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Thema: Nationalsozialismus = Sozialismus

  1. #1
    Tod den Eliten Benutzerbild von Rikimer
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    Standard Nationalsozialismus = Sozialismus

    „Der Idee der NSDAP entsprechend sind wir die deutsche Linke… Nichts ist uns verhaßter als der rechtsstehende nationale Besitzbürgerblock.“

    Dr. Joseph Goebbels, 1931 in “Der Angriff”

    Und wer könnte es nicht besser wissen als Goebbels?

    Weitere Hinweise finden wir in diesem interessanten Artikel:


    Der Nationalsozialismus entstand in Böhmen, und zwar 1896, als tschechische Sozialdemokraten, die den Sozialismus auf internationaler Ebene als irrealistische Utopie empfanden, unter der Führung von Klofac, Stribrny und Franke eine nationalsozialistische Partei gründeten. Ihr Führer wurde 1919 Eduard Benes, ein Nationalsozialist von echtem Schrot und Korn, der schon 1943 im Exil erklärte, daß man Hitler nachahmen müsse.

    ...

    Erst am 5. Mai 1918 in Wien wurde die DAP in "Deutsche Nationalsozialistische Arbeiterpartei" umbenannt. Ihr Programm war eindeutig links. Es war offen gegen die Donaumonarchie gerichtet, antihabsburgisch, antiaristokratisch, antiklerikal, antikapitalistisch und - einziger Unterschied zu ihrem tschechischen "Vorbild" auch antisemitisch. Die Namenserweiterung fand - ein symbolischer Zufall? - am 100. Geburtstag von Karl Marx statt.

    Dann kamen bald das Kriegsende und der "Umsturz". Hitler diente in München mit roter Armbinde unter den Kommunisten (siehe J. Fest: "Hitler", 1973, S. 122).

    ...

    Der aus Böhmen ausgewiesene Ingenieur Rudolf Jung überredete Hitler, der in München auch einer "Deutschen Arbeiterpartei" angehörte und beabsichtigte, ihr die Bezeichnung "sozialrevolutionär" zu geben, sie lieber "nationalsozialistisch" zu nennen. Jung überzeugte ihn auch, die rote Fahne als zugkräftiges Symbol zu benützen.

    ...

    Goebbels bekannte sich sogar noch 1926 als "deutscher Kommunist" und erklärte 1933 dem "Petit Parisien" in einem Interview, daß die Deutsche Revolution das Gegenstück zur Französischen sei.

    Doch der Linksdrall trieb Goebbels zur Aussage: "Wir sind Antisemiten, weil wir Sozialisten sind." War es doch auch das Programm der Braunen, den "bürgerlichen Klassenstaat zu zertrümmern", wie Hitlers bis in den Tod treuester Paladin, Goebbels, es geplant hatte (siehe sein "Der Nazi-Sozi", 1932, S. 10). Ja aber, fragt vielleicht der naive Zeitgenosse, haben die Braunen nicht "dennoch" behauptet, "rechts" zu stehen? Keine Spur! Goebbels erklärte am 6. Dezember 1931 im "Angriff", daß die NSDAP die "deutsche Linke" verkörpere und den "bürgerlichen Nationalismus" verachte. Kann das deutlicher gesagt werden? Was will man mehr?

    ...

    Viele Nationalsozialisten waren über Nacht zu Internationalsozialisten geworden.

    Hitlers Ziel war die Vernichtung der konservativen Kräfte

    Von Speer wissen wir, wie sehr Hitler später bereut hatte, Franco und nicht die ihm viel sympathischeren, die Friedhöfe und Leichen schändenden Rotspanier unterstützt zu haben. Zudem betrachtete Hitler den Nationalsozialismus als eine "auf exakter Wissenschaft aufgebaute Volksbewegung", eine Formel, die sicherlich auch Lenin hätte benützen können.

    ...

    Nun erfährt man aber in Goebbels "Tagebuch" (II. 14), daß es, wie ihm Hitler verriet, nach einem Endsieg des Dritten Reichs allen "konservativen" Kräften, vor allem dem Christentum, an den Kragen gegangen wäre. Es war schließlich, wie Dahrendorf sagte, die Moderne, die 1933 in Deutschland ihren Einzug gefeiert hatte, während die Rechte, die "Reaktion" am 20. Juli 1944 das so linke "Rad der Geschichte" zurückdrehen wollte, was aber leider nicht gelang.

