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Thema: Was wäre wenn: Erfolgreiches Hambacher Fest/Frankfurter Nationalversammlung

  1. #1
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    Standard Was wäre wenn: Erfolgreiches Hambacher Fest/Frankfurter Nationalversammlung

    Was wäre, wenn das Hambacher Fest 1832 und/oder die Frankfurter Nationalversammlung 1848/1849 Erfolg gehabt hätten?

    Wäre Deutschland die erste Demokratie in Europa geworden (außer Großbritannien)?

    Hätten die Weltkriege verhindert werden können?

    Hambacher Fest

    Das Hambacher Fest vom 27. bis 30. Mai 1832 auf dem Hambacher Schloss bei Neustadt an der Haardt (heute Neustadt an der Weinstraße, Rheinland-Pfalz) gilt als Höhepunkt frühliberaler bürgerlicher Opposition in Restauration und Vormärz. Die Forderungen der Festteilnehmer nach deutscher Einheit, Freiheit und Demokratie hatten ihre Wurzeln in der Unzufriedenheit der Bevölkerung der Pfalz mit der Verwaltung der Region durch das Königreich Bayern.

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    Frankfurter Nationalversammlung

    Die Frankfurter Nationalversammlung, die vom 18. Mai 1848 bis zum 31. Mai 1849 in der Frankfurter Paulskirche tagte, war das erste frei gewählte Parlament für ganz Deutschland. Ihr Zustandekommen war Bestandteil und Ergebnis der Märzrevolution in den Staaten des Deutschen Bundes.

    Die Versammlung erarbeitete in langen und kontrovers geführten Debatten die auf Prinzipien der parlamentarischen Demokratie beruhende so genannte Paulskirchenverfassung. Diese Verfassung erfüllte wesentliche Forderungen der seit 1815 zum metternichschen System der Restauration in Opposition stehenden liberalen und nationalstaatlichen Bewegung aus der Zeit des Vormärz. Sie sah unter anderem einen Grundrechtekatalog vor sowie eine konstitutionelle Monarchie mit einem Erbkaiser an der Spitze.

    Die Nationalversammlung und die von ihr ausgearbeitete Verfassung scheiterte an der Weigerung des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV., die ihm angetragene Kaiserwürde anzunehmen. Wesentliche Teile des Verfassungswerkes wurden jedoch im 20. Jahrhundert zum Vorbild für die Weimarer Reichsverfassung von 1919 und das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland von 1949


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    Hätte Friedrich Wilhelm IV. zugestimmt, hätten wir einen Nationalstaat ohne Krieg bekommen. Wir hätten auf Elsaß-Lothringen verzichtet und so hätte es keinen Revanchismus mit Frankreich gegeben, der ja bekanntlich in den 1.Weltkrieg mündete. Deutschland hätte ebenso auf Kolonien verzichtet und keine Opposition zu Großbrittanien durch das maritime Wettrüsten aufgebaut.

    Selbst wenn sich nur die kleindeutsche Lösung ohne Österreich durchgesetzt hätte, würden wir heute noch die Ostgebiete besitzen. Außerdem hätten wir noch einen Kaiser (konstitutionelle Monarchie).

    Deutschland wäre heute das führende Land der Welt und deutsch wäre heute Weltsprache.

    Schade. ;(

  2. #2
    Maler-Ingo Benutzerbild von -jmw-
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    Standard AW: Was wäre wenn: Erfolgreiches Hambacher Fest/Frankfurter Nationalversammlung

    Zitat Zitat von Peiper Beitrag anzeigen
    Selbst wenn sich nur die kleindeutsche Lösung ohne Österreich durchgesetzt hätte, würden wir heute noch die Ostgebiete besitzen. Außerdem hätten wir noch einen Kaiser (konstitutionelle Monarchie).
    Vielleicht, ja.
    Vielleicht auch nicht.
    In den letzten 150 Jahren hätt ja sonstwas geschehen können.

