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Thema: Unternehmen Patentenraub 1945 von Georg Friedrich

  1. #561
    Recht en Trouw Benutzerbild von Odem
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    Standard AW: Unternehmen Patentenraub 1945 von Georg Friedrich

    Zitat Zitat von Don Beitrag anzeigen
    Nicht nur. Gerade Flächen sind bei Annäherung an die Schallgeschwindigkeit tödlich weil die Stoßwelle nicht abgeleitet werden kann.
    Die reißen einfach in Stücke.
    Stimmt.

    Zitat Zitat von Tryllhase Beitrag anzeigen
    Diese Stabilität um die Rollachse ist aber nur ein Grund, und nur bei positiver Pfeilung. Daneben ist der Pfeilflügel ein Anwendungsfall der Flächenregel, nämlich des Vermeidens heftiger Querschnittssprünge in Längsrichtung, indem der Gesamtquerschnitt Rumpf plus Flügel in die Länge gezogen wird.. Und das gilt kurioser Weise auch bei negativer Pfeilung oder sogar, wenn ein Flügel nach vorn und der andere nach hinten gepfeilt ist. Eine solche Erkenntnis ist so bedeutend, dass sie selbstverständlich patentfähig ist und um so schäbiger ist die Hinstellung des Amis Jahre später als alleiniger Erfinder.
    Und stimmt.

    Mir ging es allerdings um die unsinnige Behauptung, die Pfeilung hätte den Grund im Gewicht...

    Gruß, O.
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  2. #562
    Waschweib Benutzerbild von Schmuddelgerda
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    Standard AW: Unternehmen Patentenraub 1945 von Georg Friedrich

    Zitat Zitat von Schwabenpower Beitrag anzeigen
    Ja, ist mir bekannt.

    Das Problem sind nicht unbedingt die Kosten der Patentanmeldung, sondern oft die immensen Kosten der Prüfungen und Nachweise.
    Das wird ja angemeldet, aber oft fehlt das Geld, etwas daraus zu machen, auch wenn es nicht gerade ein Raumschiffantrieb ist.

    Zitat Zitat von Tryllhase Beitrag anzeigen
    Das ist sein Recht. Er braucht dazu nicht mal ein Patent. Wenn er nachweist, dass er seine Idee schon früher in der Fachpresse veröffentlicht hat, wird wegen fehlender Neuheit ein Patent abgelehnt oder ein bestehendes wegen fehlender Neuheit ungültig. Er kann sich natürlich friedlich einigen. So ging es Rudolf Diesel.
    Ich habe es nicht verurteilt; die Bezeichnung "Wegelagererpatent" stammt nicht von mir. Dass die Veröffentlichung auch genügt, wusste ich nicht.


  3. #563
    Mitglied Benutzerbild von herberger
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    Zitat Zitat von Tryllhase Beitrag anzeigen
    Diese Stabilität um die Rollachse ist aber nur ein Grund, und nur bei positiver Pfeilung. Daneben ist der Pfeilflügel ein Anwendungsfall der Flächenregel, nämlich des Vermeidens heftiger Querschnittssprünge in Längsrichtung, indem der Gesamtquerschnitt Rumpf plus Flügel in die Länge gezogen wird.. Und das gilt kurioser Weise auch bei negativer Pfeilung oder sogar, wenn ein Flügel nach vorn und der andere nach hinten gepfeilt ist. Eine solche Erkenntnis ist so bedeutend, dass sie selbstverständlich patentfähig ist und um so schäbiger ist die Hinstellung des Amis Jahre später als alleiniger Erfinder.
    Hatten sich die Konstrukteure bereits auf eine bestimmte Geschwindigkeit festgelegt ? Bei der Heinkel 280 offensichtlich nicht.
    Eine Wehrpflicht Armee ist eine Volksarmee und die darf man nicht nur ehren sondern man muss sie ehren.

  4. #564
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    Zitat Zitat von MorganLeFay Beitrag anzeigen
    Geheimpatent ist da missverständlich. Es ist ein ganz normales Patent, das nicht veröffentlicht wird, und dessen Geheimhaltung regelmäßig geprüft werden muss. Dadurch entfällt so ziemlich jede Eigenschaft, die normal ein Patent auszeichnet. Es ist vollkommen egal, ob so ein Patent nicht veröffentlicht oder gar nicht erst angemeldet wird.