    ...

    In einem sehr guten Aufsatz hat der sächsische Justizminister Steffen Heitmann (siehe Deutschland-Magazin 7/97) den Unterschied zwischen Rechts und Links herausgearbeitet. Seit einem halben Jahrhundert beschäftige ich mich mit diesem Thema.

    "Rechts" steht für Persönlichkeit, Vertikalität, Transzendenz, Freiheit, Subsidiarität, Föderalismus und Vielfalt, "Links" für Kollektivismus, Horizontalismus, Materialismus, Gleichheit-Nämlichkeit, Zentralismus und Einfalt (in beiden Sinnen des Wortes). Hier muß man auch bemerken, daß Freiheit und Gleichheit Gegensätze sind, denn Gleichheit ist "unnatürlich" und kann lediglich in der Tyrannis künstlich geschaffen werden. Nur Sklaven sind "gleich".
    Quelle:
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    Hervorragender Artikel. Sehr schwer daraus nicht relevantes herauszustreichen.

    Die Frage die sich nun stellt ist: Warum wird uns der Nationalsozialismus als rechts verkauft, wenn es dies offensichtlich nicht ist? Und noch viel schwerer wiegt die Frage: Warum glaubt die Mehrheit dies auch noch?

    Was ich nicht wußte, durch diesen Artikel aber nun lernte, die Nationalsozialisten verstanden sich als Fortsetzung der französischen Revolution! Demzufolge als zutiefst fortschrittlich, Christentum und Bürgertum als reaktionär und die Bolschewisten als mehr oder weniger als Brüder im Geiste, aber leider eine Konkurrenz, die es am Ende zu vernichten galt.

    In diesem Sinne wird auch das berühmte Bild von Adolf Hitler am Grabe von Napoleon Bonaparte verständlicher:





    So könnte Hitler und die Nationalsozialisten nicht nur Napoleon als Person und für seine Taten und Ideen zutiefst geachtet und verehrt haben, sondern auch die gesamte dahinter stehende französische Revolution als den Ideen des Sozialismus und Nationalsozialismus zutiefst nahestehend! Geistesverwandte!

    MfG

    Rikimer
    Geändert von Rikimer (23.04.2009 um 04:43 Uhr)
    „Noch sitzt Ihr da oben, Ihr feigen Gestalten. Vom Feinde bezahlt, doch dem Volke zum Spott! Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk, dann gnade Euch Gott!“
    (Theodor Körner 1791-1813)

  2. #2
    in memoriam Benutzerbild von lupus_maximus
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    Standard AW: Nationalsozialismus = Sozialismus

    Zitat Zitat von Rikimer Beitrag anzeigen
    „Der Idee der NSDAP entsprechend sind wir die deutsche Linke… Nichts ist uns verhaßter als der rechtsstehende nationale Besitzbürgerblock.“

    Dr. Joseph Goebbels, 1931 in “Der Angriff”

    Und wer könnte es nicht besser wissen als Goebbels?

    Weitere Hinweise finden wir in diesem interessanten Artikel:



    Quelle:
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    Hervorragender Artikel. Sehr schwer daraus nicht relevantes herauszustreichen.

    Die Frage die sich nun stellt ist: Warum wird uns der Nationalsozialismus als rechts verkauft, wenn es dies offensichtlich nicht ist? Und noch viel schwerer wiegt die Frage: Warum glaubt die Mehrheit dies auch noch?

    Was ich nicht wußte, durch diesen Artikel aber nun lernte, die Nationalsozialisten verstanden sich als Fortsetzung der französischen Revolution! Demzufolge als zutiefst fortschrittlich, Christentum und Bürgertum als reaktionär und die Bolschewisten als mehr oder weniger als Brüder im Geiste, aber leider eine Konkurrenz, die es am Ende zu vernichten galt.

    In diesem Sinne wird auch das berühmte Bild von Adolf Hitler am Grabe von Napoleon Bonaparte verständlicher:





    So könnte Hitler und die Nationalsozialisten nicht nur Napoleon als Person und für seine Taten und Ideen zutiefst geachtet und verehrt haben, sondern auch die gesamte dahinter stehende französische Revolution als den Ideen des Sozialismus und Nationalsozialismus zutiefst nahestehend! Geistesverwandte!