    Deutschland wäre heute das führende Land der Welt und deutsch wäre heute Weltsprache.
    Aha.
    Sicher?
    Ich mein, ergibt sich das irgendwie stichhaltig aus dem Rest Deines Beitrages?
    Sicher interessiert es einige Nutzer, wie Du zu dieser Deiner These kommst.

    Schade. ;(
    Aus nationalsozialistischer Sicht ist das Scheitern natürlich positiv zu bewerten - denn kleindeutsche Monarchien ohne Kolonien seien ja pfuibah. :]
    Kalenderspruch, 38. Woche: These new warriors will bear the colours of Flesh Tearers, but without Sanguinius' fury, will be Flesh Tearers in name only. He will make us all Ultramarines in red armour. Gabriel Seth, Ordensmeister, Flesh Tearers)

  3. #3
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    Standard AW: Was wäre wenn: Erfolgreiches Hambacher Fest/Frankfurter Nationalversammlung

    Die Weltkriege hätten nie stattgefunden, weil Demokratien ziemlich stabil sind und eigentlich nicht aggressiv. Deutschland hätte sich friedlich entwickelt.

  4. #4
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    Standard AW: Was wäre wenn: Erfolgreiches Hambacher Fest/Frankfurter Nationalversammlung

    Zitat Zitat von -jmw- Beitrag anzeigen
    Vielleicht, ja.
    Vielleicht auch nicht.
    In den letzten 150 Jahren hätt ja sonstwas geschehen können.
    Ja klar, daß ist reine Spekulation.

    Zitat Zitat von -jmw- Beitrag anzeigen
    Aha.
    Sicher?
    Ich mein, ergibt sich das irgendwie stichhaltig aus dem Rest Deines Beitrages?
    Sicher interessiert es einige Nutzer, wie Du zu dieser Deiner These kommst.
    Ich denke, daß der Erfindergeist der Deutschen weltweit konkurrenzlos war. Ohne die Weltkriege hätten wir kein unnötiges Blut verloren. Außerdem sind ja bekanntlich viele Deutsche in die USA ausgewandert, die davon ja maßlos profitiert haben (ein Drittel aller europäischstämmigen US-Amerikaner haben deutsche Vorfahren).

    Deutsch war zur Zeit des Kaiserreiches Weltsprache. So wie heute die Wissenschaftssprache englisch ist, so war sie damals deutsch. Die Chancen hätten also nicht schlecht gestanden, wenn ein stabiles demokratisches Deutschland entstanden wäre.

    Zitat Zitat von -jmw- Beitrag anzeigen
    Aus nationalsozialistischer Sicht ist das Scheitern natürlich positiv zu bewerten - denn kleindeutsche Monarchien ohne Kolonien seien ja pfuibah. :]
    Also Kolonien mag ich nicht. Da leben ja keine Deutschen drin.

    Österreich-Ungarn hätte sich über kurz oder lang sowieso aufgelöst und dann wäre es zum Anschluß Österreichs an Deutschland gekommen.

    Dann müßte ich auch heute kein Nationalsozialist mehr sein. Den Nationalsozialismus hätte es dann vermutlich nie gegeben. Ich liebe Deutschland und das deutsche Volk, meine politische Ausrichtung ist nur sekundär.

    Ich lehne auch die Demokratie nicht grundsätzlich ab. Ich lehne nur die heutige Demokratie ab, weil sie zum Untergang des deutschen Volkes führt. Wenn sich bis 2050 nichts ändert, sind wir bereits eine Minderheit in unserem eigenen Land.

    Du mußt bedenken, daß die damaligen Demokraten patriotisch ausgerichtet waren. Nicht wenige würden, wenn sie heute leben würden, als rechtsradikal gelten. Deswegen lehnt die BRD auch eine Tradition zu 1848/49 ab.

    Auch hätten sich die deutschen Juden vollständig assimiliert und wären zum Nutzen des deutschen Volkes vollends in der deutschen Gesellschaft aufgegangen.

