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Thema: Wer krieg befiehlt, soll ihn auch selbst mal gekostet haben.

  1. #1
    Darth Helmchen Benutzerbild von Sirius
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    Standard Wer krieg befiehlt, soll ihn auch selbst mal gekostet haben.

    Da gestern wieder einmal der Film Starship Troopers kam, habe ich mich mal wieder an die Unterschiede zum Buch erinnert.

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    Darin zeichnet der Autor Robert Heinlein eine Gesellschaftsform, die eigentlich als Satire auf Faschismus und Militarismus gedacht ist. Dennoch enthält sie eine Idee, über die es sich meiner Meinung nach nachzudenken lohnt.
    Was im Film untergeht, ist die Idee, dass nur jemand der in den Streitkräften gedient hat, auch die vollen Bürgerrechte erhält, also z. B. das Wahlrecht (aktiv und passiv soweit ich das verstanden habe) und das Recht Kinder zu bekommen. Die Begründung ist die, dass der Soldat bereit ist Verantwortung zu übernehmen und auch sein Leben für die Menschheit zu riskieren.

    Nun finde ich genau diese Regelung nicht unbedingt richtig, aber der Grundgedanke, nur Menschen in die Politik zu lassen, die genügend Verantwortungsbewusstsein und Selbstlosigkeit bewiesen haben, (ob nun im Militär, oder auf andere Weise) ist meiner Ansicht nach gar nicht so schlecht. Was meint ihr dazu?
    Wer verallgemeinert ist zu blöd zu differenzieren.
    Wer mit Beleidigungen um sich wirft ist schlecht erzogen.
    Wer sich wie ein Kleinkind aufführt, sollte auch so behandelt werden.

  2. #2
    Preuße Benutzerbild von Friedrich.
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    Standard AW: Wer krieg befiehlt, soll ihn auch selbst mal gekostet haben.

    Klingt eigentlich gut, aber die Realität hat bewiesen, dass es nicht sehr viel bringen würde.
    Viele skrupellosen Politiker waren beim Militär. Spontan fallen mir da Atombomben-Truman, der im 1. Weltkrieg gekämpft hat, sowie Adolf Hitler, der in eben diesem Krieg sogar freiwillig diente, ein!
    Wobei:
    George Bush hat sich vor dem Kriegsdienst gedrückt, indem das feige Huhn zur Nationalgarde gegangen ist. Und Hitler war derart verrückt, dass man ihm tatsächlich nicht vorwerfen kann, feige und hinterhältige Politik betrieben zu haben. Immerhin hat er im zweiten Weltkrieg auch sein eigenes Leben aufs Spiel gesetzt. (Und das Spiel verloren). Leider war diese Eigenschaft ein Verhängnis für Millionen von Menschen. Hätte dieser kleine Feigling namens Bush so dicke Eier wie Hitler, befänden wir uns vermutlich schon im 3. Weltkrieg. Zum Glück traut sich Bush nichteinmal, den Iran anzugreifen.

  3. #3
    Mitglied Benutzerbild von Stadtknecht
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    Standard AW: Wer krieg befiehlt, soll ihn auch selbst mal gekostet haben.

    Ich find den Film völlig bescheuert!

  4. #4
    No Loitering! Benutzerbild von Haspelbein
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    Standard AW: Wer krieg befiehlt, soll ihn auch selbst mal gekostet haben.

    Zitat Zitat von Stadtknecht Beitrag anzeigen
    Ich find den Film völlig bescheuert!
    Ich finde den Film genial, denn er ist eine recht vielschichtige Satire, die nur zu einem gewisse Grad ueberzeichnet ist, so dass viele Menschen nicht einmal merken, dass es sich ueberhaupt um eine Satire handelt.

    Aber zurueck zum Thema: Prinzipiell ist der Ansatz gut, dass nur jemand ueber die Richtung der Gesellschaft bestimmen kann, der sich ebenfalls zur Gesellschaft zaehlt, und fuer die Gesellschaft einzutreten bereit ist.

    Der Militaerdienst ist hier meiner Meinung nach als Kriterium viel zu eng gefasst, denn man muesst einem jeden die Moeglichkeit zum Militaerdienst geben, und das haette widerum andere Konsequenzen. (Was sollte man mit so einer grossen Armee?) Es gibt auch andere Formen mit denen man der Gemeinschaft dienen kann.
    Der einzige Weg, mit einer unfreien Welt umzugehen, ist, selbst so absolut frei zu werden, dass allein Deine Existenz ein Akt der Rebellion ist.

    Albert Camus

  5. #5
    he is a CHAR_ Benutzerbild von borisbaran
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    Standard AW: Wer krieg befiehlt, soll ihn auch selbst mal gekostet haben.

    Zitat Zitat von Sirius Beitrag anzeigen
    Da gestern wieder einmal der Film Starship Troopers kam, habe ich mich mal wieder an die Unterschiede zum Buch erinnert.

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    Darin zeichnet der Autor Robert Heinlein eine Gesellschaftsform, die eigentlich als Satire auf Faschismus und Militarismus gedacht ist. Dennoch enthält sie eine Idee, über die es sich meiner Meinung nach nachzudenken lohnt.
    Was im Film untergeht, ist die Idee, dass nur jemand der in den Streitkräften gedient hat, auch die vollen Bürgerrechte erhält, also z. B. das Wahlrecht (aktiv und passiv soweit ich das verstanden habe) und das Recht Kinder zu bekommen. Die Begründung ist die, dass der Soldat bereit ist Verantwortung zu übernehmen und auch sein Leben für die Menschheit zu riskieren.

