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Thema: Entwicklung in der 3. Welt

  1. #1
    Mitglied
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    Standard Entwicklung in der 3. Welt

    Schon mal aufgefallen: Mehr und mehr Staaten in der 3. welt, speziell in Afrika, versinken in der Anarchie. Vor 15 Jahren war das eher die Ausnahme. Meine These zu den Gründen: das Ende des Ost-West-Konfliktes hat dazu geführt, dass das Interesse an den betroffenen Staaten noch geringer ist als früher. Zu Zeiten des Konfliktes von SU und USA hatten die beiden Blöcke zumindest noch das Interesse, dass die Staaten nicht auf die andere Seite wechseln. Dafür wurden Finanzmittel zur Verfügung gestellt. Die kamen zwar auch meist nicht den verhungernden Leuten zur Verfügung, sie reichten aber, um das Staatswesen am Leben zu erhalten. Die jeweiligen Machthaber verfügten dadurch über die Mittel, sich gegen Konkurrenten durchzusetzen. Nun ist der Ost-West-Konflikt Geschichte, die Entwicklungshilfe sinkt, das Interesse nimmt zunehmend ab, eine Gefahr des Wechsels auf eine andere Seite gibts nicht mehr. was dazu führt, dass sich die Machthaber nicht mal mehr selbst am Leben erhalten können.

  2. #2
    Mitglied Benutzerbild von Notstand
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    Nein aber immer Mehr Große Konzerne entdecken nun auch wieder Afrika als auszubeutenden Kontinent wieder.

  3. #3
    hopsgeiles Springschwein Benutzerbild von carlson.vom.dach
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    Richtig erkannt,das Machtvakuum ist Schuld.Die These gibt es aber schon seit einiger Zeit

    @Notstand,Die Grosskonzerne sind dort teilweise schon seit Jahrzenten vertreten.Die schuetzen sich und ihre Interessen einfach durch Soeldnertruppen.
    Und selbst wenn sie nicht vor Ort sind bauen die dortigen Machthaber den Rohstoff X auch ab.Irgendwie muessen sie ja ihre Kriege finanzieren.[z.B. Blutdiamanten]
    <span style=font-family: Arial Black><font color=Gray>that's labour! - Mitglied der FdL</font></span>

  4. #4
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    nicht dass wir uns falsch verstehen. erstens ist es kein vakuum. es gibt eine weltmacht und es gibt einen haufen potenzieller konkurrenten dieser weltmacht. die haben nur kein interesse mehr an den afrikanischen staaten. das, was für die benutzung etwa der rohstoffe dort nötig ist, wird getan. einen grund, ein überlaufen der staaten ins andere lager zu verhindern gibt es nicht mehr, weil es das andere lager nicht mehr gibt. folglich fehlen den afrikanischen staaten sogar die mittel, ihren staatsapparat in schuss zu halten.

    ein ganz andere frage ist, warum die afrikanischen staaten wirtschaftlich keinen fuß auf den boden bekommen. die frage ist nicht mit dem ende des ost-west-konfliktes zu beantworten. denn das galt schon während des ost-west-konfliktes.

  5. #5

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    Dazu kann ich dir folgendes Buch empfehlen "Die neuen Herrscher der Welt und ihre globalen Wiedersacher" v. Jean Ziegler

    Die Länder der dritten Welt müssen wohl bald dem Weltwährungsfond fragen , ob sie noch atmen dürfen .

  6. #6
    City on a hill Benutzerbild von moxx
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    Zitat Zitat von abc
    nicht dass wir uns falsch verstehen. erstens ist es kein vakuum. es gibt eine weltmacht und es gibt einen haufen potenzieller konkurrenten dieser weltmacht. die haben nur kein interesse mehr an den afrikanischen staaten. das, was für die benutzung etwa der rohstoffe dort nötig ist, wird getan. einen grund, ein überlaufen der staaten ins andere lager zu verhindern gibt es nicht mehr, weil es das andere lager nicht mehr gibt. folglich fehlen den afrikanischen staaten sogar die mittel, ihren staatsapparat in schuss zu halten.