    MfG

    Rikimer
    Dies schreibe ich doch die ganze Zeit!
    Die Nazis waren links, sind links und bleiben links!
    Nach dem leider verlorenen Krieg wurden sie als rechts umgetauft, damit die vorhandenen Sozis ungehindert agieren konnten!
    Anscheinend ist meine Ansicht inzwischen von jemand als richtig erkannt worden.
    Die Me 262, war die letzte reindeutsche Technik-Meisterleistung! Unsere befreundeten Feinde haben uns 1945 von jeder Zukunft befreit! Ich bin gegen das GE in Germany, sondern mehr für das IR in Irrmany! Letzter Akt in der Trilogie: Planet der Affen! Der letzte Deutsche zündet die Kobaltbombe und es gab keine Affen und keine Menschen mehr. Lupus-Clan Projekt Neugermanien

  3. #3
    Tod den Eliten Benutzerbild von Rikimer
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    Standard AW: Nationalsozialismus = Sozialismus

    Zitat Zitat von lupus_maximus Beitrag anzeigen
    Dies schreibe ich doch die ganze Zeit!
    Die Nazis waren links, sind links und bleiben links!
    Nach dem leider verlorenen Krieg wurden sie als rechts umgetauft, damit die vorhandenen Sozis ungehindert agieren konnten!
    Anscheinend ist meine Ansicht inzwischen von jemand als richtig erkannt worden.
    Nun, in Frankreich setzen sich die heutigen Historiker sehr kritisch mit der "Lichtfigur" Napoleon und hoffentlich auch bald mit der sog. "Aufklärung" und der französischen Revolution auseinander.

    So hat der französische Historiker Claude Ribbe in seinem Buch „Napoleons Verbrechen“ („Le Crime de Napoléon“) ganz im Sinne seiner Tätigkeit als Mitglied im „Ausschusses zu Fragen der Menschenrechte“ das Augenmerk auf Gemeinsamkeiten des Nationalsozialismus und der frz. Revolution gelegt. Ich möchte hinzufügen, das dies auch noch auf den real existierenden Sozialismus verschiedenster Ausprägungen gelten mag.

    In seinem Werk richtet er u. a. auch das Augenmerk auf die Untaten der frz. Revolution und Napoleons, welche systematisch die angeblichen Feinde der Revolution (erinnert an die Klassen- und Rassenfeinde der Kommunisten bzw. Nationalsozialisten), also Zivilisten wie du und ich, ausrotten ließ. Auf Haiti und Guadeloupe geschah dies, weil die Schwarzen sich gegen die Wiedereinführung der Sklaverei wehrten und bis zu 100 000 Neger mit Schwefeldioxid in extra dafür eingerichteten Schiffen vergast worden sind. Wohlgemerkt: 140 Jahre vor Adolf Hitler!

    Da kommen selbst die Bolschewiken, also Kommunisten mit der Erfindung ihrer Gaswagen zwecks effektiverem, d. h. produktiverem (schnellerem) Tötungsablauf in den Höhepunkten der Säuberungen in der Sowjetunion ein wenig spät, wie Alexander Solschenizin in einem seiner Bücher dies beschreibt:

    Den rollenden Vergasungswagen erfand und erprobte Isaj Davidowitsch Berg, Chef der NKWD-Wirtschaftsabteilung im Bezirk Moskau. 1937, zweiter Höhepunkt der Großen Säuberung; am Fließband wurden Verhaftete zum Tode verurteilt, in Lastwagen gepfercht, zu Erschießungsplätzen gefahren, dann per Genickschuß hingerichtet, dann verscharrt. Ökonomisch eine ineffiziente, zeitraubende, kostenintensive Liquidierungsprozedur, befand Isaj Berg. Also konstruierte er 1937 die fahrende Erstickungskammer, das Vergasungsauto, russisch »duschegubka«. (S. 297) Man verfrachtete die Delinquenten in geschlossene, vollkommen abgedichtete Russki Fords (Benziner). Leitete während der Fahrt die tödlichen Abgase in die Autozelle; am Massengrab kippte man die Leichen in die Grube.
    Quelle:
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    Fabrikmäßige, industrielle Tötung eine Erfindung der Nationalsozialisten? Wer hat diesen Nonsens in die Welt gesetzt? Gewiß, fleißige Anwender der planmäßigen, gut organisierten industriellen Tötung, aber der Ruhm für die erstmalige Anwendung ist schon an andere vergeben worden. Was bleibt da noch übrig von der Singularität? Überhaupt von der Holocaustreligion bzw. dem Holocaustkult in Deutschland?

