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Thema: Seehofer - ein Held oder ein Irrer?

  1. #1
    Last Line Of Defense Benutzerbild von sunbeam
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    Standard Seehofer - ein Held oder ein Irrer?

    Seehofer wurde entmachtet! Warum wurde er entmachtet? Weil er als einziger den Kompromiss zwischen den Unionsparteien als unsozial, unfinanzierbar und als definitiv falsches Signal geoutet hat!

    Verdient Seehofer dafür einen politischen Arschtritt mit gleichzeitigem "Marschbefehl", sich künftig aus der Tagespolitik fernzuhalten?

    Nein, dieser Mann verdient das Bundesverdienstkreuz am blauen Bande - er ist zur Zeit der Einzige, der sich gegen seinen Parteivorsitzenden Stoiber, gegen die CDU-Vorsitzende Merkel, den 2 Fraktionen im BT dagegenstellt, seiner inneren Überzeugung folgt und meiner Ansicht nach sogar Recht hat!

    Wo leben wir also wenn sich aus Fraktionszwang nur noch Duckmäuser, austauschbare Akteure und dumm sabbernde Hinterbänkler im Bundestag befinden?

    Wo wir da leben?

    In Deutschland, dem Land das sich im siebten Kreis der Hölle befindet!!!

  2. #2
    A.D. Benutzerbild von Siran
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    Nun, eigentlich ist es eher so, dass Seehofer, in einer Zeit, in der die Bundesregierung jede Menge Angriffspunkte geboten hätte, mit seinem Verhalten die CDU und CSU in die Verteidigung gebracht hat und anscheinend nicht in der Lage war, seine innerparteilichen Probleme auch innerparteilich zu lösen...
    Demokratie ist ein Verfahren, das garantiert, daß wir nicht besser regiert werden, als wir es verdienen.
    (George Bernard Shaw)

    Die Demokratie setzt die Vernunft des Volkes voraus, die sie erst hervorbringen soll.
    (Karl Jaspers)

    Wenn es morgens um sechs Uhr an meiner Tür läutet und ich kann sicher sein, daß es der Milchmann ist, dann weiß ich, daß ich in einer Demokratie lebe.
    (Winston Churchill)

  3. #3
    Bayer Benutzerbild von Schlumpf
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    Seehofer ist jemand, der zu seiner Überzeugung steht. Ich kenne sonst keine Politiker, die sich eine Überzeugung leisten!
    Leben und leben lassen!

  4. #4
    Si hortum habes... Benutzerbild von Gärtner
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    Zitat Zitat von sunbeam
    Wo leben wir also wenn sich aus Fraktionszwang nur noch Duckmäuser, austauschbare Akteure und dumm sabbernde Hinterbänkler im Bundestag befinden?

    Wo wir da leben?

    In Deutschland, dem Land das sich im siebten Kreis der Hölle befindet!!!
    Der Fraktionszwang findet beileibe nicht nur in Deutschland Anwendung.
    Vertrauet Eurem Magistrat,
    Der fromm und liebend schützt den Staat
    Durch huldreich hochwohlweises Walten;
    Euch ziemt es, stets das Maul zu halten.

    - Heinrich Heine

  5. #5
    Last Line Of Defense Benutzerbild von sunbeam
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    Zitat Zitat von Der Gelehrte
    Der Fraktionszwang findet beileibe nicht nur in Deutschland Anwendung.
    ...und steht dafür als demokratisches Krebsgeschwür!

  6. #6
    Keynesianer Benutzerbild von Kalmit
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    Ich bin ebenfalls PRO-Seehofer... aus den von sunbeam u. Schlumpf erwähnten Gründen!

    @Gelehrter: Schon - aber in unserem Land ist es meines Erachtens erheblich ausgeprägter als in anderen Parteien-Demokratien! Ich erinnere da mal an die damalige Diskussion um die SPD-"Abweichler" und die mehrmaligen Rücktrittsdrohungen vom Bundes-Gerd, um bei gewissen Abstimmungen eine "eigene" Mehrheit zu erhalten... Es wird in den Fraktionen zu blind den "Führern" hinterhergerannt (ich sag das jetzt mal bewusst so)! Die "Führer" haben eine eigene, persönliche Überzeugung - und dann soll sie bitteschön die ganze Partei übernehmen - und alle eigenen Bedenken ausschalten... "Der Abgeordnete ist allein seinem Gewissen verpflichtet" - wenn wieder mehr nach diesem Grundsatz verfahren würde, würden die Parteien u. besonders deren "Köpfe" Macht verlieren - und dass wollen sie nicht!

  7. #7
    A.D. Benutzerbild von Siran
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    Meiner Meinung nach sollte man seine Gegenmeinung dann in der Fraktion klar machen und dort seine Position vertreten und für diese werben. Es aber so zu machen, wie die Grünen, dass man genau so viele Leute zustimmen lässt, wie noch unbedingt notwendig und die anderen ablehnen lässt, um die Position zu zeigen, halte ich für scheinheilig. Auch die Erpressung von Seiten Schröders lehne ich komplett ab, wobei man auch da den Leute natürlich vorwerfen muss, dass ihnen ihre Position augenscheinlich weniger wichtig ist als ihre Stellung in der Politik.

