehe ich in diesem Thread die Fähigkeit der Bevölkerung, der Matrosen und der Soldaten große Entbehrungen zu Gunsten des Staates auf sich zu nehmen.

    Wie wichtig war der Bevölkerung in diesen Ländern der Sieg über die Mittelmächte?

    Wie sind die Streiks und die Meutereien in den verschiedenen Ländern einzuschätzen? Einzelfälle oder beginnender Trend, der durch das Kriegsende gestoppt wurde?

    Wie sah die Zustimmung für ein Angreifen der USA in den Krieg in den USA aus?

    Wäre eine Art "Novemberrevolution" auch in Staaten der Entente bei längerer Kriegsdauer möglich gewesen?

  2. #2
    Legendärer Antiker Vogel Benutzerbild von leuchtender Phönix
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    Standard AW: Die Moral der Entente im ersten Weltkrieg

    Zitat Zitat von NimmerSatt Beitrag anzeigen
    Unter Moral verstehe ich in diesem Thread die Fähigkeit der Bevölkerung, der Matrosen und der Soldaten große Entbehrungen zu Gunsten des Staates auf sich zu nehmen.
    Wie wichtig war der Bevölkerung in diesen Ländern der Sieg über die Mittelmächte?

    Bestimmt wichtig.

    Wie sind die Streiks und die Meutereien in den verschiedenen Ländern einzuschätzen? Einzelfälle oder beginnender Trend, der durch das Kriegsende gestoppt wurde?
    Schwer einzuschätzen. Aber wegen der eindeutigen Überlegenheit und dem abzeichnenden Sieg wohl eher die Ausnahme. In Deutschland gab es ja die Novemberrevolution, weil die Matrosen (als auslösender Funke) nicht in einem längst verlorenen Krieg verheizt werden wollten.

    Wie sah die Zustimmung für ein Angreifen der USA in den Krieg in den USA aus?
    Stimmung bis 1917 auf seite der Entene aber Mehrheit wollte Neutral bleiben. Durch die Wiederaufnahme des uneigeschränkten U-Boot-Krieges und ein Bündnisversuch mit Mexiko änderte sich das rasch.

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    Wäre eine Art "Novemberrevolution" auch in Staaten der Entente bei längerer Kriegsdauer möglich gewesen?
    Wenn kein sieg in aussicht gestanden hätte bestimmt.

  3. #3
    Bayer Benutzerbild von Schlumpf
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    Standard AW: Die Moral der Entente im ersten Weltkrieg

    Na, ich weiß nicht.

    Die Franzosen waren wegen Meuterei ganzer Divisionen und einer extrem schlechten (Kampf)moral ab 1916/17 nicht mehr in der Lage Offensiven anzugehen.
    Die Moral in Frankreich war also ziemlich im Keller.
    Leben und leben lassen!

  4. #4
    Mitglied Benutzerbild von NimmerSatt
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    Standard AW: Die Moral der Entente im ersten Weltkrieg

    Zitat Zitat von Schlumpf Beitrag anzeigen
    .Die Franzosen waren wegen Meuterei ganzer Divisionen und einer extrem schlechten (Kampf)moral ab 1916/17 nicht mehr in der Lage Offensiven anzugehen.
    Die Moral in Frankreich war also ziemlich im Keller.
    Von sowas habe ich noch nie was gehört, nur von der Meuterung von Matrosen in einigen französischen Häfen. Haben Sie Quellen dafür?

  5. #5
    Legendärer Antiker Vogel Benutzerbild von leuchtender Phönix
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    Standard AW: Die Moral der Entente im ersten Weltkrieg

    Zitat Zitat von Schlumpf Beitrag anzeigen
    Na, ich weiß nicht.

    Die Franzosen waren wegen Meuterei ganzer Divisionen und einer extrem schlechten (Kampf)moral ab 1916/17 nicht mehr in der Lage Offensiven anzugehen.
    Die Moral in Frankreich war also ziemlich im Keller.
    Ich schätze mal weil an der Westfront praktisch (trotz Überzahl) nicht viel ging.

  6. #6
    Bayer Benutzerbild von Schlumpf
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    Standard AW: Die Moral der Entente im ersten Weltkrieg

    Zitat Zitat von NimmerSatt Beitrag anzeigen
    Von sowas habe ich noch nie was gehört, nur von der Meuterung von Matrosen in einigen französischen Häfen. Haben Sie Quellen dafür?


    Als Folge der gescheiterten Offensiven kam es in der französischen Armee zu Meutereien, von denen zeitweilig bis zu 16 Korps erfasst wurden. Deshalb wurde der französische Oberbefehlshaber Nivelle durch General Pétain abgelöst, der die Verteidigung Verduns organisiert hatte. Durch den Übergang zu einer strikten Defensivhaltung konnte Pétain die Unruhe in der französischen Armee vorerst eindämmen. Gegen meuternde Soldaten wurde mit äußerster Härte vorgegangen. In Frankreich wurden 1917 mehrere Hundert Soldaten hingerichtet. Obwohl deutsche Verbände weitergemeldet hatten, dass der französische Widerstand an größeren Frontabschnitten praktisch nicht mehr existierte, nutzte die deutsche Heeresleitung die Meutereien in der französischen Armee nicht aus. Pétain erkannte die Gefahr und sorgte für Verbesserungen in Hinsicht auf Verpflegung und Ruhezeiten der Truppen. Die Soldaten wurden künftig durch sorgfältiger geplante und vorsichtigere Operationen sowie verstärkten Materialeinsatz etwas entlastet; in der Folge setzte in der französischen Armee ein langsamer Regenerationsprozess ein; die Moral festigte sich wieder.