    Claude Ribbe nun, welcher aus dem obig genannten Gebiet stammt, in welchem Napoleon ein Massaker anrichten ließ:

    „Ich sage nicht, Napoleon sei ein früher Hitler gewesen. Ich weise lediglich auf die auffällige Tatsache hin, dass der Diktator des 20. Jahrhunderts dem des 19. Jahrhunderts gehuldigt hat; denn alle beide haben die Schwarzen gehasst. Und dann gibt es da noch eine andere verblüffende Parallele: Napoleon hat in Saint-Domingue Tausende von Antillanern ermorden lassen, und zwar durch Vergasung! Er ließ sie in Schiffsladeräume pferchen, in denen Schwefel-oxyd, das man normalerweise zum Töten von Ratten verwandte, verbrannt wurde. Anschließend warf man die Leichen ins Meer.“

    Die Liste der Grauen, von denen Ribbe zu berichten weiß, ist schier endlos. Man griff damals zu allen Mitteln, um „Rebellen“ auszuschalten und die Bevölkerung in Angst und Schrecken zu versetzen. Im März 1803 brachte die napoleonische Armee aus Kuba sechshundert Hunde ins Land. Kommandant Donatien Rochambeau erteilte seinen Offizieren folgenden schriftlichen Befehl: „Ich darf Sie nicht in Unkenntnis darüber lassen, dass Ihnen das Futter oder sonstige Kosten für die Verpflegung dieser Hunde nicht erstattet werden wird. Sie müssen ihnen Neger zu fressen geben.“ Vor den Toren des Palais National, der Residenz des Generals, wurde ein Zirkus errichtet, in dem die ausgehungerten Tiere auf ihre an Pfähle gebundenen Opfer losgelassen wurden. Jeden Nachmittag begann das öffentliche Schauspiel von neuem. Und Napoleon beglückwünschte den Urheber jener Abscheulichkeiten auch noch: „Ich will Sie“, schrieb er ihm, „sogleich des vollsten Vertrauens versichern, das die Regierung in Sie setzt, und Sie unterrichten über deren Zustimmung zu den unerlässlichen Maßnahmen, welche die Umstände Sie anzuwenden zwingen oder zwingen sollten.“ Soldaten aber, die ihre Teilnahme an den Massakern verweigerten, wurden bestraft.

    Diese entsetzliche Wahrheit ist es, die den Verfasser des Pamphlets veranlasste, den Berühmtesten aller Franzosen mit Hitler zu vergleichen. Diesem war die „negrophobe“ Seite seines Vorbildes bestens bekannt. Die deutschen Soldaten strömten so zahlreich zu Napoleons Grab in den Invalidendom, dass dort der Boden mit Brettern ausgelegt werden musste, damit die schweren Stiefel den Marmor nicht beschädigten.
    Quelle:
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    Ribbe will Napoleon erklärtermaßen moralisch an den Pranger stellen. Für ihn ist der Kaiser eine Figur, die Adolf Hitler inspiriert hat. Er schildert, wie "der Führer" am 28. Juni 1940 in Paris den Sarkophag Napoleons im Invalidendom besuchte. Und er bezeichnet Bonaparte als Hitlers Vorläufer, "der sich wahrscheinlich zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit die rationale Frage gestellt hat, wie man in möglichst kurzer Zeit und mit möglichst geringem Aufwand an Kosten und Personal möglichst viele Leute vernichten kann, die mit naturwissenschaftlichen Kategorien als minderwertig qualifiziert wurden".(3) Ribbe behauptet wiederholt, die Behandlung der Sklaven durch Napoleon habe den deutschen Nazis als Vorbild gedient: "Ohne den Präzedenzfall Napoleon keine Nürnberger Gesetze. Hitler ist sich über diesen Zusammenhang im Klaren." Und die Argumente für den Sklavenhandel, die dem Kaiser in Traktaten angedient wurden, zeugten laut Ribbe von derselben zynischen Einstellung, die sich in der KZ-Inschrift "Arbeit macht frei" ausdrückte.
    Quelle:
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    Was meint ihr nun was den Kritikern an Claude Ribbe einfiel? Er habe das ganze im historischem Kontext zu sehen... :rolleyes:

    An Einfallslosigkeit ist dieses "Argument" nun nicht mehr zu überbieten.

