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Thema: Ist das Christentum "glaubwürdiger" als andere Religionen?

  1. #1
    Bazinga! Benutzerbild von Sheldon
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    16.01.2008
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    Standard Ist das Christentum "glaubwürdiger" als andere Religionen?

    Bevor ich zum Christentum komme möchte ich erstmal auf das Volk der Fang in Kamerun eingehen. Dort wird erzählt:...

    ... Zauberer hätten ein tierähnliches inneres Zusatzorgan, das Nachts davonfliegt und anderer Leute Ernten zerstört oder ihr Blut vergiftet. Ferner heißt es, von Zeit zu Zeit würden sich diese Zauberer zu einem gigantischen Festmahl versammeln, bei dem sie ihre Opfer verzehren und künftige Angriffe planen. Von vielen Fang hört man auch, der Freund eines Freundes habe Nachts selbst gesehen, wie die Zauberer über das Dorf hinwegflogen; dabei hätten sie auf einem Bananenblatt gesessen oder auch Zauberpfeile auf ahnungslose Opfer abgeschossen....
    Hört sich für westliche Ohren, besonders für Christen ziemlich merkwürdig an und man fragt sich, wie Menschen ernsthaft an solche Geschichten glauben können. Dabei scheinen sie zu übersehen, das sie selber folgende Geschichte für wahr halten:

    - Zur Zeit unserer Vorfahren wurde ein Mann als Sohn einer Frau geboren, die Jungfrau war; ein biologischer Vater war daran nicht beteiligt.

    - Der selber vaterlose Mann sprach zu einem Freund namens Lazarus, der schon so lange tot war, dass er stank und Lazarus erwachte sofort wieder zum Leben.

    - Der vaterlose Mann selbst wurde wieder lebendig, nachdem er tot und seit drei Tagen begraben war.

    - Vierzig Tage später stieg der vaterlose Mann auf einen Berg und verschwand dann mit seinem ganzen Körper im Himmel.

    - Wenn man sich private Gedanken durch denn Kopf gehen lässt, kann der vaterlose Mann ( und auch sein "Vater", der er selbst ist) die Gedanken hören und möglicherweise daraufhin etwas unternehmen. Gleichzeitig hört er auch die Gedanken aller anderer Menschen auf der Welt.

    - Wenn man etwas Schlechtes oder etwas gutes tut, kann der vaterlose Mann es sehen, auch wenn es sonst niemand sieht. Entsprechend werden wir belohnt oder bestraft, zum Teil auch nach unserem Tod.

    - Die jungfräuliche Mutter des vaterlosen Mannes ist nicht gestorben, sondern wurde körperlich in den Himmel aufgenommen.

    - Wenn Brot und Wein von einem Priester (der aber Hoden haben muß) gesegnet werden, verwandeln sie sich in Fleisch und Blut des Vaterlosen Mannes.

    Was würde wohl ein Kameruanischer Fang zu dieser Geschichte sagen?
    Geändert von Sheldon (28.02.2008 um 20:33 Uhr)
    User, die durch ihr schändliches Verhalten das Recht verloren haben, von mir beachtet zu werden: Praetorianer, Makkabäus, Nettaktivist, Gurkenglas,Xarrion,Trantor,Rolf1973

    Den Wahn erkennt natürlich niemals, wer ihn selbst noch teilt. - Sigmund Freud

  2. #2
    bernhard44
    Gast

    Standard AW: Ist das Christentum "glaubwürdiger" wie andere Religionen?

    und..................wer glauben will glaubt, wer nicht eben nicht!
    Wo ist dein Problem? Wirst du zwangsbekehrt.......

  3. #3
    marc
    Gast

    Standard AW: Ist das Christentum "glaubwürdiger" wie andere Religionen?

    Gute Frage.