    Ist auch egal, da wir hier komplett aneinander vorbei reden.
    Du hast insofern formal recht, als "Patent" vom lat. "patere" kommt und "offenstehend" bedeutet.

    Das Wesentliche ist aber der patentrechtliche Schutz.


  5. #565
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    Zitat Zitat von Chronos Beitrag anzeigen
    ...

    Das amerikanische Patentrecht ist ein bisschen wie das Kinderspiel "Blinde Kuh". Da kann man furchtbar hereinfallen. Einen Fall dieser Art habe ich sogar am Rande selbst miterlebt.
    Beim hiesigen Patentrecht kann man wenigstens sagen, der Neuerfinder hätte entweder von der Patentschrift abgeguckt oder verabsäumt nachzuforschen. Aber U-Boot-Patenten ist er hilflos ausgeliefert, er macht sich strafbar, ohne es vorher wissen zu können.


  6. #566
    Mitglied Benutzerbild von herberger
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    Testflugberichte der Messerschmitt Me 262
    Es ist viel über die Entwicklung der Messerschmitt Me 262 geschrieben worden. Entsprach es immer der Wahrheit? Die originalen Testflugberichte aus der frühen Erprobungsphase des ersten Strahljägers der Welt zeigen, dass man daran zweifeln darf.
    Eine Wehrpflicht Armee ist eine Volksarmee und die darf man nicht nur ehren sondern man muss sie ehren.

  7. #567
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    Zitat Zitat von herberger Beitrag anzeigen
    Hatten sich die Konstrukteure bereits auf eine bestimmte Geschwindigkeit festgelegt ? Bei der Heinkel 280 offensichtlich nicht.
    Man mußte sich nicht "einigen", denn ab einer Geschwindigkeit von 800 Kmh als auch ab einer Höhe von mindestens 11000 Metern sind bei einem klassischen Flugzeugprofil bestimmte bereiche bereits im Wirkungsbereich der Momentänderung (Schallbereich), was eben dann mit dem Klassischen Profil zu Strömungsabriss (Rollachse) und / oder zu großen Kräften an der Flügelwurzel ("brechen"der Flügels) führt.

    Und diese Bereiche wurden in jedem Fall mit den Strahlentriebwerken ereicht, schon allein daher, da dies der maximale Extrembereich von Propellerflugzeugen ist.

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  8. #568
    Mitglied Benutzerbild von herberger
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    Standard AW: Unternehmen Patentenraub 1945 von Georg Friedrich