    Meine nationalsozialistische Einstellung ist lediglich eine Reaktion auf die heutigen Zustände.

    In einer Demokratie nach Vorbild von 1848/49 zu leben, hätte ich keine Probleme.
    Dann wäre ich heute Demokrat.

    Es gäbe dann heute

    - keine Antifa

    - keine Antideutschen

    - keine Gutmenschen

    - keine 68er

    - kein Multikulti

    - keine Auswanderung von über 150.000 Deutschen pro Jahr

    Es wäre also alles in Ordnung.

  5. #5
    Ungläubiger Benutzerbild von Atheist
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    Standard AW: Was wäre wenn: Erfolgreiches Hambacher Fest/Frankfurter Nationalversammlung

    Zitat Zitat von Felidae Beitrag anzeigen
    Die Weltkriege hätten nie stattgefunden, weil Demokratien ziemlich stabil sind und eigentlich nicht aggressiv. Deutschland hätte sich friedlich entwickelt.
    Deswegen hat ja Weimar so lange gehalten
    Mein Bruder, es gibt eine ganze Sure, die „Die Kriegsbeute“ heißt. Es gibt keine Sure, die „Frieden“ heißt. Der Djihad und das Töten sind das Haupt des Islam, wenn man sie herausnimmt, dann enthauptet man den Islam.
    Der Gelehrte Omar Abdel Rahman von der Al-Azhar Universität in Kairo http://s1.directupload.net/images/07...p/kym8zfxy.jpg

  6. #6
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    Standard AW: Was wäre wenn: Erfolgreiches Hambacher Fest/Frankfurter Nationalversammlung

    Zitat Zitat von Atheist Beitrag anzeigen
    Deswegen hat ja Weimar so lange gehalten
    Irrtum Atheist, Felidae hat durchaus recht, das Demokratien ziemlich stabil sind, jedoch gilt das für etablierte Demokratien, nicht aber für Demokratien, die sich in der Aufbauphase befinden, während dieser Aufbauphase ist sie sehr anfällig bei Krisen.

    Ohne die Belastungen aus dem Versailler Vertrag und der Weltwirtschaftskrise hätte sich die Weimarer Republik anders entwickelt. Ein weiterer Faktor ist der Grundaufbau auf den die Demokratie aufsetzt. Wie wissen alle, das die Weimarer Verfassung große Schwachpunkte hatte. Ohne Ermächtigungsgesetze bzw. mit Einschränkungen in ihrem Inhalt, hätten die Nationalsozialisten es wesentlich schwieriger mit der Machtergreifung gehabt.

    So und nun zum Ausgangsthema, ich bezweifle das eine funktionierende Frankfurter Nationalversammlung zu einer stabilen deutschen Demokratie geführt hätte, denn dazu wäre ein extremer Machtverzicht der deutschen Fürsten notwendig gewesen. Die Bereitschaft dazu war zu dem Zeitpunkt nicht vorhanden.

    Viel wahrscheinlicher wäre die Entwicklung zur echten stabilen Demokratie bzw. zur einer konstitutionellen Monarchie nach britischen Vorbild aus dem Deutschen Kaiserreich, wenn die bismarcksche Außenpolitik konsequent weitergeführt worden wäre und es keine Großmachtsambitionen aller Wilhelm II. gegeben hätte.

    Nun der erste Weltkrieg hätte sich vielleicht nicht verhindern lassen können, aber er wäre mit anderen Konstellationen abgelaufen und Deutschland wäre relativ heil und ohne Schuld daraus vorgegangen.