    ein ganz andere frage ist, warum die afrikanischen staaten wirtschaftlich keinen fuß auf den boden bekommen. die frage ist nicht mit dem ende des ost-west-konfliktes zu beantworten. denn das galt schon während des ost-west-konfliktes.
    zum letzten teil: die eigentumsrechte sind nicht eindeutig geklärt und wenn sie es sind sind sie nicht durchsetzbar.
    deswegen bekommen sie keinen fuss auf den boden, da natürlich auch kein ausländisches kapital in länder fliest bei denen ungewiss ist, ob man es in zwei tagen wieder sehen kann oder nicht.

    ich würde als grund für die aufkommende anarchie auch noch das überkommene stammesdenken anführen (ist auch bspw. im jemen oder afganistan zu beobachten).
    die bürger identifizieren sich nicht mit dem staat sondern mit dem stamm, da sie nur über den stamm ihre interessen durchsetzen können.
    das durchsetzen von interessen zwischen verschiedenen stämmen, würde sehr oft durch kriegerische konflikte gelöst (während in einem rechtsstaat, der betroffene vor gericht geht und der stamm nicht mehr relevant ist).

    solange die waffentechnik nicht alzuweit ausgereift war, war dies alles nicht so schlimm, d.h. wenn ein paar typen mit pfeil und bogen um sich schießen, entsteht nicht gleich ein völkermord.
    sobald aber moderne waffentechnik, einzu hält sind solche konflikte nicht mehr unter kontrolle zu bringen, d.h. die interessen eines stammes können einfach durch die auslöschung des gegners durchgesetzt werden, was des öfteren geschieht-nimm ruanda.

    mir fällt dazu eine analogie ein, die sog. mfekane, anfang des 19. jahrhunderts, als könig chaka von den zulus eine moderne armee aufstellte und es zu einem ungehörigen völkermord kam.
    es ging damals relativ schnell wieder vorbei, weil eine noch stärkere macht auftrat (die buren-trecks), aber wer weiß was geschehen wäre wenn es nicht dazu gekommen wäre.

    moxx

  7. #7
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    es macht ja nicht so viel sinn, hier auf bücher zu verweisen. vielleicht ghibts du ein argument aus dem buch wieder und wir reden darüber?

  8. #8

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    Es macht immer Sinn Bücher zu empfehlen , statt hier Seitenweise Texte reinzukopieren die dann doch keiner liest.

    Das Interesse so manchen Konzerns an diesen armen Staaten besteht darin , daß es sich nirgentwo sonst auf der Welt billiger produzieren läßt und die örtlichen Staatenlenker am leichtesten zu korumpieren sind .
    Was Globalisierung wirklich bedeutet , das kann man in der dritten Welt sehen.

    In Brasilien liegen große fruchtbare Ackerflächen brach .
    Gleichzeitig ziehen Millionen Obdachlose Bauern durch die Gegend ,die nur zu gern auf so einer Fläche siedeln und wirtschaften würden , es gibt sogar Gesetze die das zulassen .

    Es kommt vor das Besitzer dieser Brachflächen die Leute dann mit Waffengewalt vertreiben , die werden dann einfach über den Haufen geschossen .
    X(
    Wenige Reiche teilen sich den Boden und Millionen müssen sinnlos verhungern .
    Geändert von trib996 (20.02.2005 um 14:38 Uhr)

  9. #9
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    na ja, zunächst mal braucht es in der dritten welt einen staat, der am weltmarkt teilnehmen will. der also anderen staaten zugriff gewährt, der unternehmen ins land lässt, der seine rohstoffe und arbeitsplätze zur verfügung stellen will. staatsreichtum in form von kapitalistischen reichtum eben.

    dann tritt dieser staat an und stellt fest, dass ihm sämtliche mittel im vergleich zur konkurrenz fehlen. einzige ausnahme zumeist: rohstoffe. so was hat auf dem weltmarkt konsequenzen. steht in deinem buch welche?

  10. #10

    Standard Was los im Kongo?

    [Links nur für registrierte Nutzer]

    Die Vereinten Nationen haben in einem Bericht zur Ausbeutung des Kongo festgestellt, dass kriminelle „Elite-Netzwerke“, die sich aus Soldaten, Politikern und Geschäftsleuten zusammensetzen, das Land systematisch ausschlachten.

    Die UN fanden zudem heraus, dass Dutzende westlicher Firmen von der Plünderung profitieren, 21 Unternehmen kommen aus Belgien, zwölf aus Großbritannien, acht aus den USA und fünf aus Deutschland.

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