    Ich lehne es aber ab, wenn Leute zuerst eine größere Diskussion starten und daraufhin das Zeug noch umgeschmissen und reformiert wird und man dann, wenn es so aussieht, als hätte man sich auf eine Grundlinie geeinigt, doch wieder rauszukommen mit "Ich lehne das ab". Dann hätte man das schon vorher, bevor die Einigung erzielt worden ist, klar machen müssen.
    Demokratie ist ein Verfahren, das garantiert, daß wir nicht besser regiert werden, als wir es verdienen.
    (George Bernard Shaw)

    Die Demokratie setzt die Vernunft des Volkes voraus, die sie erst hervorbringen soll.
    (Karl Jaspers)

    Wenn es morgens um sechs Uhr an meiner Tür läutet und ich kann sicher sein, daß es der Milchmann ist, dann weiß ich, daß ich in einer Demokratie lebe.
    (Winston Churchill)

  8. #8
    dedicated to justice
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    Zitat Zitat von Siran
    Meiner Meinung nach sollte man seine Gegenmeinung dann in der Fraktion klar machen und dort seine Position vertreten und für diese werben. Es aber so zu machen, wie die Grünen, dass man genau so viele Leute zustimmen lässt, wie noch unbedingt notwendig und die anderen ablehnen lässt, um die Position zu zeigen, halte ich für scheinheilig. Auch die Erpressung von Seiten Schröders lehne ich komplett ab, wobei man auch da den Leute natürlich vorwerfen muss, dass ihnen ihre Position augenscheinlich weniger wichtig ist als ihre Stellung in der Politik.

    Ich lehne es aber ab, wenn Leute zuerst eine größere Diskussion starten und daraufhin das Zeug noch umgeschmissen und reformiert wird und man dann, wenn es so aussieht, als hätte man sich auf eine Grundlinie geeinigt, doch wieder rauszukommen mit "Ich lehne das ab". Dann hätte man das schon vorher, bevor die Einigung erzielt worden ist, klar machen müssen.

    ich bin -diesmal- nicht deiner meinung, siran.
    weil manchmal diskussionen nichts nützen.
    und viele in der csu keine ahnung haben von dieser materie und deshalb seehofer so angreifen.
    er hat sich sein leben lang mit diesem thema befasst.
    war selbst sehr lange schwer krank und hat daraus auch auf persönlicher ebene seine konsequenzen gezogen.

    für mich ist er ein *held* !

    einer der wenigen integren politiker !

    wie lange will merkel dieses spiel noch treiben?
    erst f.merz, jetzt h.seehofer?

    bald bleiben ja nur die schleimer übrig!
    Geändert von Khiron (23.11.2004 um 12:54 Uhr) Grund: oops...fehler ;-) danke sunbeam, er heisst natürlich merz!
    der masse habe ich nie gefallen wollen...
    denn was ich weiss, versteht die masse nicht
    und was die masse gut findet, ist mir fremd.
    (EPIKUR)
    numquam volui populo placere:
    nam quae ego scio, non probat populus;
    quae probat populus, ego nescio

  9. #9
    Last Line Of Defense Benutzerbild von sunbeam
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    Zitat Zitat von manjarin

    einer der wenigen integren politiker !

    wie lange will merkel dieses spiel noch treiben?
    erst f.merck, jetzt h.seehofer?

    bald bleiben ja nur die schleimer übrig!
    Und genau das wird der Union zum Nachteil gereifen - wer wird denn in knapp einem Jahr die Finanzpolitischen Aspekte dem Volk näher bringen? Ich sehe außer Merz keinen! Seehofer war seit einer Dekade DER Sozialexperte in der Union, sogar Blüm holte sich Rat beim Fachmann, und nun? Weg ist er! Und wer folgt nach? Ich denke mal die Merkel wird sich noch zurücksehen an alte Machtspielchen mit Friedrich und Horst, spätestens dann wenn um 18 Uhr 1 am 23.09.2006 das Wahldebakle der Union zementiert wurde!

    Dann ist Merkel/Stoiber schuld dass wir nochmal 4 Jahre ein rot/grünes Terrorregime erdulden müssen!

  10. #10
    urdeutsch Benutzerbild von Frank
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    Seehofer ist weder Held noch Irrer.
    Er ist ein typischer Vertreter seiner (heutigen) Zunft.

    Nicht nur, dass er bereits mehrmals seinen Rücktritt "angedroht" hat, auch seine inkonsequente Linie bei den Gesprächen zur Gesundheitsreform stellen ihn auf eine ähnlich tiefe Stufe wie den Kanzler selbst.

    Seehofer hatte sicher gute Vorschläge, bessere als jetzt für Merkel/Stoiber beschlossen sind - eines der Grundübel ist auch er nicht angegangen: Die undurchsichtige Bezahlung der Ärzte durch die künstliche Zwischenstufe der "kassenärztlichen Vereinigungen". Auch die Problematik der hohen Zahl der Kassen und des Ausgleichs der Kassen untereinander fördert nicht gerade die gesunde Marktwirtschaft.

    Es werden wieder nur die akuten Symptome behandelt, nicht die Krankheit.

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