    Aber zumindest beschäftigt man sich in Frankreich und auch in manchen anderen nichtdeutschen Ländern mit etwaigen Vorbildern bzw. Vorläufern für Adolf Hilter und den Nationalsozialismus. Während man in Deutschland so tut als es sei es entweder vom Himmel gefallen, oder aber ein Produkt des Bürgertums. :rolleyes:

    MfG

    Rikimer
    Geändert von Rikimer (23.04.2009 um 05:51 Uhr)
    „Noch sitzt Ihr da oben, Ihr feigen Gestalten. Vom Feinde bezahlt, doch dem Volke zum Spott! Doch einst wird wieder Gerechtigkeit walten, dann richtet das Volk, dann gnade Euch Gott!“
    (Theodor Körner 1791-1813)

  4. #4
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    Standard AW: Nationalsozialismus = Sozialismus

    Zitat Zitat von Rikimer Beitrag anzeigen
    „Der Idee der NSDAP entsprechend sind wir die deutsche Linke… Nichts ist uns verhaßter als der rechtsstehende nationale Besitzbürgerblock.“

    Dr. Joseph Goebbels, 1931 in “Der Angriff”
    Der NS war werder links noch rechts, er war revolutionär! Es stimmt schon, daß die Nazis das konservative Bürgertum verachteten, deswegen waren sie aber noch lange keine Kommunisten.

    Der Nationalsozialismus verstand sich als deutsche Freiheitsbewegung:

    Hitler sagte einmal in einer Rede, daß Nationalismus und Sozialismus keine Widersprüche zu sein brauchen, sondern daß man Beides verbinden kann. Er sagte aber auch, daß der NS eine rein deutsche Bewegung ist und kein Exportartikel für andere Völker. Eine "White Power"-Bewegung gab es damals noch nicht.

    Es gab keine Zusammenarbeit mit dem Kommunismus. Schon den deutsch-sowjetischen Krieg vergessen?

    Der Nationalismus stand beim NS im Vordergrund. Der NS war stark biologistisch orientiert, auch das ein Novum in der Geschichte.

    Demokratien und kommunistische Bewegungen sind materialistisch orientiert, da sie Nationen, Völker und Kulturen negieren. Der NS setzt auf die Bewahrung des Volkes und der Kultur. Ein himmelweiter Unterschied. Daß der NS über die Stränge schlug und durch seinen extremen Biologismus ebenfalls eine materialistische Komponente besaß, hat Sauerländer ja bereits richtig erwähnt.

    Ein nationaler Sozialismus kann jedoch niemals international ausgelegt werden. Deswegen hinkt der Vergleich mit dem Kommunismus.

    Der NS steht faschistischen Bewegungen immer näher als sozialistischen. Das hat die Praxis ja auch gezeigt:

    - Der Antikominternpakt, der gegen die UDSSR gerichtet war

    - Der Krieg gegen die Sowjetunion, an dem sich faschistische Staaten beteiligten.

    - Der NS war (leider!) eine imperialistische Bewegung. Er stammt noch aus dem 19.Jahrhundert. Er vestand es nicht, andere Völker als gleichberechtigt zu sehen. Die verbrecherische Herrenmenschenideologie ist verantwortlich dafür, daß der Krieg gegen die UDSSR verloren ging. Freiheitsbewegungen in der Ukraine und Rußland wurden nicht oder erst zu spät genutzt. Hätte man mit Leuten wie dem russischen General Wlassow früher zusammengearbeitet, hätte man die Sowjetunion von innen heraus stürzen können.

    Das Zitat von Göbbels zeigt auf, daß er früher Kommunist war. Er strebte auch auf einen Ausgleich mit der UDSSR hin, wie er in seinen Tagebüchern schrieb. Hitler ging aber nicht darauf ein.