    Nun finde ich genau diese Regelung nicht unbedingt richtig, aber der Grundgedanke, nur Menschen in die Politik zu lassen, die genügend Verantwortungsbewusstsein und Selbstlosigkeit bewiesen haben, (ob nun im Militär, oder auf andere Weise) ist meiner Ansicht nach gar nicht so schlecht. Was meint ihr dazu?
    "Verantwortungsbewusstsein und Selbstlosigkeit" sind absolut nicht objektiv zu messen. Unsinniger Vorschlag.
    Danny Vinyard: Ok, I believe in death, destruction, chaos, filth, and greed! (American History X)
    Igno-Mülleimer: Frei-denker, politisch Verfolgter, Willi Nicke, iglaubnix+2fel, tosh, monrol, Buella, Löwe, Widder58, Piedra, idistaviso, Pythia, Freelance
    Mitglied der Fraktion der Liberalen

  6. #6
    Mitglied Benutzerbild von Ahab
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    Standard AW: Wer krieg befiehlt, soll ihn auch selbst mal gekostet haben.

    Zitat Zitat von borisbaran Beitrag anzeigen
    "Verantwortungsbewusstsein und Selbstlosigkeit" sind absolut nicht objektiv zu messen. Unsinniger Vorschlag.
    Zustimmung


    Ein entsprechender Bildungsgrad bzw. die ausreichende Kenntnis über bestimmte politische und wirschaftliche Zusammenhänge könnte man möglicherweise als Vorraussetzung nehmen.


    Vielleicht über eine Art "Mündigkeitstest"?
    Würde uns gut tun.

  7. #7
    Mitglied Benutzerbild von Ahab
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    Standard AW: Wer krieg befiehlt, soll ihn auch selbst mal gekostet haben.

    Aso und... Der Film ist urwitzig.

    War der wirklich auch so als Satire gemeint? Oder ist das nicht einfach das "trashig"- unfreiwillig komische, was ihn aus macht? Mir kam es jedenfalls so vor.



    Es ist ein hässlicher Planet... Ein Bug-Planet!

    Göttlich

  8. #8
    No Loitering! Benutzerbild von Haspelbein
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    Standard AW: Wer krieg befiehlt, soll ihn auch selbst mal gekostet haben.

    Zitat Zitat von Ahab Beitrag anzeigen
    [...]
    War der wirklich auch so als Satire gemeint? Oder ist das nicht einfach das "trashig"- unfreiwillig komische, was ihn aus macht? Mir kam es jedenfalls so vor.[...]
    Ja, er war als Satire gemeint. Paul Verhoeven ist ein A-Listen Regisseur, und hat fuer den Film bewusst Schauspieler aus den Fernseh-Soaps der USA angeheuert, die alle Charaktere bewusst oder unbewusst wie in Action- oder Horrorfilmen ueberzeichneten.

    Es ist ein hässlicher Planet... Ein Bug-Planet!
    Das sowieso!
    Der einzige Weg, mit einer unfreien Welt umzugehen, ist, selbst so absolut frei zu werden, dass allein Deine Existenz ein Akt der Rebellion ist.

    Albert Camus

  9. #9
    Mitglied Benutzerbild von Ajax
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    Standard AW: Wer krieg befiehlt, soll ihn auch selbst mal gekostet haben.

    Den Film an sich finde ich nur mittelmäßig, aber er bietet trotzdem einige schöne Parallelen mit der Gegenwart.

    Am Anfang werden die beiden Planeten gezeigt, die Erde und der Bug-Planet, beide Lichtjahre voneinander entfernt, jeweils am anderen Ende der Milchstraße. Dazu der Sprecher aus dem Off: "dort auf dem Bug-Planeten wird unsere Erde verteidigt" (oder so ähnlich).

    Das weckte bei mir gleich Assoziationen mit dem unsinnigen Satz Peter Strucks "Die Sicherheit Deutschlands wird auch am Hindukusch verteidigt".

  10. #10
    Darth Helmchen Benutzerbild von Sirius
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    Standard AW: Wer krieg befiehlt, soll ihn auch selbst mal gekostet haben.

    Zitat Zitat von Friedrich. Beitrag anzeigen
    Klingt eigentlich gut, aber die Realität hat bewiesen, dass es nicht sehr viel bringen würde.
    Viele skrupellosen Politiker waren beim Militär. Spontan fallen mir da Atombomben-Truman, der im 1. Weltkrieg gekämpft hat, sowie Adolf Hitler, der in eben diesem Krieg sogar freiwillig diente, ein!
    Ja, der Kriegsdienst ist wirklich nicht geeignet dafür gute Anführer hervorzubringen, aber ich sagte ja schon, es geht nur um den grundlegenden Ansatz.

    Zitat Zitat von Haspelbein Beitrag anzeigen
    Ich finde den Film genial, denn er ist eine recht vielschichtige Satire, die nur zu einem gewisse Grad ueberzeichnet ist, so dass viele Menschen nicht einmal merken, dass es sich ueberhaupt um eine Satire handelt.
    "Unsere Kinder, wir müssen sie schützen."
    "Das ist ein vollautomatisches Gewehr! Wer will es mal halten?"
    "Ich ich ich!!!"

    Aber zurueck zum Thema: Prinzipiell ist der Ansatz gut, dass nur jemand ueber die Richtung der Gesellschaft bestimmen kann, der sich ebenfalls zur Gesellschaft zaehlt, und fuer die Gesellschaft einzutreten bereit ist.
    Genau was ich meine.
    Wer verallgemeinert ist zu blöd zu differenzieren.
    Wer mit Beleidigungen um sich wirft ist schlecht erzogen.
    Wer sich wie ein Kleinkind aufführt, sollte auch so behandelt werden.

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