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    Das Unternehmen »Ossawakim« begann am 22. Oktober um 4 Uhr morgens. Bataillone von russischen Soldaten riegelten ganze Viertel von Ostberlin ab, während Hunderte von Festnahmetrupps systematisch Häuserblocks durchkämmten, Türen einschlugen und die Männer und ihre Söhne auf wartende Lkws trieben, mit denen sie zu den Bahnhöfen Kaulsdorf und Friedrichshagen gefahren wurden. Gesucht wurden Wissenschaftler und Techniker, und innerhalb von vierundzwanzig Stunden hatte man etwa fünfzehntausend Personen zusammengetrieben. Ihr Ziel, so wurde ihnen gesagt, war Russland, und sie würden in etwa fünf Jahren zurückkehren. Die meisten durften ihre Habseligkeiten einpacken, aber wer protestierte, wurde ohne jedes Gepäck aus seiner Wohnung getrieben. Nachbarn sahen, wie russische Soldaten ganze Haushalte einschließlich Porzellan, Stühlen, Klavieren, Vogelkäfigen und sogar Ofenrohren auf Lastwagen verluden. Einige trafen mit ihren Frauen und Kindern auf dem Bahnhof ein. Andere hatten unter Qualen und Tränen die hastige und schicksalsschwere Entscheidung getroffen, ihre Familien zurückzulassen. In anderen Städten gab es ähnliche Aushebungen, denn die Ziele waren dieselben, die die Amerikaner im Juli 1945 ausgewählt hatten - die Optikexperten von Zeiss in Jena und Flugzeugtechniker und Schiffskonstrukteure von Junkers in Rosslau.
    Unter den Gefangenen waren zweihundertfünfzig Spezialisten aus dem Oberspreewerk von AEG, das Fernmeldeausrüstungen herstellte. Ihre Festnahme war besonders bitter. Die Russen hatten große Anstrengungen unternommen, um Wissenschaftler, darunter viele mit internationalem Ruf, dazu zu bringen, bei AEG zu arbeiten. Hohe Gehälter, ausreichende Lebensmittelrationen, zweihundert Zigaretten pro Tag und schöne Häuser im Hirschgarten, einem gutbürgerlichen Wohnviertel, waren ein unwiderstehlicher Magnet, insbesondere für frühere Mitglieder der NSDAP, die in den Westzonen offiziell nur als Arbeiter eingestellt werden konnten. Wenige Tage vor dem Unternehmen »Ossawakim« wurden die leitenden Techniker von AEG nach Moskau geflogen, um eine Serie ihrer neuen Modelle vorzustellen. Sie kamen nie zurück. Das Zusammentreiben ihres Personals war leicht, weil die meisten im selben Wohngebiet in Hirschgarten wohnten. Es sah so aus, als ob absichtlich alle in demselben Gebiet untergebracht worden wären, um eine Massenentführung zu erleichtern.
    Walter Ahrens war einer der Männer, die von einem russischen Offizier besucht wurden, der nach einer höflichen Erklärung ein Dokument vorlegte, das Ahrens für einen unterschriftsreifen Vertrag hielt. Aber er irrte sich. Das Dokument war die Anweisung zu seiner Deportation. Ahrens erkannte, dass angesichts der beiden Soldaten in der Tür Widerstand zwecklos war. Er und seine schluchzende Frau begannen langsam zu packen. Ahrens sah heimlich aus dem Fenster und erkannte, dass das Haus nicht umstellt war. Unter dem Vorwand, dass sie sich für die Reise umziehen wollten, gingen beide in den Keller, während die Russen weiterpackten. Sie stahlen sich sofort ohne jede Habseligkeit aus dem Haus und entkamen in einer Straßenbahn in den amerikanischen Sektor.58
    Bevor das erste Dutzend Züge am Morgen des 23. Oktober aus den streng bewachten Bahnhöfen in Berlin abfuhr, hatte man allen Wissenschaftlern die Wahl gelassen: entweder die vierwöchige Reise nach Russland anzutreten und einen Fünfjahresvertrag zu unterschreiben, der ein hohes Gehalt und angenehme Lebensbedingungen garantierte, oder ein Dokument zu unterschreiben, das lautete: »Der Unterzeichnende erklärt hiermit seine Weigerung, am Wiederaufbau der Sowjetunion mitzuarbeiten.« Es gab, erinnerten sich die Überlebenden einige Jahre später, kaum eine Wahl. Das Leben in Russland war für die Familien nur in den ersten Wochen angenehm. Nahrungsmittel, Kleidung und Einkommen waren nicht besser als die der russischen Ingenieure, und nur wenige erhielten außer einer eigenen Wohnung besondere Privilegien. Als im Januar 1947 versucht wurde, ein ähnliches Unternehmen durchzuführen, blieben die Züge im Berliner Ostbahnhof leer. Ein Drittel der Ostberliner Polizei war mobilisiert worden, bezog um die ganze Stadt herum Posten und durchsuchte die Häuser, aber der amerikanische Geheimdienst schloss, dass der »Überfall im Sande verlief«. Die Gesuchten waren bereits in den Westen geflohen.
    Bower 1988 - Verschwörung Paperclip, S. 280f
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  9. #569
    Mitglied Benutzerbild von herberger
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    Standard AW: Unternehmen Patentenraub 1945 von Georg Friedrich

    Die dunklen Mächte sagten zu den Amis wir liefern die Rechtfertigung für eure Verbrechen und wir dürfen dann mit plündern.
    Eine Wehrpflicht Armee ist eine Volksarmee und die darf man nicht nur ehren sondern man muss sie ehren.

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