    Ob Nationalsozialismus und Christentum unvereinbar sind, ist selbst unter heutigen Neonazis umstritten (ich schreibe auch in einem NS-Forum).

    Ob es nach einem Sieg des NS zu einer Abrechnung mit dem Christentum gekommen wäre, bleibt offen. Jedenfalls war das Christentum ein nützlicher Verbündeter im Krieg gegen die Sowjetunion.

    Wenn du mich als völkischen Nationalisten fragst, habe ich mit einem deutschen Konservativen mehr gemeinsam als mit einem amerikanischen Neonazi aus der White Power-Bewegung.

    Freiheit kann nur national erkämpft werden. Ebenfalls kann ich Hitlers Judenfimmel nicht ganz nachvollziehen, gab es doch damals viele deutschnationale Juden. Heute ist das natürlich anders, da sich kein deutscher Jude mehr als Deutscher fühlt, sondern seine Loyalität Israel gilt. Kann man natürlich nach den Geschehnissen im 3.Reich auch verstehen.

  5. #5
    Meint es nur gut mit Euch
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    Standard AW: Nationalsozialismus = Sozialismus

    Ich fasse also zusammen:

    Hitler war marxistischer Kommunist der mit den Methoden Stalins die Ideen Napoleons verwirklichte. Die wahre Schuld liegt aber in der französischen Revolution, denn hier wurde erstmals die gottgewollte Ordnung zum scheinbaren Wohl der niederen Klassen zerstört.

    Heil, Rikimer! Heil, Götz Aly!
    Geändert von Pescatore (23.04.2009 um 07:08 Uhr)

  6. #6
    Mitglied Benutzerbild von Rowlf
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    Standard AW: Nationalsozialismus = Sozialismus

    Zitat Zitat von Rikimer Beitrag anzeigen
    „Der Idee der NSDAP entsprechend sind wir die deutsche Linke… Nichts ist uns verhaßter als der rechtsstehende nationale Besitzbürgerblock.“

    Dr. Joseph Goebbels, 1931 in “Der Angriff”

    Und wer könnte es nicht besser wissen als Goebbels?

    Weitere Hinweise finden wir in diesem interessanten Artikel:



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    Hervorragender Artikel. Sehr schwer daraus nicht relevantes herauszustreichen.

    Die Frage die sich nun stellt ist: Warum wird uns der Nationalsozialismus als rechts verkauft, wenn es dies offensichtlich nicht ist? Und noch viel schwerer wiegt die Frage: Warum glaubt die Mehrheit dies auch noch?

    Was ich nicht wußte, durch diesen Artikel aber nun lernte, die Nationalsozialisten verstanden sich als Fortsetzung der französischen Revolution! Demzufolge als zutiefst fortschrittlich, Christentum und Bürgertum als reaktionär und die Bolschewisten als mehr oder weniger als Brüder im Geiste, aber leider eine Konkurrenz, die es am Ende zu vernichten galt.

    In diesem Sinne wird auch das berühmte Bild von Adolf Hitler am Grabe von Napoleon Bonaparte verständlicher:





    So könnte Hitler und die Nationalsozialisten nicht nur Napoleon als Person und für seine Taten und Ideen zutiefst geachtet und verehrt haben, sondern auch die gesamte dahinter stehende französische Revolution als den Ideen des Sozialismus und Nationalsozialismus zutiefst nahestehend! Geistesverwandte!

    MfG

    Rikimer
    Den verlinkten Artikel kannst du doch nicht ernst meinen. Etwas subjektiveres und polemischeres hab ich lange nicht gelesen. Ansonsten beziehst du dich auf eine Rede eines Politikers der NSDAP.
    Klar gab es eine revolutionäre Bewegung, die sich den Arbeitern nahesah. Die Gruppe um Strasser. Mehr "linkes" kann man der NSDAP beim besten Willen nicht abgewinnen.
    ...Hast du Ideen, oder haben Ideen dich?...