    Glaubwürdiger wäre es für mich persönlich dann, wenn man sich auf Jesus konzentriert, und ihn vorallem auf seine Gewaltlosigkeit, die Nächsten- und die Feindesliebe reduziert. Darin könnte ich noch am ehesten etwas "göttliches" zu erkennen glauben. Die Frage ist aber, wie sinnvoll es ist, das Christentum auf diese Aussagen zu reduzieren - und in der Praxis tun das ja auch die Allerwenigsten, und in der Geschichte hat man das auch fast nie getan.
    Es kommen ja auch einige unappetitliche Dinge zusammen, die Androhung ewiger Höllenqualen, das diejenigen, die Jesus verleugnen, in den "Ofen"(!) geworfen werden sollen usw. usf.

    Aber davon mal abgesehen finde ich das Christentum wirklich mit Abstand am un-glaubwürdigsten, weil es von den großen Religionen dasjenige ist, bei dem mir am häufigsten das Lachen kommt. Aus ethischer, kultureller und politischer Sicht hat der Islam z.B. zahlreiche Nachteile im Vergleich zum Christentum. Auf Basis des Christentums konntest du leicht für die Trennung von Staat / Religion plädieren (Zwei-Reiche-Theorie); du kannst für die Notwendigkeit der Naturwissenschaften plädieren ("Im Anfang war der Logos" usw.) Etc.

    Aber ... das Christentum ist einfach ... ... Also ich schaffe es nicht, daran zu glauben, allein schon die Idee der "Dreifaltigkeit" - Nummer Eins schickt Nummer Zwei auf die Erde, damit eine Jungfrau schwanger wird, die Nummer Drei geboren wird, der hingerichtet werden muss, damit Nummer Eins halbwegs über die Sünden der Menschen hinwegkommt. Es sei denn, sie verleugnen Nummer Drei, dann: Ofen.
    Und dass man dann am Abendmahl teilnehmen muss - hatten wir ja letztens.
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    Usw. usf.

  4. #4
    Mitglied Benutzerbild von dr-esperanto
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    Standard AW: Ist das Christentum "glaubwürdiger" wie andere Religionen?

    Hmm, beim Christentum geht es doch eigentlich darum, dass ein neuer Bund zwischen Gott und Mensch geschlossen wird, indem Gott selber auf die Erde kommt und die letzte Offenbarung über die himmlischen Dinge gibt. Und dass Jesus bereit war, für diese Wahrheit und Offenbarung zu sterben, hat mir schon immer imponiert.
    Die Lehre ist, dass Gott ein liebender Papa im Himmel ist, der nur das Beste für uns will. Da nun leider die Sünde von Gott trennt, können Sünder nicht ins Paradies zu Gott, deshalb mussten die Sünden der Welt von einem neuen Adam, einem neuen Menschen gesühnt werden, sodass die Sünder dann am Ende doch in den Himmel dürfen und an der Gottheit teilhaben dürfen.
    Also das Kreuzesopfer nicht als Selbstbetrug Gottes sondern als Liebestat Gott für die Sünder!
    Gen 3,15 In-imicítias ponam inter te et mulíerem, et semen tuum et semen illíus: ipsa cónteret caput tuum, et tu insidiáberis calcáneo ejus.
    Clámitat ad coelum vox sánguinis et Sodomorum, vox oppressorum, víduae, pretium famulorum. Iudex ergo, cum sedebit, quidquid latet adparebit!
    Flúctuat, nec mérgitur.

  5. #5
    Dār al-Harb Benutzerbild von ochmensch
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    Standard AW: Ist das Christentum "glaubwürdiger" wie andere Religionen?

    Klar ist das Chistentum glaubwürdiger wie andere Religionen. Aber mindestens genauso interessant als der Islam!

  6. #6
    Deutschland! Benutzerbild von Reichsadler
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    Standard AW: Ist das Christentum "glaubwürdiger" wie andere Religionen?

    Am glaubwürdigsten von dem ganzen Schmarrn ist für mich der Buddhismus, obwohl auch noch extrem unlogisch und naturwidrig...

  7. #7
    From Hell Benutzerbild von Drache
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    Standard AW: Ist das Christentum "glaubwürdiger" wie andere Religionen?