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  7. #7
    Legendärer Antiker Vogel Benutzerbild von leuchtender Phönix
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    Standard AW: Die Moral der Entente im ersten Weltkrieg

    Zitat Zitat von Schlumpf Beitrag anzeigen
    Als Folge der gescheiterten Offensiven kam es in der französischen Armee zu Meutereien, von denen zeitweilig bis zu 16 Korps erfasst wurden. Deshalb wurde der französische Oberbefehlshaber Nivelle durch General Pétain abgelöst, der die Verteidigung Verduns organisiert hatte. Durch den Übergang zu einer strikten Defensivhaltung konnte Pétain die Unruhe in der französischen Armee vorerst eindämmen. Gegen meuternde Soldaten wurde mit äußerster Härte vorgegangen. In Frankreich wurden 1917 mehrere Hundert Soldaten hingerichtet. Obwohl deutsche Verbände weitergemeldet hatten, dass der französische Widerstand an größeren Frontabschnitten praktisch nicht mehr existierte, nutzte die deutsche Heeresleitung die Meutereien in der französischen Armee nicht aus. Pétain erkannte die Gefahr und sorgte für Verbesserungen in Hinsicht auf Verpflegung und Ruhezeiten der Truppen. Die Soldaten wurden künftig durch sorgfältiger geplante und vorsichtigere Operationen sowie verstärkten Materialeinsatz etwas entlastet; in der Folge setzte in der französischen Armee ein langsamer Regenerationsprozess ein; die Moral festigte sich wieder.

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    Kann ich gut nachvollziehen. Niemand möchte sinnlos verheizt werden. In solchen irrsinnigen Angriffen, die sowieso nichts bringen.

  8. #8
    Mitglied Benutzerbild von Fuchs
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    Standard AW: Die Moral der Entente im ersten Weltkrieg

    Zitat Zitat von NimmerSatt Beitrag anzeigen
    Unter Moral verstehe ich in diesem Thread die Fähigkeit der Bevölkerung, der Matrosen und der Soldaten große Entbehrungen zu Gunsten des Staates auf sich zu nehmen.

    Wie wichtig war der Bevölkerung in diesen Ländern der Sieg über die Mittelmächte?

    Wie sind die Streiks und die Meutereien in den verschiedenen Ländern einzuschätzen? Einzelfälle oder beginnender Trend, der durch das Kriegsende gestoppt wurde?

    Wie sah die Zustimmung für ein Angreifen der USA in den Krieg in den USA aus?

    Wäre eine Art "Novemberrevolution" auch in Staaten der Entente bei längerer Kriegsdauer möglich gewesen?

    hätte man den uneingeschränkten u-bootkrieg 1915
    konsequent weitergeführt und damit auch die kriegserklärung
    der usa in kauf genommen,deren militärische möglichkeiten zu der
    zeit noch nicht wirklich ausschlaggebend war,so hätte man england
    arg in bedrängnis bringen können. möglicherweise hätte es dann
    dort auch aufstände gegeben, so nach dem motto. "why die for france".
    "Man darf niemals 'zu spät' sagen. Auch in der Politik ist es niemals zu spät. Es ist immer Zeit für einen neuen Anfang."

    Konrad Adenauer

  9. #9
    in memoriam Benutzerbild von Rheinlaender
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    Standard AW: Die Moral der Entente im ersten Weltkrieg

    Zitat Zitat von Schlumpf Beitrag anzeigen
    Na, ich weiß nicht.

    Die Franzosen waren wegen Meuterei ganzer Divisionen und einer extrem schlechten (Kampf)moral ab 1916/17 nicht mehr in der Lage Offensiven anzugehen.
    Die Moral in Frankreich war also ziemlich im Keller.
    Klar weshalb auch im Jun. 1917 Paris deutsch besetz wurde ...

  10. #10
    Bayer Benutzerbild von Schlumpf
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    Standard AW: Die Moral der Entente im ersten Weltkrieg

    Zitat Zitat von Rheinlaender Beitrag anzeigen
    Klar weshalb auch im Jun. 1917 Paris deutsch besetz wurde ...
    Schalt doch einfach mal Dein Gehirn ein, also die graue Matrix zwischen Deinen Ohren, wenn Du einen Text liest. Möglicherweise hilft das Dir Dich nicht so zu blamieren wie Du es gerade jetzt geschafft hast. :hihi:


    Nochmal, extra für Dich der Wiki-Artikel:

    Als Folge der gescheiterten Offensiven kam es in der französischen Armee zu Meutereien, von denen zeitweilig bis zu 16 Korps erfasst wurden. Deshalb wurde der französische Oberbefehlshaber Nivelle durch General Pétain abgelöst, der die Verteidigung Verduns organisiert hatte. Durch den Übergang zu einer strikten Defensivhaltung konnte Pétain die Unruhe in der französischen Armee vorerst eindämmen. Gegen meuternde Soldaten wurde mit äußerster Härte vorgegangen. In Frankreich wurden 1917 mehrere Hundert Soldaten hingerichtet. Obwohl deutsche Verbände weitergemeldet hatten, dass der französische Widerstand an größeren Frontabschnitten praktisch nicht mehr existierte, nutzte die deutsche Heeresleitung die Meutereien in der französischen Armee nicht aus. Pétain erkannte die Gefahr und sorgte für Verbesserungen in Hinsicht auf Verpflegung und Ruhezeiten der Truppen. Die Soldaten wurden künftig durch sorgfältiger geplante und vorsichtigere Operationen sowie verstärkten Materialeinsatz etwas entlastet; in der Folge setzte in der französischen Armee ein langsamer Regenerationsprozess ein; die Moral festigte sich wieder.



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