  7. #7
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    Standard AW: Was wäre wenn: Erfolgreiches Hambacher Fest/Frankfurter Nationalversammlung

    @ Peiper

    Du bist kein NS im wortgewöhnlichen Sinne, so einfach erklärt sich das. :]
    Kalenderspruch, 38. Woche: These new warriors will bear the colours of Flesh Tearers, but without Sanguinius' fury, will be Flesh Tearers in name only. He will make us all Ultramarines in red armour. Gabriel Seth, Ordensmeister, Flesh Tearers)

  8. #8
    Admiral v. Tirpitz Benutzerbild von Freiherr
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    Standard AW: Was wäre wenn: Erfolgreiches Hambacher Fest/Frankfurter Nationalversammlung

    Gehirnnutzer könnte selbiges auch mal tun, anstatt Blödsinn unters Volk zu mischen.
    Solange wir das Volk mit dem schwächsten Nationalgefühl sind, das jeden Länderraub oder sonstige Schmach, die uns angetan wird, mit Versöhnungsreden erwidert, damit straflos macht und zu neuem Raub einlädt, solange wir ohne den erforderlichen Nationalstolz den Sitten und Formen anderer Völker nachlaufen und solange uns das Bekämpfen anderer Deutscher wichtiger ist als das Zusammenhalten gegen außen, solange kann Deutschland nur sinken, nicht gesunden. - Großadmiral Alfred v. Tirpitz, 1919

  9. #9
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    Standard AW: Was wäre wenn: Erfolgreiches Hambacher Fest/Frankfurter Nationalversammlung

    Zitat Zitat von -jmw- Beitrag anzeigen
    @ Peiper

    Du bist kein NS im wortgewöhnlichen Sinne, so einfach erklärt sich das. :]
    Wie bereits gesagt, für mich ist der NS eine Reaktion auf aktuelle politische Verhältnisse, aber kein Selbstzweck.

    Hätte ich im Kaiserreich gelebt oder in einem demokratischen Deutschland, in dem die Revolution von 1848/49 Erfolg gehabt hätte, müßte ich kein NS mehr sein.

    Ich träume weder von einem Führer noch von einem totalitären Regime.

    Mein Traum gilt einem freien Deutschland, das ethnisch und kulturell weitgehend homogen ist und in dem die Zukunft des deutschen Volkes gesichert ist.

    Wenn das eine Demokratie zustande bringt, dann bitte, warum nicht?

    Die BRD war ja auch bis 1968 noch lebenswert, bis die 68er ihren Marsch durch die Institutionen begannen und das Unglück ihren Lauf nahm... ;(

  10. #10
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    Standard AW: Was wäre wenn: Erfolgreiches Hambacher Fest/Frankfurter Nationalversammlung

    Zitat Zitat von Gehirnnutzer Beitrag anzeigen
    So und nun zum Ausgangsthema, ich bezweifle das eine funktionierende Frankfurter Nationalversammlung zu einer stabilen deutschen Demokratie geführt hätte, denn dazu wäre ein extremer Machtverzicht der deutschen Fürsten notwendig gewesen. Die Bereitschaft dazu war zu dem Zeitpunkt nicht vorhanden.

    Viel wahrscheinlicher wäre die Entwicklung zur echten stabilen Demokratie bzw. zur einer konstitutionellen Monarchie nach britischen Vorbild aus dem Deutschen Kaiserreich, wenn die bismarcksche Außenpolitik konsequent weitergeführt worden wäre und es keine Großmachtsambitionen aller Wilhelm II. gegeben hätte.

    Nun der erste Weltkrieg hätte sich vielleicht nicht verhindern lassen können, aber er wäre mit anderen Konstellationen abgelaufen und Deutschland wäre relativ heil und ohne Schuld daraus vorgegangen.
    So ist es. Ohne Kolonien und die Großmachtambitionen Wilhelm II hätten wir England nicht als Feind gehabt. Frankreich auch nicht, da es keinen 1870/71er Krieg gegeben hätte und damit keine deutsch-französische Erbfeindschaft.

    Es wäre nur das unselige Bündnis mit Österreich-Ungarn geblieben und damit ein Krieg mit Rußland. Aber einen Einfrontenkrieg hätten wir gewonnen, zumal die USA dann auch als Feind ausgefallen wäre.

    Wir stünden heute besser da denn je.

    Schade. ;(

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