    Zitat Zitat von Reichsadler Beitrag anzeigen
    Am glaubwürdigsten von dem ganzen Schmarrn ist für mich der Buddhismus, obwohl auch noch extrem unlogisch und naturwidrig...
    Erklär mal bitte warum der Buddhismus am unglaubwürdigsten ist! Das würde mich jetzt sehr interessieren. Ist das Heidentum auch unlogisch?

    Und was ist am Christen-, Judentum und dem Islam logisch oder glaubwürdig?
    Für es mal bitte aus, danke!
    "Wo Not du findest, deren nimm dich an; Doch gib dem Feind nicht Frieden." Loddfafnir's-Lied
    „Europa ist heute ein Pulverfass, und seine Regenten agieren wie Männer, die in einer Munitionsfabrik rauchen.” Otto von Bismarck
    Mein Blog: gutmenschitis.blog.de

  8. #8
    Deutschland! Benutzerbild von Reichsadler
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    Standard AW: Ist das Christentum "glaubwürdiger" wie andere Religionen?

    Zitat Zitat von Dragon1974 Beitrag anzeigen
    Erklär mal bitte warum der Buddhismus am unglaubwürdigsten ist! Das würde mich jetzt sehr interessieren. Ist das Heidentum auch unlogisch?

    Und was ist am Christen-, Judentum und dem Islam logisch oder glaubwürdig?
    Für es mal bitte aus, danke!
    Wer lesen kann, ist klar im Vorteil
    Ich schrieb, dass der Buddhismus noch am glaubwürdigsten ist. Der Rest ist noch viel unglaubwürdiger :]

  9. #9
    marc
    Gast

    Standard AW: Ist das Christentum "glaubwürdiger" wie andere Religionen?

    Das Schöne am Buddhismus ist ja, dass es relativ leicht fällt, ihn einfach als Lebensphilosophie zu betrachten, weniger als Religion. So wie auch Buddha im Grunde nur einen Weg anbietet, und wer den nicht gehen will - nun denn, seis drum. Im Gegensatz dazu sagt Jesus "Niemand kommt zum Vater denn durch mich".
    Allerdings wird die Lebensphilosophie des Buddhismus in dem Moment unbrauchbar, in dem du nicht mehr an seine metaphysische Option glaubst, d.h.: wenn du eben nicht glaubst, dass wir ganz oft wiedergeboren werden, und dass wir richtig zufrieden erst in einer Art Nicht-Zustand seien werden; dann wirst du auch mit dieser Entsagung, dem Verzicht auf alles, nicht mehr einverstanden sein.
    Wenn alles Leben Leiden ist, das Leiden aus Verlangen entsteht, und daher jedes Verlangen einzudämmen ist, dann macht es nur Sinn, dieser Strategie zu folgen, wenn du nicht davon ausgehst, dass wir nur einmal Leben und danach das Nichts und das Vergessen auf uns erwartet, wie Joachim Kahl so schrön geschrieben hat:

    "Menschliches Leben heißt: Sich erträglich einrichten für ein kurzes Gastspiel auf einem Staubkorn im Weltall, tätig sein mit Sinn und Verstand, mit Anstand und Würde, mit Witz und Humor; Schließlich Abschied zu nehmen von allem für immer in der Gewissheit, dass niemand da oben uns zugeschaut hat und bald vergessen seien wird, was gewesen ist."

  10. #10
    Bazinga! Benutzerbild von Sheldon
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    Standard AW: Ist das Christentum "glaubwürdiger" wie andere Religionen?

    Es gibt buddhistische Mönche, die stets nur barfuss gehen und mit ständig mit einem Wedel jedes Insekt von Boden wegfegen, weil es könnte ja sein, das sie ihre Mutter zertreten, wenn sie auf eine Ameise treten.
    User, die durch ihr schändliches Verhalten das Recht verloren haben, von mir beachtet zu werden: Praetorianer, Makkabäus, Nettaktivist, Gurkenglas,Xarrion,Trantor,Rolf1973

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