    Linksfraktion und Feminist


  7. #7
    KP-Opposition Benutzerbild von PSI
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    Standard AW: Nationalsozialismus = Sozialismus

    Das mit dem das "Bürgertum" verachten und "Kommunisten" sein, hat sich aber äußert wenig geäußert.
    Die haben alle Kommunisten sofort verfolgt und dem Bürgertum und dem Kapital dem Arsch geleckt.:hihi:

    Das ist als wenn jemand sagt: "Ich bin Christ!" und dabei einen anderen Menschen abfackelt.
    War da nicht was mit "Du sollst nicht töten!"????:rolleyes:
    Mitglied der Linksfraktion

  8. #8
    forward ever Benutzerbild von Lichtblau
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    Standard AW: Nationalsozialismus = Sozialismus

    Da fragt man sich natürlich warum die Großindustrie Sozialisten finanziert:

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    ???


    Die Funktion der NSDAP bestand darin ideologisch in die Arbeiterschaft einzudringen und sie ins "nationale Lager" zubringen um die Arbeiterklasse für den Krieg zu mobilisieren. Deswegen war die NSDAP pseudosozialistisch.

    Verbal haben sie gegen das Kapital gehetzt.
    Aber in der Realität waren sie Arschkriecher des Kapitals.

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    backward never.

    ignore: Lichtblau

  9. #9
    Daumen hoch! Benutzerbild von -jmw-
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    Standard AW: Nationalsozialismus = Sozialismus

    Bezogen auf die Rebellion der Gallier sagte wer? - Göring oder Göbbels, dass man mit '33 nun das Rad der Geschichte hinter 1789 zurückgedreht habe (o.s.ä.).

    Man scheint sich also nicht so einig gewesen zu sein.

    Ansonsten: "Links" und "rechts" schliessen sich ja nicht aus: Man kann in manchen Punkten linker sein, in anderen rechter.
    Der NS hatte viele Strömungen und einige davon hatte sicher viele echt "rechte" Gedanken, andere wiederum mehr "linke".

    Interessant dabei ist m.E. insbesondere der Nationalismus, da er insofern "rechts" ist, als dass er einen Unterschied betont zwischen innen und aussen;
    als auch sehr "links" sein kann, soweit er die Gleichheit im Innern betont.

    Man mag da vielleicht einen egalitaristischen von einem aristokratischen Nationalismus unterscheiden.

    Man könnte das dann in eine andere Richtung weiterspinnen zu einem nationalsozialistischen "rechten Internationalismus", ich denke da besonders an die Nordizisten.
    Kalenderspruch, Woche 16: Wenn man nicht radical vorgehen will, sollte man es ganz unterlassen. (Theodor Olshausen)

  10. #10
    Daumen hoch! Benutzerbild von -jmw-
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    Standard AW: Nationalsozialismus = Sozialismus

    Zitat Zitat von PSI Beitrag anzeigen
    Das mit dem das "Bürgertum" verachten und "Kommunisten" sein, hat sich aber äußert wenig geäußert.
    Man meinte, das Bürgertum zu brauchen, um an die Macht zu kommen und an der Macht zu bleiben.

    Den "Schlag gegen rechts" nicht bezeiten durchgeführt zu haben, bedauerte der Herr Hitler später, so steht es, meine ich mich zu erinnern, in den Tischgesprächen.


    Zitat Zitat von Tschuikow Beitrag anzeigen
    Da fragt man sich natürlich warum die Großindustrie Sozialisten finanziert:
    Stabilität!
    V.a. Stabilität der Gewinne.
    Wenn Sozialisten oder Faschisten das garantieren können, prima!

    Denn, immerhin, wenn Grossunternehmen eines nicht brauchen können, dann ist es Instabilität, also "Kapitalismus" im Sinne des schumpeterschen Prozesses schöpferischer Zerstörung.

    Im Wettbewerb könnt ja jemand anderes gewinnen!
    Deswegen ist das etablierte Kapital bestrebt, wirtschaftlichen Wettbewerb nur zu seinen Gunsten zuzulassen:

    "Concentrated private power strongly resists exposure to market forces, unless it’s confident it can win in the competition."
    -- Noam Chomsky

    "Den grundsätzlichen Kampf für die Beibehaltung der auf dem Sondereigentum an den Produktionsmitteln beruhenden Wirtschaftsverfassung zu führen, liegt ihr [der Unternehmerschaft] fern."
    -- Ludwig von Mises
    Kalenderspruch, Woche 16: Wenn man nicht radical vorgehen will, sollte man es ganz unterlassen. (Theodor Olshausen)

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